Beiträge von jens__k

    Ich bin ja bei Dir und weiß, dass Heimspeicher weder wirtschaftlich noch ökologisch Sinn machen.


    Wenn die "Energiewende" wirklich gewollt wäre, dann würde der Gesetzgeber endlich mal Butter bei die Fische geben, was die Nutzung des Autoakkus zur Versorgung des Haushalts angeht (V2H). Noch besser wäre eine Kombination V2H/V2G. Bei der angepeilten Skalierung der E-Mobilität würde dies auch einen volkswirtschaftlich signifikanten Anteil haben.


    Dann müsste man nämlich nicht noch extra in stationäre Hausspeicher investieren (Geld und Material).


    Aber bis auf ein paar Pilotprojekte und leere Versprechungen ist halt dahingehen noch nichts passiert.

    Ich gehe von mindestens 10 Jahren aus, bis solche Anwendungen auf der Konsumentenebene zu einem vertretbaren Preis ankommen werden.

    Du kannst natürlich nichts dafür, dass die Netzentgelte in den Verbrauchskosten festgelegt sind.

    Das war bis vor einigen Jahren richtig, da sozusagen die Netzbelastung durch den Bezug angerechnet wurde.

    Wenn es richtig ist, die Netzbelastung über die Nutzung zu verteilen ... warum gibt es dann eine Kfz-Steuer, die für jeden gleich ist, egal wie sehr die Infrastruktur (ab-) genutzt wird?

    Warum wird das dann nicht über den Arbeitspreis (Mineralölsteuer) abgewickelt - wer viel fährt muss auch viel zum Unterhalt der genutzten Infrastruktur beitragen?

    Ich habe tatsächlich 2 Verträge abgeschlossen.

    Ok, wie gesagt, das ist eher ungewöhnlich.

    Aber in dem Fall ist halt das Leistungsdatum des einen Vertrags in 2022 (19%) und das des anderen in 2023 (0%).

    Nur dafür für 5-6 Jahre in die Regelbesteuerung wäre wahrscheinlich nicht förderlich.


    wenn du im Einzelmonat einen Durchschnittspreis um 60ct/kWh hast, dann kann doch der Gesamtdurchschnitt nicht bei 1,62€/kwH liegen.

    Jaha ... ich wollte die Spalte jetzt nicht ausblenden, weil oben drüber der Gesamtpreis und die Nutzungsdauer des Speichers stehen.

    Da werden aber die weiter rechts bereits angelegten Spalten für die Folgejahren einfach nur aufsummiert. Und da die Speicherkosten da zwar schon mit drinstehen, aber noch keine Werte für ein-/ausgespeicherte kWh werden halt die Gesamtkosten umgelegt auf die ersten paar Jahre. Der Wert 1,62 Euro/kWh ist natürlich Blödsinn.


    Sieht man auch schön, wenn man sich das Jahr 2023 anschaut:

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    Bislang habe ich erst 11,9 kWh aus dem Speicher entnehmen können. Bei den kompletten Kosten des ganzen Jahres kostet die kWh dann halt schlappe 52,39 Euro :)

    Der Wert wird aber im Laufe des Jahres runtergehen und final erst am 31.12. feststehen.

    Wenn ich in 2020 die Gesamtkosten Speicher durch die Speicherladung teile, (835,69€ / 1729,7 kWh) komme ich auf einen Durchsnitt von 48,31 ct/kWh

    Aber ich will doch wissen, was mich die Speicherentladung in dem Jahr gekostet hat, teile also durch 1.405,2 kWh.

    Wieviel ich in den Speicher reingeladen habe interessiert mich ja nur für den Speicherverlust, den ich dann wieder bewerte als entgangene Einspeisevergütung.


    Wenn es für dich OK ist, würde ich mich freuen, wenn ich deien Exceltabelle bekäme.

    Meine Excel-Tabelle ist zugegebnermaßen etwas ... ausgeartet.

    Darin enthalten ist für jeden Monat seit 2020/01 ein Tabellenblatt, in dem die Daten für jeden Tag inkl. einem hinterlegten JPG mit dem Tageskurvenverlauf hinterlegt sind.

    Dann ein Blatt, wo diese Monatswerte aufsummiert werden.

    Dann ein Blatt, wo die Monatswerte pro Jahr aufsummiert werden.

    Die Diagramme und auch die Berechnung für den Speicher nehmen dann wieder Bezug auf das Jahres-Blatt ... baut also alles aufeinander auf.

    (und das ist noch nicht alles, was darin enthalten ist)


    Für die Freunde von bunten Bildchen:

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    Aber ich kann Dir gerne meine Speicher-Berechnung so extrahieren, damit das eigenständig ist.

