Beiträge von Selenium

    Ich hab vorhin mit meinem Verkaufenden telefoniert. Er machte mir keine Hoffnung den PLA überhaupt zu bekommen. Skoda hat ihn auf unbestimmte Zeit (!) aus dem Programm genommen. Er sagt VIELLEICHT kommt er mal zurück. Aber realistisch betrachtet kann er nur empfehlen OHNE ihn zu planen.


    Nun, meine Optionen sind:


    1) weiterlaufen lassen und mich damit abfinden.

    2) stornieren und abwarten.

    3) stornieren und ID.4 bestellen. Da ist er zumindest konfigurierbar.

    4) weiterlaufen lassen, ID.4 bestellen, PLA umbauen, ID.4 als "Ersatzteilspender" einzeln verkaufen. Da verdiene ich mir bei der dezeitigen Teilesituation eine goldene Nase. (<- Galgenhumor X/)

    Ich hatte vor 5 Jahren, bevor ich meinen aktuellen Verbrenner bestellt hatte, bereits mit dem Gedanken an ein E-Auto gespielt. Fehlende Lademöglichkeiten, fehlendes Verständnis und vor allem fehlende Modelle, die mir zusagten, haben mich das damals zu den Akten legen lassen.


    Heute habe ich von allem mehr. Mehr Lademöglichkeit (leider keine eigene), mehr Verständnis und vor allem ein Auto, das meine Reichweiten-, Transport- und Geschmacksbedürfnisse befriedigt.


    Damals habe ich einen Neuwagen bestellt, weil es eine Umweltprämie gab. Heute bestelle ich einen Neuwagen, weil es eine Umwelt/Innovationsprämie gibt. Ohne diese Prämien (also Förderungen) hätte ich weder damals, noch heute ein Neuwagen bestellt, sondern mich am Gebrauchtmarkt bedient. Deshalb denke ich, dass zumindest für mich der Kaufanreiz seine Aufgabe erfüllt. Und deshalb hoffe ich, dass dieser Kaufanreiz nicht wegfällt. Das würde ich als Betrug empfinden; erst sagen "kauft Leute, kauft - wir geben euch auch was dazu" und wenn das Auto da ist, dann sagen "nee reingelegt". Da würde ich einen gewissen Quadrathals bekommen.


    Außerdem kommt hinzu dass ich mir im Hinterstübchen sage: ich bin dieses ewige Geflenne wegen Umwelt und "autofreie Innenstädte" leid. An den autofreien Innenstädten will ICH jetzt nichts voranbringen. Aber der Gedanke: "ich will mein privates Auto behalten dürfen. Im Gegenzug bin ich bereit auf eine umweltfreundlichere Technologie umzusteigen". Es ist weniger der Umweltgedanke, sondern der Kuhhandel, der mich zum Kauf bewegt. Natürlich ist das völlig abstrakt. Niemand garantiert mir, dass ich trotz Umstieg auf E-Mobilität nicht doch plötzlich nicht mehr in der Innenstadt parken/fahren kann.


    Und als letztes hat mich das Fahrgefühl überzeugt, insbesondere die "Leisizität".


    Na ja. Und ein bisschen auch, weil ich was neues haben will. ;)


    Also Verfügbarkeit von Lademöglichkeit.

    Verfügbarkeit eines mir gefallenden Modells.

    Verfügbarkeit von Förderung.

    Abmilderung des Mobilitätswende-Drucks.

    "Haben-will" Gefühl.


    Was meine Entscheidung NICHT beeinflusst hat, sind die Kosten.


    Das Auto ist teurer in der Anschaffung (zum Glück etwas kompensiert durch die Förderung).

    Die Versicherung ist in meinem Fall 7,38€ günstiger (pro Jahr). Deshalb würde ich aber nichts neues kaufen.

    Wartung und Inspektion sehe ich noch nicht, dass ich da nennenswert was spare. Mein Passat hat in 4 Jahren 630€ an Werkstattleistung (inkl. TÜV) gekostet. Ich denke nicht, dass ein Enyaq das nennenswert unterbieten wird.

    Fahrkosten wird auch nicht der Bringer werden. Da ich öffentlich laden muss, sagt meine Prognose eine Ersparnis von 238€ im Jahr voraus.

    An der Steuer von aktuell 76€ im Jahr ist auch nicht allzuviel Fleisch zum sparen enthalten.

    Im Gegenzug muss ich wahrscheinlich einen anderen Stellplatz mieten (mein jetziger gehört mir). Bekomme ich meinen Platz zum gleichen Preis vermietet, dann wird das ein Nullsummenspiel. Wenn nicht, dann kommt das dazu.

    Ach ja. Eine neue Möglichkeit ist diese CO2-Quote, die ich mal mit 300€ auf die Habenseite stelle.


    Zusammengerechnet sind das vielleicht (!) 700€ (Abschreibung nicht eingerechnet). Sicherlich nicht schlecht. Aber für mich kein "Grund" auf E-Mobilität umzusteigen.

    Man könnte bei diesem äußerst akademisch anmutenden Gedankenexperiment mal ein paar Variablen wegmodellieren.


    Die Gummireifen, die Walkkräften, Form und Reibung ausgesetzt sind, könnte man doch gedanklich durch "Steinreifen" ersetzen. Dann spielen Walkkräfte und Formänderungen keine nennenswerte Rolle mehr. Unterschiedliche Gewichte könnte man ausgleichen, indem man jedes verglichene Fahrzeug auf das gleiche Gewicht normiert - Zementsäcke rein. Aber bitte so, dass der Schwerpunkt bei jedem Vergleichskandidat an der gleichen Stelle sitzt. Usw...


    Dann wären die Fahrzeuge doch besser vergleichbar, oder nicht?


    Schrittweise nimmt man die Variablen dann wieder rein und bekommt so das Delta zum vorherigen Modell plus den Unterschied zu den Vergleichskandidaten.

    Jetzt ärgert doch nicht immer den armen Langstreckenfahrer.


    Von Youtube wurde mir ein Video vorgeschlagen, wurde das schon gepostet? Da wird gezeigt wie Enyaqs gebaut werden. :S


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    Das ist ein altes Video. Heute sieht die Produktionsstrasse so aus - aktuelles Bild, eben aufgenommen: ;)


    Montagehalle: Halle-leer.jpg


    Teilelager: Teilelager.jpg

    Ich habe meinen ENYAQ am 15.09.2020 bestellt, da gab es das Produkt PAKET PARK-PLUS noch nicht. Mein Händler hat das daher nach Rücksprache mit dem Einkauf des Autohauses (und die in Rücksprache mit Skoda) zusätzlich auf der Bestellung vermerkt gesondert markiert und später dann noch handschriftlich bepreist. Und mein ENYAQ wurde auch mit dem Paket geliefert.

    Das wäre für mich ein gangbarer Weg. Ich werde das mit meinem Verkäufer besprechen.


    Meine Erfahrungen mit Neuwagenkauf beläuft sich auf zwei. Vielleicht sind die ja wirklich so flexibel, dann wäre mir das sehr lieb. So wie ich aber die Prozesssturheit von Großunternehmen kenne, traue ich denen eine so pragmatische Lösung nicht zu.


    Vielleicht werde ich ja eines Besseren belehrt.