Beiträge von Ulf007

    Da ist nur die Frage: Ist es realisierbar, alle 10 Meter einen Doppel-Lader aufzustellen?

    Und das Thema Blockiergebühr muss dann bei 7 kW noch mehr gewichtet werden.

    Ebenso die nicht zu vernachlässigenden Ladeverluste über die Zeitdauer. Bei hunderttausenden „Langsam-Ladern“ wird das ein richtig wichtiger Faktor. Da wird dann auch wieder unnötig viel Energie verbrannt. Die aus Speichern kommen muss, denn die meisten dieser Ladevorgänge werden nachts stattfinden (speziell in Wohngebieten). Und ob sich eine Kultur des „Ladepunkt-Freimachens“ etablieren wird? In Deutschland? Hmmmm….. Bei der Parkraum-Knappheit??? Hmmm….. Dazu müsste man ja Rücksicht auf Andere nehmen… Hmmmm….

    Die Ausstattung bei den Arbeitgebern mit Ladepunkten wäre wünschenswert, wird teilweise auch kommen, aber es gibt eben auch sehr viele Firmen, die nicht über eigene Parkplätze verfügen, sondern die öffentliche Infrastruktur nutzen, damit die Mitarbeiter parken können.

    Es ist noch ein langer Weg…

    Und wieder sind wir bei Rentabilität, Genehmigungen, und nicht zuletzt auch bei Vorgaben, die von der Politik kommen müssen. Mit Hoffen auf Eigeninitiativen aus der Wirtschaft ist man in den letzten Jahren nicht weit gekommen. Da sieht man oftmals nur die Kosten. (Lade daheim, ich zahl‘ Dir den Strom, ist billiger als eigene Parkplätze mit Ladepunkten…)

    Diese Diskussion kommt immer wieder auf. 11 oder 22 kW.


    Es geht nicht nur um die heimische oder betriebliche Wallbox.

    In vielen Fällen sind öffentliche AC-Säulen in der Lage, 22 kW je Anschluss zu liefern. Damit sind rechnerisch doppelt so viele Ladevorgänge möglich. (und wenn es in der Realität der Faktor 1,5 ist, ist auch schon viel gewonnen.) Und damit können Laternenparker ohne WB ihr Auto schneller wieder laden, und die Ladesäule für Andere freimachen. Genau aus diesem Grund gibt es selbst den Smart ED mit 22 kW Lader. Und den #1 auch. Wenn auf eine AC-Ladesäule 30 Autos kommen, ist man froh, wenn diese mit den möglichen 22 kW laden. Gerade bei den Batteriegrößen beim Enyaq kommt auch noch der Faktor Blockiergebühr dazu.....


    Vom Standpunkt des "Häuslebauers" oder Wallbox-Nutzers reichen die 11 kW. Vom Standpunkt des Laternenparkers nicht. Einen flächendeckenden HPC-Ausbau, dass man die an jeder Ecke findet, wird es nicht geben. Das ist zu teuer. Und noch eins kommt hinzu: Der Lärm, den so ein HPC und auch das Auto beim DC-Laden macht, den will vor allem im Sommer nachts keiner vor seinem Schlafzimmerfenster oder zwischen den großen Wohnblöcken haben. Die Abwärme ist auch nicht ohne... Also sind die Aufstellmöglichkeiten eingeschränkt.

    Der Mehrpreis beim Autobau zwischen 11 und 22kW dürfte sich in engen Grenzen halten, und gerade bei den Preisregionen, in denen sich ein Enyaq bewegt, kaum groß ins Gewicht fallen.

    ....

    Zum Thema Markt sage ich nur: allen denen das nicht gefällt und die nach mehr Staat schreien, denen empfehle ich nach China oder Nordkorea auszuwandern. Nach Sachsen oder Thüringen reicht seit 1989 nicht mehr.

    Selten so einen unsinnigen, beleidigenden Mist gelesen.

    Die Forderung nach mehr staatlichen Vorgaben hat nichts mit den Gesinnungsregimen dort zu tun.

    Wohin grenzen- und regellose Marktfreiheit führen, hat man 2008/09 gesehen, sieht man als Folge der unregulierten "Globalisierung" mittlerweile überall. Selbst beim täglichen Einkauf... Und bei der derzeitigen Energiesituation. Die Politik hat auf die Wirtschaft gehofft, dass die investiert.... hat der Markt da funktioniert???

    Gab es nicht genug Förderung??? Erst vom Steuerzahler Förderungen verlangen, und dann die Energie teuer verkaufen, und die Förderungen behalten....

