Geht <10% zu Lasten des Akku?
Nein, nicht wirklich und ja, jeder Ladevorgang geht "zu Lasten" des Akkus.
Selbst wenn Du auf 0% bist, sind noch ca. 3-5% im Akku. Generell gilt natürlich, je geringer der Ladehub, desto schonender für die Batterie (sprich von 41-56 ist schonender als von 5 auf 80).
Am Ende aber ist das System auf y Ladezyklen ausgelegt und darauf die Herstellergarantie berechnet.
Das System ist meines Wissens nicht auf eine bestimmte Anzahl von Ladezyklen ausgelegt und es ist daher auch nicht egal, wie man lädt.
Laden von 10-80% gilt nicht ohne Grund als guter Kompromiss bezüglich Nutzbarkeit und Batteriealterung.
Mal abgesehen von der schwachen Herstellergarantie, die real vermutlich nur dann greifen wird, wenn die Batterie einen individuellen Fehler aufweist:
Es dürfte zumindest für die Leute, die ihr Auto gekauft haben und mit dem Gedanken spielen, es länger fahren zu wollen, durchaus ein Unterschied sein, ob z.B. nach 120tkm Gesamtstrecke (und der damit verbundenen Anzahl von äquivalenten Vollzyklen), nur noch 75% SOH oder vielleicht noch knapp 90% SOH (also = real noch entnehmbare Kapazität) vorhanden sind.
Die tolle Herstellergarantie greift in beiden Fällen nicht (deswegen ist die ja so -- greift erst bei unter 70% SOH---gewählt worden), aber in einem Fall hat man nach 120tkm eine deutlich größere reale Reichweite.
Wer sein Auto ohnehin nur 3 Jahre fahren wird, am Ende vielleicht auf 45tkm und damit noch einer relativ geringen Anzahl von äquivalenten Vollzyklen kommt, kann das natürlich nahezu egal sein.
Ob derjenige dann immer bis nahezu Null entladen und dazu häufig bis 100% geladen hat und zudem noch häufig an Schnellladern war, macht bei der Gesamtstrecke bezogen auf den Unterschied der Reichweite noch nicht so sehr viel aus.
Kaufen würde ich ein solches Gebraucht-Auto, wenn ich denn davon wüsste, jedenfalls nicht.