Das mit der schnelleren (eventuell sogar schnellsten) am Markt erhältlichen Hardware ist ganz gut und schön.
Trotzdem gelingt es den Softwareentwicklern immer wieder, ihre Systeme, Apps usw. innerhalb kurzer Zeit so weit aufzublähen, weil man noch dieses Blinken, jene Animation, den Effekt etc. einbauen muss, nur um zu zeigen, dass man es kann. Der Marketingmann sagt dann: Geil, macht den Kunden im Showroom heiß, mehr davon. Und schon ist die Hardware wieder am Limit. Das ist doch nicht nötig.
Das ist beim Handy so, beim Laptop/PC ebenso wie bei Spielen. Und würde beim Auto nicht anders.
Die geplanten „in Car Stores“ zielen genau darauf ab. Spiele und Entertainment für die Ladeweile, den Stau, die Kids auf der Rückbank etc. Sobald man damit Erfolg hat, kommt davon mehr und mehr und noch mehr. Wie potent will man die Hardware auslegen, um da zukunftssicher zu sein?
Ein schlankes System läuft auch lange auf „älterer“ Hardware. Gerade irgendwelche Einblend- und Überblendeffekte, auf die man z.B beim Enyaq beim ersten Aufrufen unnötig lange warten muss: Was soll das? Wozu muss sich das Auto „aus der Dunkelheit“ hereinbewegen, wenn man das Lademenü anzeigt. Alles unnötig. Ein statisches Bild reicht auch.
Und das sind die Sachen, die in der Alltagsbedienung nerven. Genauso wie die unseligen Touchgedönsbedienelemente. Das geht ohne, und würde dann nicht darauf angewiesen sein, dass „Steuergeräte“ per Softwareschnittstelle miteinander reden.
Klar schreit der Softwareentwickler nach immer potenterer Hardware. Verständlich. Aber wie wäre es mit Entschlacken von im Auto unnötigen Sachen?
Auch müssen die Zulieferer viel mehr in das Gesamtsystem Software eingebunden werden, damit es nicht immer wieder passiert, dass die Systeme nicht richtig „miteinander reden.“
Oder man geht wirklich den Weg Tesla, wo es einem so vorkommt, als klöppelte man eine Autofirma und deren Produkte um eine Software herum. Ob das gut ist?