    Eine Vorgabe wie Jährlich 5% mehr erneuerbare wäre möglich gewesen. Stattdessen auf drängen des "Marktes" (der Industrie nach Billigst-Energie für möglichst hohe Gewinne) NorthStream 2.....

    Komischerweise (obwohl das nicht komisch, sondern traurig ist) gibt es diese Marktgläubigkeit (eher -hörigkeit) in diesem Ausmaß verstärkt bei Leuten, die den Tag damit verbringen, Geld durch Geld zu vermehren, durch welches aber nicht wirklich bleibende Werte geschaffen werden.....

    Und die sich dann gern vom Staat retten lassen, wenn der Karren gegen den Baum gefahren wurde, weil man das große Rad drehen wollte.... Siehe 2008/2009.....

    Wie wäre es, wenn man nicht nur an Zahlen, sondern an Menschen denkt? Wenn man nicht heute das Geld dorthin schiebt, und wenn diese Firma mal nicht das erwünschte Renditeziel (aber immer noch gesunde Zahlen) bringt, morgen zu einer Anderen, die mehr Gewinn verspricht?? Wobei ja heute und morgen schon langfristig wäre. "Handel" im zehntelsekundentakt für möglichst hohe Gewinne.

    Wertschöpfung geht anders.

    Geld, welches praktisch aus dem Nichts entsteht, ist nichts Langfristiges. Macht nur die Banker immer satter, bis zum nächsten Rettungsschirm.

    Da kann man echt einen dicken Hals bekommen bei solchen Aussagen mit China & Co.

    Hannes1971 Genau das, was Du schreibst, meine ich. Es wird ein Bedarf erzeugt, mit dem man möglichst viel Geld verdient. Die existenten Produkte werden eingestellt, oder nicht weiterentwickelt. Ein Sharan in elektrisch könnte zum Renner werden. Und die Kunden sind gezwungen, diese SUV-Panzer zu nehmen, mangels Alternativen.

    Und dann heißt es: Schaut mal, alles richtig gemacht von den Herstellern.

    Zur Preisgestaltung des neuen Hipster-Traums (E-Bulli) kann man nur noch traurig den Kopf schütteln. Der E-Bulli wird das neue Lastenfahrrad werden.... (Meine Einschätzung, wenn man die Typen geifern sieht, wenn das Thema darauf kommt.)

    Da bin ich nicht ganz dabei. Der Markt bietet nicht nur, was der Kunde will.

    Das Marketing sorgt für einen Bedarf, den es nicht wirklich gab. SUV von der Größe eines Panzers braucht niemand, und die würde auch keiner kaufen, wenn wir nicht diese „meiner ist größer“-Mentalität hätten. Platz genug gab es im Van. Als Zugmaschine taugt auch ein VW-Bus, oder ein starker Kombi. Beides meist günstiger als ein fetter SUV.

    Aber mit einem XXL-SUV kann der Anbieter bei überschaubarem Aufwand (etwas mehr Material) viel mehr Gewinn machen. Also werden die gepusht.

    Lasst mal den Markt machen, das sieht man, wo wir heute stehen. Im positiven, vor allem aber auch im negativen Sinn. Die Exzesse des Marktes sieht man überall. Vor- und Innenstädte voller „Panzer“, Schulen, vor denen man morgens meint, es finde eine SUV-Ausstellung statt….

    Ja, ich fahre auch kein kleines Auto, aber es gab nichts anderes im BEV-Bereich (weder in Karoq-Größe, noch einen BEV-Kombi), weil man in der Politik vor 25 Jahren die Wende ausgerufen hat, und 20 Jahre lang den Markt hat machen lassen. Seit Änderung der Rahmenbedingungen, und Vorgaben für „den Markt“ tut sich etwas. Und was tut sich? Die Panzer bekommen E-Antrieb. Abgesehen vom Opel Corsa-e, der ja ein Peugeot ist, wo gibt es „deutsche“, bezahlbare BEV??? Und das völlig unabhängig von der Ukraine-, Chip- und sonstiger Krisen. Nicht einmal Konzepte oder Prototypen existieren öffentlich.

    Der „Markt“ braucht strenge Vorgaben, sonst wird das nichts, da immer nur für die „Investoren“, die bei Pleiten nicht mit ihrem Vermögen haften, entwickelt und produziert wird.

    Vereinfacht kann man auch sagen: Der „Markt“ ist gut für die Aktionäre, sicher nicht für die Kunden.

    Komischerweise hört man nicht vom kleinwagenfahrenden Stadtbewohner: „Lasst das mal den Markt richten“, sondern primär aus der Richtung der Geldvermehrer….

