Beiträge von bljack

    Wo wäre das denn bürokratischer Aufwand, wenn der Anbieter bei Säulen z.B. in Flughafenparkhäusern (jetzt eher nicht im Kiss&Fly Bereich) oder im Zoo oder am Freizeitpark etc. (also alles, wo man eh schon genug Kohle beim Parkplatzbesitzer lässt und auch meist länger als 180 Minuten vor Ort ist) die Blockiergebühr einfach entfallen lässt? Das muss man dann ja nicht so gestalten, dass Du beim Anbieter Formular A38 einreichen musst um die Gebühren erstattet zu bekommen.


    EnBW schafft es ja jetzt auch für zig Roaming-Partner zig+1 Preis in der App anzuzeigen und abzurechnen, da kann ein Entfall der Blockiergebühren an dafür geeigneten Standplätzen ja nun wirklich kein Problem sein...


    Nachtrag: das es aktuell wohl nicht geht und pauschal auch eher nicht sinnvoll ist, ist auch klar.

    Jetzt mal ganz ab von der Frage, ob es bei EnBW geht oder nicht, gibt es halt doch Situationen, wo es ohne Blockiergebühr ganz nett wäre. Als wir vor ein paar Jahren bei Freunden in Hannover waren (damals noch mit dem e-up), waren wir dort auch im Zoo. Dort gibt es im Parkhaus des Zoos auch eine ganze Handvoll Ladesäulen. Jetzt hab ich zwei Optionen: entweder nach 3:40h mich von irgendwo im Zoo auf den Weg zum Parkhaus machen, umparken und wieder zurücklaufen (mit der hohen Wahrscheinlichkeit, dass am Ende des Tages doch keiner mehr an der Säule lädt) oder Blockiergebühren für den Rest des Besuchs zu akzeptieren. An solchen "Destinationladern" würde ich mir den Entfall der Blockiergebühr schon wünschen.

    Das es bei Ladern am Straßenrand anders gelagert ist, das unterstütze ich ja durchaus. Aber gibt halt auch andere Situationen.


    Und zum eigentlichen Thema: vor zwei Jahren oder so hab ich es über EnBW mit dem e-up zumindest hier im Geschäft geschafft, die Ladung zeitnah zu stoppen und dann wieder zu starten. Dadurch sind dann auch keine Gebühren angefallen, ich hab aber auch die ganze Zeit real geladen. Ob sowas bei 100% SoC noch funktionieren würde, weiß ich nicht. Auch das ist für mich ein klarer Fall von überflüssigen Blockiergebühren, da wir hier deutlich mehr Ladesäulen als E-Fahrzeuge und Hybride haben und ein Umparken daher überflüssig ist (zumal sich hier auch keine Durchreisenden hinverirren können, da die idR keinen Werksausweis haben und die Ladesäulen daher nur aus der Ferne bestaunen können).

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    Im Notfall habe ich jetzt auch beim go-e Charger einen Punkt gefunden, der Abstecken simuliert - haben sie vielleicht für Skoda entwickelt....

    Hat die openWB auch schon seit längerem als Einstellung in der Software. Benutze das sowohl beim e-up, als auch beim Enyaq (SW 3.7 ab Werk) problemlos, hab es aber auf Grund der guten Erfahrungen mit dem e-up beim Enyaq auch direkt von Anfang an so konfiguriert gehabt.

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    Eine Abschaltung bedeutet dann aber auch, dass er nicht wieder automatisch beschleunigt und die automatische Rekuperation aus ist oder?

    Kurze Ergänzung: wenn man die dynamische Anpassung an das Tempolimit abschaltet, gilt das nur für den Travel-Assist. Wenn man in D(A) (Automatische Rekuperation) durch die Stadt rollt und ein niedrigeres Tempolimit erkannt wird bzw. voraus ist, fängt er trotzdem automatisch an zu rekuperieren bis man ggf. mit kurzem Strompedalbetätigen übersteuert.

    [...] Beim ersten Versuch sollten vor dem Start zunächst wieder die Kreditkartendaten eingegeben werden. Diese Daten sind ja aber eigentlich hinterlegt. Beim zweiten Versuch habe ich nach dem Scan des QR- Codes an der Säule den Stecker reingesteckt und es wurde geladen. Da ich aber Plug&Charge aktiviert hatte wurde über Powerpass abgerechnet. [...]

    Bzgl. der Kartendaten: musstest Du die wirklich neu eingeben oder nur die Vorauthorisierung bestätigen? Das musste ich nämlich bislang jedes mal machen, und es werden dann ein paar € auf der Kreditkarte geblockt.

