Beiträge von Speicher

    Sagt mal, heizt der Akku eigentlich die Wallbox vor, wenn das Ladekabel drinsteckt, ich NICHT vorklimatisiere oder lade, aber Ladeorte programmiert habe?

    Ich frage für einen Freund. :D

    Ja, tut er mit der Differenzleistung der Maximalleistung der Wallbox zu der durch die programmierte, versetzte Ladung erreichte Reduktionsleistung, welche sich aus dem Quadrat der dritten Wurzel der Summanden der eingestellten Uhrzeit ergeben, sofern Du dabei die Quadratur des Kreises beachtest (Wichtig: Uhrzeit nur! rechtsdrehend einstellen). Sonst nicht, ausser es ist ein Schaltjahr.

    Die erreichte Temperatur der Wallbox ist jedoch stark herstellerabhängig. So heizen die skandinavischen Wallboxen eher auf höhere Temperaturen (Achtung: Finnische Wallboxen vorher auf deaktivierten Saunamodus prüfen!). Leider habe ich zu wenige Wallboxen hier für einen ausführlichen Test.

    Vielleicht wird es ja irgendwann eine "Camping-Mode" geben, wie ihn Speicher sich wünscht. Ich würde das jedenfalls auch sehr cool finden.


    Enyaq iv 80x bestellt 07.02.22

    Es gibt allenfalls einen Trick...ich werde ihn bald zuerst testen und wenn das klappt...wird es deutlich einfacher *geheimnisvoll*

    FoG was mir gerade noch in den Sinn kommt. Warum kann er bei 90% die Energie nicht speichern? Bis unten am Berg lädt er 2-3%, ist dann also ingesamt auf max. 93%. Dann hätte er ja immer noch Luft.

    Du bemerkst die eingeschränkte Ladeleistung der Batterie am "gekürzten" blauen Balken in der Anzeige. Dort wird bei 90% Batteriestand am linken Ende ein Teil grau dargestellt. Bei 90% sollte dies ca. 1/3 oder gar 1/2, ich weiss es grad nicht mehr genau. Hinzu kommt im Winter die niedrige Temperatur der Batterie, die die Leistung beim Laden weiter einschränkt (je nach Temperatur ebenfalls bis zu 1/3).


    Da Du nur mit dem Heckmotor rekuperieren kannst, beträgt die theoretische maximale Rekuperation die Leistung dieses Motors im Generatorbetroeb, also beim 80x 150kW. In meinen bisherigen Beobachtungen ist jedoch wie beim Laden an DC bei ca. 125-135kW Schluss (Modus B + Bremspedal).

    Wenn Du nun auf 90% lädst und eine Einschränkung von 1/3 auf diese Leistung hast, dann bleiben noch ca. 80kW maximale Rekuperation und dies nimmt mit zunehmender Bergabfahrt weiter ab, da Du ja lädst und die Batterie noch voller wird.

    Das entspricht in etwa der Rekuperationsleistung von Stufe 3 in Modus D (Stufe 1 = 25kW, Stufe 2 = 50kW, Stufe 3= 75kW) und geht langsam Richtung Stufe 2.

    Dies ist eine eher geringe Bremsleistung, insbesondere wenn Du einen Alpenpass bei uns in CH herabfährst. Du merkst es daran, dass der Wagen weiter beschleunigt, selbst wenn Du in Stufe 3 oder Stufe 2 rekuperierst.


    Nun kannst Du selbst testen bzw. beobachten ob die Bremswirkung von Stufe3 oder Stufe 2 auf dem Passt ausreichen würden.

    ...wenn die Bremswirkung davon nicht reicht, greifen die mechanischen Bremsen. Wenn diese immer heisser werden, so setzt der ENYAQ zur Entlastung auf erhöhte Bremswirkung durch Rekuperation. Da Energie nicht "verpuffen" kann im Nichts, muss er diese zusätzliche elektrische Energie abführen bzw. umwandeln = Er beginnt daraus Wärmeenergie durch die Heizung zu erzeugen.


    Schau Dir mal die beigefügte Grafik an. Sie zeigt die Korrelation von maximaler Ladeleistung (angegeben in Ampere) und State of Charge (in Prozent) der Batterie meines 80x. Leider habe ich auf die Schnelle kein Diagramm mit einem höheren SoC als 80%. Dein 80x hat eine Batterie mit einer Ladespannung von 408V -> gemäss P = U * I ergibt sich daraus bei 80% -> 408V * 220A = 89760 Watt oder ca. 90kW maximale Ladeleistung. Am DC-Lader erhälst Du bei 80% nur noch 65kW. Bei 90% ist es noch deutlich weniger.