    Oder Du kommst mal mit Deinem 80x vorbei ... dann habe ich auch mal einen in Echt gesehen :) ... Bad Oeyhausen ist nicht so weit vom Schuss.

    Naja, der Artikel hat es sogar fast richtig wiedergegeben :)

    Zitat

    Für neue Anlagen, die ab 1. Januar 2023 in Betrieb gehen, wird auch die technische Vorgabe abgeschafft, dass nur höchstens 70 Prozent der PV-Nennleistung in das öffentliche Netz eingespeist werden dürfen.


    Im Oktober 2022 wurde durch eine weitere EEG-Änderung beschlossen, dass auch die Bestandsanlagen bis 7 kWp diese Regelung künftig nicht mehr einhalten müssen. Ältere Anlagen zwischen 7 und 25 kWp müssen dagegen auch über den Jahreswechsel hinaus die entsprechende Programmierung beibehalten.

    Für neue Anlagen (bis 25 kWp) enftällt die 70% Wirkleistungsbegrenzung bereits ab dem Inbetriebnahmedatum 15.09.2022.

    Nur für (ältere) Bestandsanlagen bis 7 kWp ist dieser Entfall auf den 1. Januar 2023 datiert.

    Ich habe z.B. KU-Regelung von Anfang an gewählt, um so wenig wie möglich mit dem FA zu tun zu haben. Habe meine Anlage demnach auch Brutto bezahlt.

    5 kWp in 2018 ... ich schätze mal 6.000 Euro netto + 1.140 Euro Umsatzsteuer.

    Bei einem Pauschalwert von 20 Ct/kWh für die ueWA sind das 3,8 Ct/kWh (bei 19%, die verwegenen 16% für 6 Monate in 2020 lassen wir mal Außen vor).

    1.140 / 3,8 * 100 = 30.000 kWh / 5 Jahre = 6.000 kWh Eigenverbrauch pro Jahr.


    Wenn Du also in den 5 Jahren Regelbesteuerung weniger als 6.000 kWh Eigenverbrauch aus der Anlage entnommen hast, wärst Du unterm Strich bei der Umsatzsteuer besser gestellt gewesen.

    Ok, dafür hätte man mit viertel- bis jährlichen Umsatzsteuermeldungen leben müssen ...


    Das ist ja genau der Grund, weshalb der Steuersatz ab 2023 auf 0% gesenkt wurde - um Menschen mit FA-Allergie die Angst vor einer PV-Anlage zu nehmen ...

    rechnet das FA als Gegenwert einen fiktiven Wert für die kWh

    Das FA rechnet da gar nichts.

    Bei der Umsatzsteuer spricht man von Selbstveranlagung. Erst wenn die ermittelten Werte für die unentgeltliche Wertabgabe nicht plausibel sind, könnte es zu einer Umsatzsteuerprüfung kommen.


    Das ist aber von FA zu FA unterschiedlich (und wahrscheinlich auch von Sachbearbeiter zu Sachbearbeiter). Manche aktzeptieren auch noch die 20 Ct/kWh als Pauschalwert.

    FoG Ich denke nicht, dass er auf die Anwendung der KUR verzichten muss.


    Es wäre absolut ungewöhnlich, wenn man eine PV-Anlage installieren lässt (kein DIY Eigenbau!) zwei getrennte Verträge zur Installation der Module auf dem Dach und dem ganzen Rest (Wechselrichter, Speicher) zu machen.


    Wenn Kukuk-Joe ganz normal bei einem Solarteur eine PV-Anlage zur Lieferung und Montage bestellt hat und dieses Werk erst in 2023 komplett und vollumfänglich vom Auftraggeber abgenommen wurde ("Leistungsdatum"), dann ist auf die komplette Leistung der zu diesem Datum (in 2023) gültige Umsatzsteuersatz anzuwenden. Und das sind 0%.


    Etwaige in 2022 mit 19% USt geleistete Anzahlungen werden dann in der Schlussrechnung (mit 0%) verrechnet.


    Beispiel:

    Anlage soll per Angebot aus 2022 insgesamt 20.000 Euro netto + 3.800 Euro USt = 23.800 Euro brutto kosten

    In 2022 wird die DC Montage gemacht und eine Abschlagszahlung über 10.000 Euro netto + 1.900 Euro USt = 11.900 Euro brutto erstellt und gezahlt.

    In 2023 wird der Rest der Anlage aufgebaut und dem Kunden übergeben. Dieser nimmt das Gesamtwerk so ab.

    Dann wird eine Schlussrechnung über 20.000 Euro netto + 0 Euro USt = 20.000 Euro brutto erstellt.