    Angesteckt haben wir dann immer erst, wenn in der App (das Handydisplay kann ich wenigstens in der Sonne ablesen) stand, dass man das Fahrzeug verbinden soll. Dann sollte an der Stelle auch P&C "überstimmt" werden, da die Säule ja schon freigeschaltet ist und keine Authentifizierung mehr durchgeführt wird. Das mit P&C Überstimmen aber ohne Gewähr, da wir kein P&C haben (die Powerpasstarife sind für uns in keiner Situation sinnvoll zu gebrauchen).

    Um mal wieder zu Italien und dem Enyaq zurückzukommen:


    unsere Reise von Stuttgart an den Gardasee hat super geklappt. Auf der Fahrt bei Ionity geladen (am Brenner hat die Frau gleich noch eine neue Jacke gefunden - kann also ein teurerer Ladespaß werden, als man im Vorfeld denkt :D ), vor Ort dann via Freshmile beim Einkaufen bzw. bei Ausflügen, wenn möglich (hatte da vorher schonmal geschaut, wo Ladesäulen sind; bei Freshmile muss man nur etwas aufpassen, was es an der jeweiligen Säule kostet, da nach kWh & Minuten abgerechnet wird; hat bei uns aber gepasst, wir kamen auf 0,47€/kWh, andere Säulen können aber deutlich teurer sein).


    Bei Ionity keine Probleme gehabt und nur einmal auf dem Rückweg (wieder am Brenner) eine Minute warten müssen, bis einer frei wurde.


    Verbräuche hab ich natürlich vergessen zu dokumentieren, aber laut Spritmonitor haben wir am Ende ca. 22kWh/100km bezahlen müssen (ich meine der Bordcomputer hat für den Hinweg knapp 19kWh/100km und für den Rückweg knapp 21kWh/100km angezeigt, aber ohne Gewähr).

    Fahrweise: Hin wie rück mit Travelassist auf 120km/h und zwei eMTBs auf dem Heckträger; Hinweg Sonne pur, Rückweg ab Deutscher Grenze mit zunehmendem Regen.


    Bei Ionity in Merklingen auf dem Rückweg gleich noch Brötchen und Käse für das Frühstück am Sonntag gekauft, hat gut reingepasst und war vorab so nicht geplant :D


    Mautbox (über maut1.de) hat auch prima geklappt in Italien; bei der ersten Station noch die bange Frage, ob es klappt, aber danach jedes mal mit gutem Gefühl durch die Telepass-Spur gerollt.

    Ich bin auch der Ansicht, Fliegen ist viel zu billig. ABER: Nur, weil etwas weniger oder nicht besteuert wird, ist es nicht subventioniert.

    [...]

    Aber subventioniert? Ich störe mich an dem Begriff der suggeriert, es gäbe Geld vom Staat, damit das Zeug verbrannt wird. Damit wird nur böses Blut erzeugt.

    Ähnlich ist die Behauptung von Diesel-Subventionen. Das sind nur geringere Steuern.

    Das würde ja auch auf die geringere MwSt. bei Lebensmitteln etc. zutreffen. Werden die auch subventioniert?

    Da verweise ich mal auf https://de.wikipedia.org/wiki/Steuersubvention bzw. direkt auf https://www.bundesfinanzminist…_blob=publicationFile&v=6.

    Zumindest die Bundesregierung und Teile der Wissenschaft bezeichnen auch Steuervergünstigungen als Subventionen im weiteren Sinne. Wenn Du mir stichhaltige Argumente nennen kannst, warum eine reduzierte Steuer keine Subvention sein soll, sondern ich erst die volle Steuer zahlen muss und dann via Formular A38 beim Finanzamt die Kohle als "echte Subvention" zurückbekommen sollte, bin ich da aber offen für. Am Ende ist es "linke Tasche <-> rechte Tasche" mit dem einzigen Unterschied, dass der Verwaltungsaufwand bei der Steuerreduktion stark verringert wird und mal als Empfänger der Subvention nicht mehr vergessen kann, diese zu beantragen.


    Ob jetzt eine verringerte MwSt. auf "Dinge des alltäglichen Lebens" eine Subvention ist, hängt natürlich von der Basis der Besteuerung ab; da müsste man sich mal vertieft reinlesen. Diesel und Benzin wird jedenfalls in D nach Volumen besteuert und da hat Diesel defacto einen geringeren Steuersatz als Benzin, was damit den Begriff der Subvention erfüllt. Das war ja auch nicht immer so, es wurde also damals explizit für einen gewünschten Zweck die Steuer auf Diesel reduziert, anstatt dass man deutschen Spediteuren den Papierkram für die Rückerstattung der Steuer (aka direkte Subvention) aufbürdet.