    Angst davor zu haben, den Akku zu überhitzen, musst Du hingegen nicht. Einerseits wird dies durch Deinen ENYAQ kontrolliert und gesteuert. Zudem hat er ein Thermo-Management, dass nicht nur heizen sondern auch kühlen kann (allerdings soweit ich weiss ohne aktiven Kühler) und selbst bei einer 1000hm Abfahrt wird der Batterie nur mässig warm. Und selbst wenn Du das Bremspedal betätigst, entscheidest nicht Du sondern Dein ENYAQ darüber, ob er mechanisch bremst oder rekuperiert.

    Als Beispiel hier: Wenn Du mit 10% SoC an einen Schnell-Lader fährst und bis 80% lädst, sagen wir in ca. 35 Minuten, so wird die Temperatur Deiner Batterie insbesondere im Winter nicht viel über 40°C steigen. Und das auch nur, weil der ENYAQ zu Beginn des Ladens noch mit dem Thermo-Management mithilft. Ansonsten wäre bei ca. 30-35°C Schluss. Und hier werden permanent hohe Ströme von 300-500 Ampere oder 125kW Leistung (natürlich abnehmend mit sich füllender Batterie) auf die Batterie gegeben. Das erreichst Du beim herunterfahren vom Alpenpass nicht, weder in der Zeit noch in der Leistung.


    Hoffe es hilft Dir ein wenig weiter. Wünsche weiterhin energiegeladene Bergabfahrten, denn hier macht E-Mobilität richtig Freude :)

    Liebe Grüsse vom Speicher


    (P.S.: Ich glaube, eine Video-Idee ist soeben entstanden. Hier kann wirklich noch einiges "aufgeklärt" werden)

    Da hat Dich die Temperatur der Batterie im wahrsten Sinne des Wortes "kalt" erwischt. Dies passiert bei SoC 5% oder weniger, wenn Du den Wagen abstellst und die Batterie auskühlt. Danach ist rote Schildkröte angesagt.

    Bei einem solch niedrigen SoC und kalter Batterie ist eine starke Belastung der Batterie nicht mehr möglich und zum Schutz wird dann die Leistung begrenzt. Hier hilft nur noch laden.

    Der Heizkreislauf wird hier nicht mehr aktiv, da der Verbrauch dafür zu hoch wäre.


    Nach meinem Wissen (und das ist hier sehr löchrig), gilt für ENYAQ bis KW25/26 2021, sprich MJ21 hinsichtlich Batterieheizung 8°C Temperatur...ab dort oder niedriger wird die Batterie gewärmt.

    Für MJ22 bis KW2/22 gilt hier 0°C...für KW2/22 mit SW3.0 hab ich keine Ahnung was Skoda gebacken hat.

    Das Thermo-Management beim ENYAQ ist auch ein sehr interessantes Betätigungsfeld...denn so ganz plausibel und vollständig nachvollziehbar erscheint mir das System nicht. Entweder weil ich zu blöd bin es zu begreifen oder weil meine Testdaten nicht stimmen oder weil es wirklich etwas kurios ist.


    Es wäre noch spannend herauszufinden ab welcher Temperatur bei <=5% die rote Schildkröte sprich Begrenzung aktiv wird und ab welcher Temperatur dies nicht der Fall ist...oder ob bereits das "Abstellen" des Wagens ausreicht (sprich anhalten, ausschalten und direkt wieder einschalten).

    Feldforschungsfreiwillige vor :) Hach, es gibt noch so viel zu erforschen in den unbekannten Weiten des ENYAQversums...und dank des schweigsamen Orakels in Mlada Boleslav wird uns hier die Materie nie ausgehen :D

    Unser Mitglied Speicher hat in einem Video erklärt, wie sich das mit Brutto-/Nettokapazität verhält. Die Akkus sind sowohl nach oben als auch nach unten geschützt. 0% im Display ist ebenso irreal wie 100%. Nach beiden Seiten ist „Luft“ um vor Überladung bzw. Tiefentladung zu schützen.

