Ich fahre noch nicht, ich hab mein E-Auto noch nicht und ich hab noch nicht eine Ladung mal selber durchexzerziert. Vielleicht ist das also alles Quatsch, was ich mir da vorstelle.
Für mich KLINGT das aktuelle System aber verwirrend und aufwendig. Und zwar aufwändiger und verwirrender, als beim Tankstellensystem. Und das ist alles was zählt.
Vielleicht ist es in der Praxis alles nicht so schlimm. Wenn es aber so erstmal so klingt, als würde es mich überfordern, probiere ich es nicht aus. - Also ich jetzt schon, aber wir reden ja von denjenigen, die es nicht ausprobieren möchten.
Beim Tanken fahre ich an der Tanke vorbei und wenn ich der Meinung bin, "uiii, das ist aber teuer", fahre ich dran vorbei und probiere es entweder 200m weiter an der nächsten Tankstelle oder am nächsten Tag nochmal. Der Preis ist einigermaßen transparent.
Beim Strom muss ich das Tarifsystem meiner Anbieter einermaßen überblicken. Mit welcher Karte lade ich jetzt um 18:30h für 0,39€/kWh? Ah, da war doch einer der eine Blockiergebühr verlangt. Waren das bei dem jetzt 180 Minuten, oder 240 Minuten? Ok, das Auto zeigt jetzt 43% an, kurz überschlagen... das entspricht etwa 35kWh. Wenn ich jetzt voll lade, dann brauche ich 40kWh. Bei AC sind das 4 Stunden. Mist, da startet die Blockiergebühr. Ich muss mir den Wecker stellen, um das Auto rechtzeitig wegzuholen. Oh verdammt. Ich bin ja gerade gar nicht in Deutschland, ich bin ja in Östereich. Wie war hier der Tarif? Ach ja, 0,12€ pro Minute, aber nur bei AC. Oder wars DC? Oder Ionity? ![]()
Da wird man sich bestimmt dran gewöhnen und irgendwie wird sich auch eine Routine einstellen. Aber aufwändiger als in Deutschland oder Österreich an die Tankstelle zu fahren, und je nach Anzeigetafel den Rüssel reinzuhalten ist das schon mit den Ladetarifen.
Zumindest klingt es erstmal so, was ohne eigene Erfahrung das einzige ist, woran man das System messen kann.