Das hat aber auch einen - für mich nicht unerheblichen - Nachteil:
Es sieht alles gleich aus. Die Optik der „Instrumente“ ist doch Teil der Markenidentität.
Für das „Neue CarPlay“ werden alle Autos gleich groß dimensionierte Displays brauchen. Apple (bin selbst durchaus Apple Fan) wird es den Firmen nicht erlauben, die Optik zu verändern. Apple weiß schließlich am Besten, was für den Kunden gut ist, wie man bei jedem Software-Update merkt. Man wird immer mehr eingeschränkt. Wenn Apple denkt, Du brauchst dies oder das nicht, kommt auch das eine oder andere lieb gewonnene Feature weg. Ich mag mein iPhone, meine iPads und MacBooks sehr. Aber beim Auto sollen sie da bleiben, wo sie jetzt stehen. Es ist doch nicht unwahrscheinlich, dass dann ein Abo-Zwang, kommt, um das „neue CarPlay“ zu nutzen. Apple ist kein Samariter-Verein. Die wollen das monetarisieren.
Und dann hat man vom Autohersteller noch eine rudimentäre Tempoanzeige, weil die ja vorgeschrieben ist. Nein Danke.
Ich sehe es beruflich schon, dass alle Fahrzeuge -auch um Ausbildungskosten zu sparen- den gleichen Führerstand haben. Man kann kaum unterscheiden, fahre ich jetzt eine 40 Meter Regional-S-Bahn oder einen 150 oder 200 Meter langen Doppelstöcker. Bei den „richtigen Loks“ ist es ähnlich. Einheitsführerstand. Macht keinen Spaß. Alles gleich. Ist wie 30 Jahre Käfer oder 40 Jahre Trabbi.
Wenn ich mich bewusst für eine andere Marke oder ein anderes Auto entscheide, will ich das im Alltag sehen. Und das auch im Dunkeln.
Schließlich machen die BEV-Nähmaschinen alle das Gleiche: Beschleunigen wie am Gummiband. Und soooooo große Unterschiede beim Fahrverhalten haben die „Brot- und Butter- Autos“ ja auch nicht mehr.
Wenn ich zum Schluss dann auf das Logo am Lenkrad schauen muss, ob ich einen China-Kracher oder einen Macan fahre, haben wir einen totalen Einheitsbrei. Ist das erstrebenswert?
Achtung! Das ist meine persönliche Einstellung zu „alles an Apple oder Google auslagern.“