    Matthias Speicher arbeitet wohl beim größten VW-Importeur in der Schweiz. Ich vertraue seinen Aussagen, zumal er seine ganzen Videos bisher privat ohne Sponsoring und Werbung macht.

    BMS und SoC

    Nun ja, das ist bei jedem heutigen E-Auto so...alles andere wäre viel zu riskant für die Hersteller hinsichtlich Garantieansprüchen und Kundenzufriedenheit (Manchmal muss man eben den Kunden vor sich selbst schützen). Jedes Batterie-Management-System in den E-Autos kümmert sich auch um das Verhindern solcher extremer "Ladezustände". Dies ist unter anderem auch die Aussage von Prof. Maximilian Fichtner, wohl einem der bekanntesten Batterieforscher auf Youtube vom Helmholtz Institut in Ulm (der vormals jahrelang in der Wasserstoff-Forschung war) und steht so beispielsweise auch im Lehrbuch "Grundlagen der Elektromobilität" von Martin Doppelbauer vom KIT Karlsruher Institut für Technologie der dies in seiner Vorlesung "Elektrische und hybride Antriebe" für den Studiengang Fahrzeugtechnik so weitergibt.


    ENYAQ und 20-80% Empfehlung

    Die genauen Werte kenne auch ich nicht für den ENYAQ, aber rein rechnerisch 77kWh zu 82kWh und auch die per OBD2 Adapter ausgelesenen Daten (SoC BMS vs SoC Display) lassen diesen Rückschluss zu von 3-5% "Marge". Einen Selbsttest mit dem Weiterfahren nach 0% SoC-Display habe ich jedoch bisher nicht gemacht, insofern weiss ich nicht, bis wieweit SoC-BMS leergefahren werden kann. Ich würde vermuten nicht unter 0%, da die Tiefentladung unbedingt vermieden werden muss. Bei Ladezustand 100% SoC-Display ist gemäss OBD-Adapter und SoC-BMS bei meinem Test 96% tatsächlich in der Batterie gewesen.

    Die Herstellerangabe 20-80% ergibt sich aus einer für den Kunden verbesserten Lebensdauer der Batterie, denn generell gilt: Je niedriger der "Hub" zwischen zwei Ladezuständen, umso schonender für die Batterie.

    Da die Garantie auf 8 Jahre und 70% Restkapazität lautet und Hersteller dazu neigen sich bestmöglich abzusichern, wird sich diese Grenze auch bei "Extremladen" (nur DC-Charger, immer 5-100% etc.) kaum erreichen. Weil Kunden sicher auch schon verärgert sein werden, wenn die Kapazität unter 90% fällt, wird ihnen schonenderes Laden empfohlen.


    Batterie ENYAQ

    Für technisch tiefer Interessierte (das Video zum Thema Batterie habe ich noch nicht geschafft zu erstellen):

    ENYAQ hat Pouchzellen, diese sind in Packs angeordnet, diese wieder in Modulen und diese machen dann die "Batterie" aus

    Verbaut ist die LG Chem LGX E78 NCM712 mit 78Ah und 3.65V (3.67V)

    Im iV60 sind 9 Module, je Modul 24 Zellen, davon 12 in Serie und 2 parallel geschaltet (12s2p), somit 108s2p (da 9 Module), ergibt 216 Zellen, Ladespannung sollte demnach 459V sein, Nominalspannung 396V und Entladespannung 270V

    Im iV80(x) sind 12 Module, je Modul 24 Zellen, davon 8 in Serie und 3 parallel geschaltet (8s3p), somit 96s3p (da 12 Module), ergibt 288 Zellen, Ladespannung sollte demnach 408V sein, Nominalspannung 352V und Entladespannung 240V

    (Lade- und Entladespannung könnt ihr mit einem OBD2 Adapter selbst auslesen, z.B. via carscanner: Steuergerät 8C.BMS -> Maximum charge voltage & Minimum discharge voltage...somit kann ich bestätigen dass diese rechnerischen Werte obenstehend stimmen für den iV 80x)

    (Zur Info: in Serie geschaltet erhöht sich die Spannung, Parallel geschaltet die Kapazität, somit würde gelten der iV60 hat 156Ah und der iV80(x) 234Ah. Dies wiederum deckt sich mit einem Video von "munro" wo er die grosse ID4 Batterie offen hat und auf einem Etikett 234Ah zu lesen ist).