    Davon wird dann die Zahlung von 11.900 Euro abgezogen, so dass der Kunde noch eine Restzahlung von 20.000 brutto - 11.900 Euro brutto = 8.100 Euro brutto zahlen muss.


    Der Solarteur holt sich intern die bereits in 2022 an das FA abgeführten 1.900 Euro USt wieder über seine Umsatzsteuervoranmeldung zurück.

    spare ich wenigstens noch die 19% Umsatzsteuer, für die PV-Module musste ich sie noch bezahlen.

    Wieso?


    Hast Du zwei getrennte Verträge gemacht, einen für die Lieferung und Installation der Module auf dem Dach und einen davon losgelösten Vertrag zur Installation des Wechselrichters und des Speichers?


    Oder hast Du mit Deinem Solarteur einen Vertrag gemacht "Lieferung und Installation einer 11,7 kWp Anlage inkl. Wechselrichter und Speicher"?

    Mal dumm gefragt, was passiert eigentlich mit der bisherigen Einspeisevergütung, wenn ich meine Anlage aus 2009 mit 0,4301/0,2501 EUR Einspeisevergütung heute erweitern würde?

    Ein Rechenbeispiel:

    Alte Anlage von 2009 mit 6 kWp und EEG-Einspeisevergütung 25,01 Ct/kWh.

    Neue Anlage von 2023 mit 12 kWp.


    Für die neue Anlage gibt es für 10 kWp 8,2 Ct/kWh und für 2 kWp 7,1 Ct/kWh EEG-Einspeisevergütung.


    Wenn beide Anlagen (zusammen also 18 kWp) an einem Zähler hängen, wird die Mischvergütung so gerechnet:

    (10 * 8,2) + (2 * 7,1) + (6 * 25,01) = 82 + 14,2 + 150,06 = 246,26 / 18 = 13,68 Ct/kWh


    Zumindest, bis Ende 2029 wenn die 2009er Anlage ausgefördert ist.

    Ab dann gibt es (82 + 14,2) / 12 = 8,02 Ct/kWh für 66,67% des eingespeisten Stroms (also nur noch für den 12 kWp Anteil der Anlage).


    Zählt als Neuanlage. Erweiterung geht nur innerhalb eines Jahres (oder Kalenderjahres?).

    Neue Module auf dem Dach sind immer eine neue Anlage, egal ob es als Erweiterung einer Bestandsanlage (auch über den bereits vorhandenen Wechselrichter) oder ein komplett neues System aufgebaut wird.

    Auch wenn man innerhalb von 12 Monaten eine Bestandsanlage erweitert, ist diese Erweiterung (auch und besonders hinsichtlich der Einspeisevergütung) eine neue Anlage. Man kann also nicht innerhalb eines Jahres (12 Monate, nicht Kalenderjahr) neue Module auf's Dach packen und bekommt dann dafür die "alte" EEG-Einspeisevergütung. Die wird immer ab Inbetriebnahmedatum der jeweiligen Anlage bestimmt.


    mein Dach hat eine Südausrichtung und liegt tatsächlich ziemlich mittig im sonnigen OWL.

    So wie meins, auch im (momentan gar nicht so sonnigen) OWL.


    Aus meiner mittlerweile 3jährigen PV-Erfahrung kann ich Dir auch noch etwas mit auf den Weg geben.


    Angefangen habe ich im Januar 2020 mit einer 7,245 kWp Anlage mit 6,4 kWh BYD Speicher.

    Wechselrichter SMA 6KW und 2,5KW Batterie-WR.

    Hausverbrauch (ohne Wärmepumpe, die läuft über einen extra Zähler) immer so zwischen 4,5 bis 5,5 MWh pro Jahr.

    2021 war dann ein BEV mit dabei, das hatte ich dann aber Anfang 2022 abgegeben und warte seitdem auf den Enyaq.


    Viel zuhause, Strom (Spülen, Waschen, Trocknen, BEV laden) kann oft dann genutzt werden, wenn er grade vom Dach kommt.

    PCs sind oft auch dann an, wenn's draußen duster ist - Server laufen 24/7 und nehmen keine Rücksicht auf den Sonnenstrom.

    Grundverbrauch ist hier meist so zwischen 400 (Nachts) und 600 Watt (Tagsüber).


    Wenn man mal mit PV angefangen und Blut geleckt hat, dann will man mehr. So auch ich.

    Deshalb wurde die Anlage im April 2022 auf 10,005 kWp erweitert (Austausch des SMA Wechselrichters von 6 auf 8KW).

    Dumm von mir war, dass ich das Dach nicht gleich so voll gemacht hatte, wie es geht - denn die Kosten für das Gerüst des Solarteuers hat man dann halt zweimal.


