Beiträge von herrnik

    Warum tut es Tesla mit seiner Ladeinfrastruktur?

    Warum tut es Ionity mit seiner Ladeinfrastruktur?
    Die halten sich elegant raus aus dem ganzen Roaming-Wucher.

    Das Argument mit "aber ein Anbieter zwingt die anderen etwas zu tun" stimmt in einer freien Marktwirtschaft schlicht nicht.

    Damit haben sie (EnBW) alle anderen Ladekartenabbieter zu hohen Preisen im Roaming gezwungen. Diese versuchen Verluste zu vermeiden, auch wenn sie aufgrund weniger Ladepunkte bei eigenen Säulen durch dieses Preiskonzept keine wirklichen Marktanteile gewinnen können.

    Den Punkt verstehe ich nicht:

    Die anderen Ladekartenanbieter sind keinesfalls gezwungen, hohe Roamingpreise für das B2B Geschäft zu verlangen. Sie können zwei Alternativen wählen:

    1. Die Kosten für Fremdladen quersubventionieren (also demjenigen CPO - charge point operator, der hohe B2B Preise verlangt wie in dem Fall EnBW, einfach den Preis zahlen den er verlangt, dafür aber den eigenen Kunden einen Bonus auf diesen Preis zu gewähren)

    2. Diejenigen CPOs, welche zu hohe B2B Preise verlangen (und die Option1 auch nicht in Frage kommt), einfach nicht ins eigene Ladenetz mit aufnehmen.


    Ich weiß, Option 1 wird für viele kleine Ladeanbieter nicht durchführbar sein, aber andere große wie Aral Pulse, Shell, etc. hätten durchaus die Option gehabt.

    @GiMichael Das sieht so aus, als ob Netzentgelte der Hauptkostentreiber wären für deine lokalen Tibberkonditionen.


    Da wäre es noch interessant herauszufinden, ob der lokale Netzbetreiber ab April variable Netzentgelte nach 14A anbietet, und wie dann die Rechnung aussieht (mit Tibber und variablen Netzentgelten).


    Details hier:

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    Was soll der Markt denn beim Strompreis regeln?

    Jeder braucht Strom, ausweichen ist seit Ukraine-Krieg beinahe unmöglich.

    Diese Aussagen sind zu pauschal. Welcher Strompreis ist hier gemeint, Börsenstrompreis, Haushaltsstrom, Strom für öffentliches Laden?

    Jedenfalls in Deutschland gilt:

    • Börsenstrompreis wird durch Merit-Order-Prinzip bestimmt und damit ganz essentiell von Angebot und Nachfrage (es gilt jedoch eine spezielle Preisbindung nach dem letzten Kraftwerk)
    • Beim Haushaltsstrom kann ich über variable Tarife schon heute am Börsenstrompreis teilhaben, in Zukunft sogar mit Par.14a auch an variablen Netzentgelten
    • Beim öffentlichen Ladestrom gilt auch ein Marktprinzip, allerdings sind die negativen Auswirkungen des freien Marktes voll sichtbar (versteckte Zusatztgebühren, fehlende Preistransparenz, hohe Preisunterschiede für ein und dieselbe Leistung)

    Wie Habeck schon sarkastisch sagte: Man soll als E-Autofahrer „intelligent laden“, dies wird einem jedoch nicht immer einfach gemacht.


    Was lässt sich verbessern?

    Mehr auf wirklich gute Angebote hinweisen (die gibt es).

    Den Preiswucher eindämmen (durch Einschreitung seitens Kartellamt oder Bundesnetzagentur).

    Meiden von hochpreisingen Angeboten und Unterstützung kleiner Ladenetzwerke.

    Die Frage der Umstellung auf eMobilität wird sein:

    - Wird man mehr oder weniger gezwungen(..)?

    - Wird man mehr freiwillige Wechsler finden? (Hier müsste die Medienarbeit positiver darüber berichten.


    Das ist eines der zentralen Probleme in Deutschland: Die Medienarbeit.


    Bei Karen Miosga durfte Herr Haseloff (immerhin Ministerpräsident) unwidersprochen über die Emobilität herziehen und hat wieder von einer angeblichen „Ideologie“ der grünen Bewegung gesprochen. Dann wieder das unsägliche „Verbrennerverbot“ (welches keines ist) und die Technologieoffenheit als Totschlagargument. Dabei hat er verkannt, dass die aktuellen Absatzprobleme von VW nicht an einem zukünftigen Verbot fossil betriebener Fahrzeuge ab 2035 in der EU liegen.


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    Viele Länder und Städte in Lateinamerika planen eine Dekarbonisierung ihrer Flotte.


    Beispiele:

    Ich frage mich ehrlich gesagt immer, wo diese vollmundigen Aussagen, "überall in der Welt kommt die E-Mobilität gut an, nur in Deutschland nicht" herkommen.

    Ich kann mir in sehr vielen Ländern, wenn man sich dort das Stromnetz usw anschaut, nicht vorstellen das es Ladeinfrastruktur gibt.

    Aber vielleicht irre ich mich da ja auch.

    Einfach umschauen.
    Die Transformation findet überall statt, wer das nicht sieht ist kurzsichtig.

    Beispiel Thailand

    • Traditionelle japanische Autobauer die in Thailand produziert haben ziehen sich zurück (Subaru, Suzuki)
    • Toyotas Marktanteil lag bei über 80% bis 2022, nun fällt er rapide
    • Die bestehenden Werke werden von chinesischen Autobauern (BYD, GWM) gekauft
    • Die neuen elektrisch betriebenen Fahrzeuge sind hochbeliebt, es werden aber zu wenige Modelle von den traditionellen Anbietern auf den Markt gebracht


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    Wieso hat das Model Y von Tesla so zulegen können? Hab gerade geschaut - preislich war da jetzt nicht das Angebot dabei, das für mich die hohen Verkaufszahlen ergeben würde.

    In der ersten Jahreshälfte war das Tesla Model Y regelmäßig Monatssieger der Modelle. Das lag vermutlich daran, dass der Bedarf hoch war und Tesla liefern konnte. Erst ab der zweiten Jahreshälfte lagen regelmäßig andere Modelle vorne (z.B. häufig der Enyaq), konnten jedoch den Vorsprung vom Model Y nicht wettmachen.

    Siehe auch nextnews vom letzten Freitag:

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    Die waren es auch, die den Rückgang des Gesamtmarkts 2024 besser eingeschätzt hatten als viele Experten.