    Matthias Speicher & Youtube

    Ja, ich arbeite bei der amag AG, dem Generalimporteur für die VWGroup in der Schweiz und somit auch für Skoda, im Bereich Corporate Services/Informatik. Mein Youtube-Kanal ist rein privat und steht nicht im Zusammenhang mit meiner Arbeitgeberin*. Eine Zusammenarbeit mit Skoda (egal in welchem Land) erfolgt auch nicht, ebenso kein Sponsoring oder Unterstützung. Der in den Videos gezeigte rote ENYAQ iV ist mein privat gekauftes Fahrzeug mit dem ich tun und lassen kann was mir gefällt. Dies erlaubt mir frei, unabhängig und ehrlich zu berichten, filmen und erzählen. Dabei erhebe ich selbstverständlich weder Anspruch auf Richtigkeit noch auf Fehlerfreiheit. Auch ich habe die Weisheit nicht mit Löffeln gefressen noch bin ich ein ausgebildeter Experte für Elektromobilität oder Elektrotechnik. Als interessierter Laie mit einem Faible fürs Filmen und Erklären gehe ich einem Hobby nach, das scheinbar auf Interesse bei anderen stösst.


    *Eine geringfügige Ausnahme ist das Video "Ein ENYAQ im Engadin", in welchem ich explizit angebe, dass mir der ENYAQ im Rahmen eines Mitarbeiterprogramms "Electric4All", auf das sich jeder Mitarbeitende bewerben konnte, für 2 Wochen zum testen gestellt wurde und danach zurückgegeben werden musste. Das Video habe ich dennoch privat erstellt.


    Beste Grüsse und bleibt energiegeladen :)

    Wahrscheinlich ist Speicher wieder in seinem Eny eingeschlafen. :sleeping::sleeping::sleeping:

    Nein, ist er nicht :)

    Er ist mit seiner Frau direkt im Anschluss noch zum Wocheneinkauf gefahren.

    Das Auto ist nach 30 Minuten ausgegangen...habe die letzten 2 Minuten davor gewartet...zack...ende


    Versuchsaufbau war:

    1) Einsteigen, einschalten, hinter dem Rücken anschnallen

    2) Gurt eingesteckt lassen, eingeschaltet lassen, Schlüssel drin lassen, Aussteigen, Alles blieb an (auch die Heizung)

    3) Nach 28 Minuten wieder zum Auto, noch an, 2 Minuten später, aus

    schaue deine Videos echt gern, aber diesmal war es üüüberhaupt nicht mein Thema :-/ nächstes Mal wieder

    Das verstehe ich, es ist ein spezielles Thema und nicht für alle Zuschauern interessant. Ich versuche einen bunten Mix aus allem zu bieten, was für uns ENYAQ-Fahrer:innen spannend sein könnte. Es kommen auch wieder andere Videos von Roadtrips, Tipps & Tricks #2 ist auch in den Startlöchern und ich arbeite intensiv an zwei kleinen Mini-Serien rund um E-Mobilität, Nachhaltigkeit und Stromnetz etc. Da werde ich erstmals auch von einem richtigen Experten unterstützt (und auch von einem regionalen Stromanbieter hinsichtlich Drehorten etc.). Ja, da wird dann auch das Unternehmen erwähnt etc. aber keine Sorge, ich werde nie Teil der Juice-Booster-Drückerkolonne. Wenn ich Unterstützung bekomme oder Produkte zeige, dann nur, weil es in das Video hineinpasst...und wo es nicht passt, da sieht man es auch nicht.

    Meine Botschaft: Die Ideen gehen mir nicht aus. Auch wenn nicht jede Woche für jeden etwas dabei ist :)

    gibt es YT auch sowas wie stalking? ;)

    Wen möchtest Du stalken? Oo

    Speicher

    Vielen Dank für das tolle Übersichtsvideo. Ich hoffe, die CarScanner-Macher implementieren noch eine DB Schnittstelle nach Influx oder ähnlichem. Der derzeitige Export-Weg erfordert doch schon einiges an Enthusiasmus.

    Ja, das wäre super wenn wir hier etwas unterstützt werden. Da die Autoren vom Handbuch mit dem Dev in Verbindung stehen, bin ich hier sehr guter Dinge. Mir wäre eine DB-Anbindung auch am liebsten...besser als Excel, besonders für Langzeitmessungen :)