    Es gibt genug potentielle Kunden, die im AH nach einem Kleinwagen fragen, der auch bezahlbar UND ein BEV ist. Antwort: „Nichts in der Pipeline“ (Smart #1 ist ein gutes Beispiel. Leistung ohne Ende, „technikoffen“ mit Spielereien, die ein Städter kaum braucht. und entsprechend teuer.)

    …..

    Dank der neuen Ampelregierung gibt es endlich ein Lobbyregister.

    Nur wird das nichts bringen, solange es keine langen Sperrfristen gibt nach dem Politikerleben.

    Auch sollten sich aktuelle Parlamentarier nicht zu viel Rat von ausgedienten Politikern holen, die in Diensten der Wirtschaft stehen.

    abgeordnetenwatch . de ist da auskunftsfreudig, was die Tätigkeiten der Ex-Spitzenpolitiker angeht….

    Sinnvoller wäre es, den Gesetzgebungsprozess dahingehend zu ändern, dass nicht die Lobbyisten mit fertigen Vorlagen kommen, die dann im Parlament durchgewunken werden….

    Jeder Besuch bei Politikern und der Grund und Inhalt desselben gehört öffentlich gemacht. Oder Lobbyarbeit einfach verbieten. Braucht es die wirklich? Der Beste oder Innovativste würde sich meist durchsetzen, nicht der mit den meisten Lobbyisten.

    Ohne diese Lobbyarbeit wären wir schon viel weiter bei den Zulassungszahlen der BEV. Da hätten die Hersteller nicht solange mauern können bei der Umstellung weg vom Verbrenner.

    Und man könnte auch ehrlich mit dem Thema Wasserstoff umgehen, Effizient ist der nämlich noch sehr lange nicht. Umweltfreundlich erst recht nicht, wenn er mit Schwerölschiffen um die Welt gekarrt wird, nachdem er mit Ölverbrennung für die Energieerzeugung oder Kohleverstromung erzeugt wurde. Oder glaubt einer an eine PV-Erzeugung des Wasserstoffs in Kanada?? Deren Wasserkraft ist auch nicht unendlich skalierbar. Aber den Wasserstoff kann dann wieder ein Großimporteur (uniper, ick hör Dir trapsen… - um ein altes Sprichwort zu nutzen) mit großem Gewinn verkaufen, um sich später vom kleinen Mann (und Steuerzahler) retten zu lassen.

    Aber die Ampel verkauft den kommenden kanadischen Wasserstoff schön als grüne Energie….. Diverse Mitglieder unserer Ampel haben jahrelang mehr Mittel und einen richtigen Anschub für eine europäische Industrie zur Produktion erneuerbarer Energieanlagen blockiert. Anstatt die Produktion von PV und Windkraft in Deutschland (mit überschaubaren Mitteln) zu halten und auszubauen, gibt man jetzt gigantische Mittel aus, um sich „freizukaufen“. 200 Milliarden (und das wird nicht das letzte Rettungspaket sein), wieviele PV-Anlagen hätte man an Dachbesitzer verschenken können, wieviele Windräder gratis aufstellen…… Und auch das eine oder andere Pumpspeicherbecken, kleinere, dezentrale Wasserkraftwerke etc. fördern…

    Noch im Dezember hat Scholz NorthStream als „privatwirtschaftliches Projekt“ bezeichnet, in den Vorgängerregierungen war er an der Entwicklung und Realisierung des Projektes auch indirekt beteiligt, zumindest hat er nicht auf Alternativen gesetzt, weil ja Gas so billig ist…. Heute behauptet er, er hätte schon lange gewusst, dass sich Deutschland damit erpressbar macht….. (Der „daran hab ich keine Erinnerung…….“- Kanzler)

    Und dann soll ein Lobbyregister helfen?? Uniper & Co. werden nicht nur einmal durch die Abgeordnetenbüros gewandert sein, und dies auch weiterhin tun.


    Nicht persönlich nehmen, Tabo , beim Thema Lobbyismus werde ich gern mal etwas direkter.

    Weder ja, noch nein. Es gibt Raststätten, da sind die Piktogramme schon da, aber blöderweise in einer Reihe mit allen anderen Piktogrammen, es gibt Schilder, da ist ein Aufkleber zusätzlich draufgeklebt, und es gibt auch noch welche, ganz ohne Hinweis auf vorhandene HPC, obwohl da welche sind. Das entwickelt sich…..

    Über die Darstellung kann man wirklich den Kopf schütteln. Bei LPG und Erdgas steht wenigstens LPG und CNG dran, aber für ein E, oder eine andersfarbige Kennzeichnung hat es nicht gereicht.