Beiträge von herrnik

    VW, Mercedes und Co haben sich verzockt. Stelantis und BWM haben es richtig gemacht. Alle Antriebskonzepte können auf einer Linie / einem Werk hergestellt werden --> Gute Auslastung

    VW: Eigenes Werk für Verbrenner und ein anderes für E-Modelle. Jetzt steht die Auslastung der E-Auto-Werke bei teils weit unter 50%. Das rechnet sich nicht. Also muss gekündigt werden.

    Ganz so einfach ist es nicht.
    Siehe Tesla Werke weltweit, oder chinesische Werke: Dort ist auch alles auf E-Modelle ausgelegt. Von "verzockt" kann dort auch keine Rede sein.

    Die großen Fehler wurden bei VW ja nicht nur auf Seiten der Elektromobilität gemacht (und dort auch nur bei der Kernmarke und bei der Modellpolitik), sondern genauso schwächeln gerade die Verkäufe bei Verbrennern. Vor allem das China-Geschäft ist für VW und Mercedes gerade stark rückläufig, da muss man als Hersteller eben dementsprechend reagieren.
    Dass nun die Firmen angelaufen kommen und wieder um Hilfe vom Staat betteln, ist doch das eigentliche Problem. Und dann als "Entschuldigung" ins Feld führen, dass ja die Kunden keine E-Autos wollen (die eigenen Modelle wohlgemerkt, andere sind durchaus gefragt).

    Anders läuft es zum Beispiel in Schweden: Northvolt ist gerade finanziell in Nöten, und hat auch den Staat um Hilfe gebeten. Dort sagt die Regierung eindeutig: Nein.
    https://eulerpool.com/en/news/…loses-rescue-of-northvolt

    Hier eine sehr empfehlenswerte Talkrunde vom MDR zum Thema "VW in der Krise. Können wir noch Auto?".
    Prof. Bratzel erläutert, wer Schuld sei an der Krise bei VW:
    - 60 % VW Management

    - 40 % politische/wirtschaftliche Rahmenbedingungen

    Der Betriebsrat von VW nennt dann einen Grund, warum die E-Autos so schlecht verkauft werden: FDP.

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    Punkt 2 und 4 ist doch auch mit Aufklärung zu bewältigen.
    Lademöglichkeiten sind genug vorhanden, am Preisdschungel und der einfachen Bezahlmöglichkeit hapert es eher.
    Zumindest für die meisten Fahrzeuge der Mittel- und Oberklasse ist ein vergleichbares BEV bezahlbar verfügbar (wenn man die Gesamtkosten betrachtet, wie der ADAC in seiner Vergleichstabelle, und nicht nur einseitig den Anschaffungspreis betrachtet).

    goofy1966 Natürlich ist der Einstieg in die E-Mobilität leichter, je weniger Hürden es gibt.

    Und wenn man Tanken und öffentlich Strom laden vergleicht, existieren eben wie dargestellt mehrere Hürden beim Laden:

    1. keine Preistransparenz an der Ladesäule

    2. Ladedschungel durch Abo-Modelle und Vielzahl an Anbietern

    3. Hohe Preisunterschiede von zum Teil über 100%, welche sich allein aus marktwirtschaftlichen Gründen nicht erschliessen (die Qualität des Stroms ist überall dieselbe)

    Alle diese Hürden sind beim Tanken nicht vorhanden.


    Und dann zu behaupten, ein bis zwei Apps würden genügen, und man sei schon beim gleichen Nutzererfahren wie ein Tankstellennutzer ist einfach falsch. User experience zeichnet sich dadurch aus, dass ich nicht erst eine App laden muss, und ein Zahlungsmittel hinterlegen muss, und mich noch für eine Vielzahl an Abomodellen entscheiden muss, alles in der Sekunde, wo ich eigentlich nur Strom laden will (ohne dabei abgezockt zu werden)!