Was spricht denn gegen Tageszeitabhängige Tarife?? Die Handelspreise von Strom tagsüber im Sommer sind teilweise negativ, warum sollte man nicht die Ladung zu den Uhrzeiten auch entsprechend honorieren um das Netz vernünftig auszulasten. Ich verstehen, dass es bequemer ist wenn es immer gleich kostet. Das Problem ist aber es entsteht überhaupt kein Wettbewerb bzw. Nur Wettbewerb der in die falsche Richtung führt. Geht einer hoch geht der Rest mit...
Es gibt aber nicht nur die Sommertage mit viel Wind. Diesiges, ruhiges Herbstwetter über Wochen wird dann auch dazu führen, dass auch Du dann öffentlich laden musst, da die eigene PV Grenzen hat.
Und dann wird es RICHTIG teuer, da ja ALLE PV-ler auch Strom brauchen für den Haushalt UND für das Auto. Dass vergisst man gerne, wenn man sieht oder liest, dass Windräder stillstehen, weil keine Abnahme da ist, oder an der Strombörse negative Preise aufgerufen werden.
OK: Negative Einkaufspreise, die App schlägt Alarm weil Strom günstig... Und DANN? Alle App-User stürmen an die HPC-Säulen. Und jetzt? Bedarf hoch, Preise steigen sofort (Börsentypisch). Dann ziehen Wolken ins Land, ein Umspannwerk fällt aus. Und schon lädt man teuer… Man sollte nicht nur die positiven Seiten annehmen.
Ebenso nicht immer unterstellen, die Versorger wollen einen immer ausnehmen. Was ist mit Deinem Börsenpreis-Wunsch, wenn Ionity plötzlich hohe Mengen Strom zu mehr als den verkauften 0,30 € einkaufen muss? Ohne Mischkalkulation sind wir wieder beim Preis-Jojo der Verbrenner-Vergangenheit…