Das sind wieder solche Aussagen wo ich mich frage was das gejammer soll? Ein Händler hat in den letzten Jahren an einem Neuwagen nie viel verdient, eben weil alle die Rabattschlacht betrieben haben. Und dies so extrem, dass man im Grunde das Auto für den Einkaufspreis weitergegeben hat. Da hat der Händler also auch nix verdient. Ich würde sogar soweit gehen, dass Händler zurzeit mehr verdienen als die ganzen letzten Jahre zusammen, weil sie jetzt den Wagen zum listenpreis verkaufen können und das ohne mit der Wimper zu zucken oder das ein Kunde da groß was fordern kann.
Damit hast Du Recht, und auch wieder nicht. Durch die Liefersituation verkaufen sie viel weniger Fahrzeuge. Damit fallen sie in der Rabattstaffel beim Hersteller -> Marge pro Fahrzeug sinkt. Es gibt derzeit auch keine Herstelleraktionen, bei denen identische Fahrzeuge („Sondermodelle“) in großen Stückzahlen gebaut werden (Bänder können da schneller laufen in der Produktion, Umstellungen z.B. in der Lackiererei fallen weg, weil hunderte gleiche schwarze Karren durchlaufen, niedrigere Einkaufspreise beim Zulieferer durch z.B höhere Zahl Schiebedächer, weil jedes Fahrzeug eins bekommt. Das summiert sich. Große Händler nehmen da gern mal mehrere Dutzend oder auch mal 150 dieser Fahrzeuge als Lagerwagen „zum gleich Mitnehmen“.) Auch Ouartals- oder Jahresendaktionen für eine höhere Rabattstufe können die Händler nicht fahren, weil sie schlichtweg keine Fahrzeuge haben. Dass die Händler sich da eher knauserig zeigen bei Nachlässen, ist doch verständlich. Würde jeder so machen.
Wenn sich der Händler pleiterabattiert, hat der Kunde auch nichts davon. Das kommt alles wieder, dauert nur..