    Dass der Speicher mir kein Geld spart sondern etwas kostet, war mir von Anfang an bewußt, für mich ist er eine (zugegebenermaßen sehr teure) Spielerei als Hobby.


    Aber nun zu den Zahlen.


    Um PV-Anlagen vergleichbar zu machen, bietet sich die Einheit kWh/kWp an, wie hier ja schon einige Vorredner Bezug drauf genommen haben.

    Da Du auch aus OWL kommst und auch ein nach Süden ausgerichtetes Dach (meins hat 45° Neigung mit kleineren Schattenwürfen von Schornstein bzw. Gaube), sind die Erträge für Dich sicherlich repräsentativ.

    Der Knick im April 2022 ist durch die Erweiterung bedingt, da hat die Anlage über ein verlängertes Wochenende nix produziert, weil der Wechselrichter noch getauscht werden musste.


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    In absoluten Zahlen bedeutet das folgendes:


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    Man sieht, es kommt sehr auf's Wetter an. Mal 2020 war ein Super-PV-Jahr, 2021 nicht so sehr, und 2022 hat es dann wieder getoppt.

    Aber man sieht auch, dass die Monate Dezember bis Februar absolut das Tal der Tränen sind.


    Leider ist das genau der Zeitraum, in dem eine Wärmepumpe besonders viel Strom benötigt.

    Hier mal mein Wärmepumpen-Stromverbrauch 2022:


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    In diesen Monaten wird also ein PV-Akku wenig zu tun haben, weil die WP sich jedes Watt genehmigt, was durch ein verirrtes Photon erzeugt wird.


    Kommen wir zum Akku.

    Hier gibt es die sog. Zyklenzahl, über die sich ableiten lässt, wieviel Energie über ihn ins Haus fließt.

    1 Batteriezyklus = 1 komplette Ladung. Bei 6,4 kWh Kapazität kann man also rechnen: 128 kWh Entladung / 6,4 kWh Kapazität = 20 Zyklen.


    Das hier sind meine erreichten Batteriezyklen:


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    Mit 220 Zyklen pro Jahr im Schnitt ist das ein guter Wert.

    Man beachte die niedrigen Werte von Dezember - Februar.


    Wenn man mal die Kosten einer kWh aus dem Speicher berechnet, und dabei alle möglichen Faktoren berücksichtigt, dann kommt da sowas bei heraus:


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    Hier kann man natürlich mit den Zahlen etwas spielen.

    Ich gehe davon aus, dass die Kiste nach 10 Jahren platt ist, also muss ich die Anschaffungskosten von 6.200 Euro auf 10 x 620 Euro verteilen.

    Hält er 15 oder gar 20 Jahre sieht die Rechnung natürlich anders aus.

    Und wenn die kWh Netzbezug noch teurer wird, dann kann sich selbst so ein teurer Speicher vielleicht irgendwann mal rechnen.

    Aktuell tut er ist nicht - wie gesagt: bei mir als Hobby.


    Und auch die aktuell geringe Einspeisevergütung ist kein Fliegenschiss.

    Ich habe in 2022 bei 10.550 kWh Erzeugung noch 6.488 kWh eingespeist und bekomme dafür 588 Euro vom Netzbetreiber.


    Im Winter wirst Du jedes Watt(peak) auf dem Dach vermissen, wenn Du nicht voll baust.


    Hier mal der Vergleich.

    Dezember 2022 - 235 kWh erzeugt

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    August 2022 - 1.451 kWh erzeugt

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    Fazit:

    - Dach (gleich) vollmachen

    - Speicher wenn Geld keine Rolle spielt: so groß wie (finanziell) möglich. Wenn auf Wirtschaftlichkeit aus: ganz weglassen. Für's gute Gefühl: so klein dimensionieren, dass man in der Übergangszeit (März, April - Oktober, November) durch die Nacht kommt. In den Sommermonaten wird er über Nacht nicht leer, im Winter wird er gar nicht erst voll. Bei Großverbrauchern (WP, BEV) ist der Speicher eh' ein Tropfen auf den heißen Stein. Ins Auto gehen 77 kWh - da sind 10 kWh aus dem Speicher grade mal 12% (und es gibt meist hohe Umwandlungsverluste, da nicht DC aus dem Hausakku direkt DC in den Auto-Akku geschoben wird).


    Langer Text geworden ... sorry dafür ... wen's nicht interessiert: einfach weiterklicken.


    Bei Interesse gerne melden, dann kannst Du Dir vor Ort von der Anlage ein Bild machen (wegen OWL - kleines Land).


    Jens