Ich stell‘ mir das dann so vor:
Ab 09.30 steht dann an den HPC an jedem „Kabel“ jeweils ein „Tibberling“ (Awattarer, wie auch immer), und blockiert dann mit dem Stecker in der Hand, wartend wie bei der Formel 1, die Säulen, weil um 10.00 der Strompreis fällt.
Und der Komfortkunde muss dann extra noch warten, weil er mit SoC 0 laden MUSS.
Schöne neue Welt.
Wieder ein Argument pro BEV…
Das Sptzenlastszenario zu den Hauptreisezeiten wird man so auf keinen Fall entspannen. Um einen Netzausbau, der Reserven zur Verfügung hält, und nicht auf so etwas angewiesen ist, wird man nicht herumkommen. Wenn man LKW-Ladeparks auf den Parkplätzen schaffen will, und diese die dynamischen Preise nutzen, dann stehen auch alle LKW zeitgleich an den Säulen. Für einen Spediteur machen 2 ct/kWh noch viel mehr aus, als für den BEV-Normalo. Und dann braucht es Netzkapazität. Oder wie willst Du mehrere GWh auf einem Parkplatz zwischenspeichern? Der Netzanschluss muss auch die Aufladung der Pufferakkus hergeben. Und zeitgleich das Laden an den HPC, für LKW und PKW.
Und: Was passiert mit den dynamischen Strompreisen, wenn alle gleichzeitig die „billigen“ Zeiten (LKW primär in den Nachtstunden, tags nur das Nötigste wegen des Zeitverlustes) nutzen? Dann ist Bedarf da, und der Preis steigt.
Ein Netzausbau (auch mit leistungsfähigen dezentralen Speichern), der zukünftige Dauer- und auch Spitzenlasten stemmen kann, wird nicht zu umgehen sein. Alles Andere ist nur herumdoktern an Symptomen, nicht die Beseitigung der Ursachen.
Sonst muss man eben genau das machen, was man wohl kaum will: Ladeleistungen drosseln, und weitere Argumente gegen die batteriebetriebene Mobilität und den elektrischen Transport liefern.
Und einfacher -um den Bezug zum Thema zu schaffen- machen solche Tarife das Ladepreiswirrwar sicher nicht.