Nein, Ladung bis "ganz voll" stresst den Akku und beschleunigt das Altern. Es hat schon einen Grund, weshalb die Ladekurve spätetens ab 50-60% stark abfällt.
Elektrochemisch optimal bei lithiumbasierten Akkus ist eine Nutzung zwischen 20-80% der Nennkapazität. Den ganz unteren und ganz oberen Bereich zwackt Skoda aber schon mal sicherheitshalber ab, deshalb hat der 82 kWh-Akku auch nur 77 kWh, von denen auch nur ca. 72-75 kWh netto nutzbar sind.
Warum laden wir dann Handys immer voll oder lassen sie leer ausgehen? Weil wir die Dinger statistisch nach durchschnittlich 4 Jahren eh wegwerfen.
Vergleicht man die Degratation eines vernünftig genutzten Handyakkus, und eines Autoakkus (hier kann man nur Tesla beiziehen) nach 4 Jahren, werden die Werte nicht weit auseinander liegen,
Bei iPhones z.B. wird der Akku nach einer „Lernphase“ trotdem zu 100% geladen. Die letzten Prozente erst kurz vor der Nutzung. (Das iPhone meiner Holden lädt immer auf 05.00 Uhr voll, da sie um diese Zeit werktags aufsteht, und es von der Ladung trennt.)
Wäre Volladen ein Schadensfaktor, würden die Hersteller dies mit einer Warnung versehen, die man bestätigen muss, um 100% zu laden. Die geben 8 Jahre Garantie auf den Akku. Das täten sie nicht, wenn sie sich unsicher wären.
Und ich möchte wetten, ein „immer-80%-Akku“ sieht nach 8 Jahren chemisch nicht viel anders aus, als ein „wenn-nötig-100%-Akku“.
Die 20-80% machen Sinn bei einer längeren Lagerung. Ich habe bei den Teslafahrern bei mir im Kollegenkreis keinen, der sich Gedanken um den Akku macht. Laden und fahren.
Dass die Ladekurve absinkt, hat Bloch gut mit dem Parkaus-Stau-Effekt erklärt.