Fast fichtig, Android Auto ist das, was bei Apple CarPlay ist. Was du meint ist Android Automotive (AAOS). Und ja da muss man schon einiges an Arbeit hinein stecken, damit aus dem Grundkonzept auch ein gutes und für den Kunden nutzbringendes System wird (zumindest fürs Infotainment, denn dafür ist es mal primär gedacht).
Nur ist das Android Automotive erst einmal als nacktes System kein Betriebssystem bei dem Google die Daten abgreift. Im Gegenteil, es läuft als Open Source und ist dadurch beliebig nach eigenem Ermessen und Fähigkeiten anpassbar.
Wo Google dann als Nutzer der Daten ins Spiel kommt, wenn zusätzlich zu Android Automotive noch die Google Automotive Services (GAS) ins Spiel kommen. Die benötigen eine Lizenzvereinbarung mit Google und bringen dann unter anderem den PlayStore ins Infotainment.
Hier gibts eine schöne Übersicht wer aktuell was einsetzt: https://en.wikipedia.org/wiki/Android_Automotive.
Ja, ich meinte Android Automotive. Schreibfehler.
Und es wird zum Daten saugen genutzt. Nicht unbedingt primär für Nutzerdaten, sondern für Fahrzeugdaten. Natürlich nur zur Verbesserung des Systems…
Deshalb entwickeln ja diverse Hersteller eigene Systeme. Google stellt das System nicht zur Verfügung aus reiner Freundlichkeit. Es ist schon gut, wenn sich Hersteller dagegen sträuben. Nur ist es leider so, dass da die „Kriegskasse“ nicht groß genug oder die Bereitschaft zu klein ist, schnell ein richtig gutes System zu bauen. Die Begeisterung vieler darüber, dass sich der VW-Konzern in Richtung Android-Automotive bewegt, hält sich bei mir in engen Grenzen. Zumal das Problem von gefühlt 2 Millionen Steuergeräten, die nicht nach Standards „miteinander reden“ damit nicht gelöst wird.
Die Vorbehalte, sich von 2 big playern abhängig zu machen, sind nicht unbegründet.
Dass es auch ohne -und das noch ziemlich gut- geht, zeigt doch Mercedes.
Und dann sind da noch die Kunden, die gleich begeistert auf den Zug aufspringen nach dem Motto: Ich kenne das vom Handy, muss nicht denken.
Und dann genügt eine „Trump-Attitüde“, und die Autos sind kaum noch (oder gar nicht) nutzbar. Im Handybereich gab es das schon.
Die Nutzerdaten stellen die Kunden dann „freiwillig“ zur Verfügung, wenn die Systeme nicht mehr ohne google-Konto zu nutzen sind.
Oder ganz ohne Not (Habe ich letzte Woche erst wieder erlebt, als ich auf Wunsch so ein China-Bildschirm-Android-Autoradio in einem alten Peugeot installiert habe. Der wollte unbedingt sein google-Konto aktivieren. Als ich fragte, wieso, das läuft doch auch ohne, googleMaps geht auch so, kam die Antwort: Na, da ist doch so ein Button: „Anmelden“….)