Kermit
Sorry, aber da sind gleich mehrere Fehler drinnen:
1) Wenn ab September 2023 die Förderung für Betriebe komplett wegfällt, dann reden wir von 6.000 Euro und nicht von 1.500 Euro
2) 800 Euro Verlust bei Berücksichtigung der gesparten Steuern entspricht einem Steuersatz von 46.67%. Die zahlen noch nicht einmal die richtig gut Verdienenden, und schon gar nicht der kleine Selbständige, da kannst du eher von einem Spitzensteuersatz von 20%-25% ausgehen (jedenfalls hier in der Gegend), und das wäre dann ein Schaden von ((6.000 - 1.500 (25%)) = 4.500 Euro.
3) Die Liquidität, die bei Entfall der Förderung entfällt, kommt nicht auf Jahre verteilt, sondern auf einmal.
4) Hier in Brandenburg werden die geringsten Gewinne erzielt und auch die geringsten Löhne gezahlt. Der Preis für das Auto ist aber bundeseinheitlich gleich und auch die Höhe der Förderung. Somit trifft der Wegfall der Förderung hier die Leute ärger als z.B. in Bayern.
5) Sind viele Gewerbetreibende von den erhöhten Energiepreisen härter getroffen als Arbeitnehmer und/oder Beamte: Zwei Beispiele aus dem realen Leben:
a) Bäcker - 10 Angestellte, Gewinn in 2021 35.000 Euro - hat letztes Jahr in 01-08 11.000 Euro an Energiekosten bezahlt, dieses Jahr 27.000.
b) KFZ-Reparatur- und Lackierei - 8 Angestellte, Gewinn in 2021 42.000 Euro: Kösten für Heizöl in 2021: 30.000 Euro, bisher in 2022: 78.000 Euro
Mich persönlich (bin ja auch selbständig) trifft der Wegfall der Förderung zwar auch, aber ich kann ihn problemlos verschmerzen.
Wallboxen habe ich gekauft und gar keine Förderung beantragt. Ich halte auch prinzipiell nicht von Subventionen.
Deine Einstellung "sollte seine Selbständigkeit überdenken", die solltest du mal überdenken.