Auch ich bin auf die öffentliche Ladestruktur angewiesen.
Unsere Tiefgarage ist so mickrig mit Strom angebunden, dass es für mehr als die Beleuchtung und die Tore nicht reicht. Außerdem lässt sich das nicht an den Wohnungszähler anschliessen, so dass ein weiterer Zähler mit samt seinen Nebenkosten erforderlich wäre.
Das Angebot der Stadtwerke München amortisiert sich mit bestenfalls 1500€ Installationskosten, plus 49€ monatlicher Grundgebühr, plus Strom zu je 49ct/kWh nicht in 1000 Jahren.
Ich fahre etwa 25000km im Jahr; da kommt schon einiges zusammen. Der Unterschied ist schon deutlich, ob ich momentan (günstige) 40ct/kWh über die Ladekarte oder 28ct Hausstrom zahle, was mir leider verwehrt ist.
Von den Möglichkeiten zumindest an sonnigen Tagen per PV zu laden, kann ich leider auch nur träumen.
Allerdings habe ich nur 250m zur nächsten AC-Ladestation. Man merkt aber auch, dass die immer öfter besetzt ist. An manchen Tagen kann ich Abends nach der Arbeit nicht wieder aufladen.
Hier ist mal ein Link zur neuen ADAC Vollkostenstudie:
https://www-mobiflip-de.cdn.ampproject.org/v/s/www.mobiflip.de/shortnews/neue-vollkostenrechnung-adac-vergleicht-gesamtkosten-von-verbrennern-und-elektroautos/amp/
Das Fazit aus dieser Studie deckt sich mit meiner Erfahrung: wirtschaftlich macht ein E-Auto zumindest für Leute mit öffentlicher Ladestruktur keinen Sinn. Das muss man sich leisten wollen und können.
Ich bereue den Kauf des E-Autos nicht. Es ist einfach ein tolles Fahren und mein individuelles Exemplar des Enyaq macht keinerlei Probleme (außer vielleicht die Handerkennung am Lenkrad... ein bisschen). Ich würde auch wieder ein E-Auto kaufen. Aber einen Verbrenner kategorisch ausschliessen, würde ich nicht mehr.
Mobilitätswende? Am Arsch!