Mich würde bei den Leuten mit größeren Anlagen mal die finanzielle Jahresbilanz interessieren. Könnt ihr mit den vergüteten Überschüssen im Sommer den Netzbezug im Winter bezahlen? Falls nicht, wie groß bleibt die Lücke?
Bitte sehr ... (2022 ist noch nicht rum, hier fand eine Erweiterung der Anlage im April von 7,245 auf 10,005 kWp statt).
Wenn ich das Jahr 2022 hochrechne (November + Dezember anhand der Vorjahreswerte sind hier eingeflossen) komme ich in etwa auf folgende Werte.
Für 5.100 kWh Gesamtverbrauch in 2022 werde ich bei 69% Autarkie insgesamt -103,44 Euro bezahlt (verdient) haben.
Unterm Strich habe ich bei 14,5 MWh Verbrauch 25 Euro plus gemacht.
Man muss natürlich im Gegenzug auch die Investitionskosten der Anlage betrachten.
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Diese Zahlen stellen nur die Erträge und Kosten für den reinen Strombezug bzw. -erzeugung dar.
Die steuerliche Betrachtung mit Kosten wie Abschreibung, Versicherung, usw. ist hier nicht berücksichtigt.
Steuerlich macht die Anlage natürlich Verluste, real betrachtet durch die Vermeidung von Netzbezug rechnet es sich schon.
Zur Info: Gesamtkosten der Anlage und Erweiterung im April 2022: netto 14.356,90 Euro + 6.200,00 Euro Batteriespeicher (6.4 kWh) = 20.556,90
Das verteilt auf 20 Jahre Nutzungsdauer sind 1.027,85 Euro pro Jahr oder 85,65 Euro pro Monat.
(wobei die Batterie keine 20 Jahre durchhalten wird)
Zu den reinen Anlagenkosten kommen noch ca. 150 Euro Versicherung / Wartung pro Jahr.
Rechne ich dann also die 1.177,85 auf 3 Jahre und schaue mir dann den Gesamtverbrauch in diesem Zeitraum (14.546 kWh) an, komme ich auf einen kWh Preis von 24,29 Ct/kWh.
Wenn es so weiter geht, kann ich damit gut leben.