Ich habe den CCC Vortrag und alle Unterlagen mir auch nicht im Detail angesehen. Aber wenn ich das richtig in Erinnerung habe, waren da von Struktur und Ablage her wohl mehrere "Datentöpfe" zusammengepackt. Wenn dem so ist, hätten bei Datentöpfe-1 Exporten die DSGVO Prüfungen nicht angeschlagen weil kein Bezug zu einem Nutzer vorhanden
Nicht ganz. Siehe Netzpolitik Podcast mit Linus Neumann:
https://logbuch-netzpolitik.de…-des-letzten-jahrhunderts
Der CCC hat zwei Hauptkritikpunkte:
- Warum wurden überhaupt die Daten personenbezogen (also dem Fahrzeug zugeordnet) erhoben, und warum in diesem Detailgrad (bei VW auf 10cm genau, bei Skoda immerhin nur 10km genau)?
- Warum wurde die "heapdump" debug-Funktion nicht abgeschaltet? Mit dieser wurden die Daten letztlich aus dem S3 bucket herausgetragen.
Das zweite ist dann ein klassischer Programmierfehler, das erste ist ein Designfehler, der nur erklärt, aber nicht entschuldigt werden kann. Vermutung des CCC war, dass die (ohne Einwilligung der Nutzer) erhobenen Daten der Verbesserung des Batteriemanagements dienen könnten.
Absolut daneben ist dann aber der Erklärungsversuch von VW, das seien ja gar keine datenschutzrechtlich relevanten personenbezogenen Daten, da ja nur die VIN , der Standort (GPS-Position) und Zeitstempel geleakt seien.
Da zeigt der Vortrag beim 38C3 aber sehr schön, dass halt doch gewisse sensible Rückschlüsse aus diesen Daten erfolgen können ![]()
Außerdem wurden wohl weiter S3 bitbuckets mit den Zugangsdaten aus dem heapdump geöffnet, die bei entsprechender Kombination dann doch Verknüpfungen zu personenbezogenen Daten (username, email, etc.) und dem entsprechenden Fahrzeug erlaubten.