Beiträge von enopol

    Vielleicht war der 80x aber auch schon eins der Modelle mit der aktuelleren Softwareversion im Akkumanagement. Dort wird erst bei geringeren Temperaturen der Akku geheizt.

    Bei den ENYAQ MJ21 wird bereits ab 8Grad der Akku mit knapp 10kW erwärmt.

    Der Akku selbst kann direkt nur mit bis zu 5,5kW erwärmt werden. Der Rest wird daher hauptsächlich auf das Konto der Innenraumheizung gehen.

    Beide Heizungen können zudem stufenlos angesteuert werden, so dass 10kW Gesamtheizungsleistung nur eine Momentaufnahme sein könnte (nimmt kontinuierlich ab)


    Mit der neueren Software ist man, wie du schon schriebst, offenbar etwas mutiger geworden und beheizt den Akku erst ab Unterschreitung von 0 Grad und dann auch nicht mal unbedingt mit voller Heizleistung. Habe ich jedenfalls gelesen....


    Das ist sicherlich eine gute Sache bezüglich Verbrauchsangaben und Reichweitenangaben im Winter. Ob das für den Akku keine negativen Auswirkungen hat, kann man, Gegensatz dazu, auf die Schnelle nicht sagen.

    Da fehlt -und wird auch zukünftig- jeder Vergleich fehlen.

    Absolut richtig, enopol

    Mir ging es hier gar nicht darum, warum der Verbrauch auf Kurzstrecke höher ist und auch nicht der Vergleich Sommer- und Winterverbrauch, sondern nur darum, dass der Kurzstreckenverbrauch unabhängig von der Antriebsart im Winter grauenhaft ist.

    nur das man es mit der Antriebsart nicht so ohne weiteres über einen Kamm scheren sollte.

    Kommt natürlich drauf an, was man unter "Kurzstrecke" versteht.


    Einen "grauenhaften" Verbrauch haben Verbrenner und E-Autos nach Kaltstart über die ersten ca 2km.

    Unbestritten.

    Beim E-Auto geht der deutlich erhöhte Verbrauch (z.B. um 20% erhöht) aber noch eine ganze Strecke weiter und selbst bei langen Strecken ist er im Winter prinzipbedingt immer noch merklich erhöht (z.B. um 10%).


    15km sind für mich immer noch Kurzstrecke und über diese Strecke (und länger) hat zumindest mein Benziner im Winter nicht ansatzweise einen "grauenhaften" Verbrauch.

    Das sehe ich auch so. Nachdem letztens auch in einem anderen Thread der Kurzstreckenverbrauch von E-Autos im Winter bemängelt wurde, hier mal mein Diesel. Ich war letztens Mittagessen bei uns im Restaurant am anderen Ende des Dorfes holen. Wenn wir dort essen, laufe ich mit der Familie dorthin. Es sind etwas über einen Kilometer einfache Strecke. Damit im Winter das Essen nicht kalt wird, bin ich gefahren und hatte Bilder vom Verbrauch gemacht.


    Das sieht also beim Verbrenner auch nicht besser aus. Fast 100 Prozent Mehrverbrauch ggü. dem durchschnittlichen Verbrauch. Hier der Beweis

    Beim Diesel ist das aber weniger die Wirkung durch die Heizung, als vielmehr der noch nicht optimale Motorlauf nach 2 km mit gerade mal 24km/h Durchschnitt.

    Der Einfluss niedrigerer Temperaturen auf den Spritverbrauch ist beim Diesel nach ein paar Kilometern vorbei.

    Beim E-Auto nicht, denn das braucht bei niedrigen Außentemperaturen ständig zusätzliche Energie fürs Heizen.


    Meinen Yeti-Benziner bin ich bei ca 0 Grad, nach anfänglich definitiv erhöhtem Verbrauch, nach 15km mit ca 6,4L/100km als Schnitt über die gesamte 15km-Strecke (Landstraße) gefahren. Der Sommerverbrauch wäre für die gleiche Strecke ca 6,2L/100km.

    Mit weniger fährt mein Yeti real zudem kaum.


    Das wären bei der 15km-Strecke gut 3% Mehrverbrauch.


    Umgerechnet auf ein E-Auto wäre das der Unterschied zwischen angenommenen 20kwh/100km im Sommer und 20,6kWh/100km bei 0 Grad.

    Von einem derartig geringen Mehrverbrauch auf relativ kurzen Strecken kann man bei E-Autos definitiv nicht ausgehen.

    Drückt man aufs Bremspedal bremst er erst mit Reku und wenn das nicht reicht wird die normale Bremse betätigt.


    Interessant ist dazu auch, was Björn Nyland beim EQA feststellte. Die Allradversion hat wie der MEB hinten ein PSM und vorn ein ASM. Dem FWD fehlt einfach der PSM. Somit schaft beim 4x4 zumeist der PSM. Beim FWD natürlich der ASM. Folge: der 4x4 ist der sparsamere Wagen.

    OK, beim EQA....

    Beim MEB ist die hinterradgetriebene Ausführung immer die Sparsamere, um das noch mal deutlich zu machen.....

    1. PSM und

    2. fehlt der Schleppwiderstand des ASM (inkl. Getriebe und Antriebswellen) plus dessen Zusatzgewicht.

    booth .. stimmt .. der ix80x hat 265 PS und der GTX hat 299 PS ..

    die Frage ist daher schon berechtigt ob der 80X eher die Batterie des GTX oder die des ID4/80 hat.


    =O

    Wenn man mal MEB beiseite lässt, stellt man fest, dass viele E-Autos eine deutlich größere spezifische Belastung der Akkus aufweisen.

    300kW-Systemleistung o.ä. bei einem rund 80kWh-Akku, sind eher keine Seltenheit und das betrifft nicht nur Tesla.....


    Zudem gibt es für den 299PS (also gerade mal 220kW) GTX weitere Einschränkungen im Betrieb (die Leistung kann nur bei guten Randbedingungen aufgerufen werden).


    Von daher wird es, wenn der VW-Konzern ansonsten nicht wirklich ausgesprochen schwächliche Zellen verwendet, eigentlich keinen Grund geben, für die 265 oder 299PS-Ausführungen des MEB besondere Zellen für den 82kWh-Akku zu verwenden.


    Der Konzern fährt mit den Akkus m.E. ziemlich auf Sicherheit. Das betrifft sowohl die Motorleistung, als auch die DC-Ladeleistung in Bezug auf die Akkugröße.


    Für mich ist das durchaus ok.

    Ein 2,2Tonner der von 0 auf 100km/h in rund 8,5 sec beschleunigt und dessen 82kWh-Akku (zukünftig...) vielleicht in unter 30 Minuten von 10 auf 80% SOC geladen werden kann, ist für mich ausreichend.


    Wenn durch die eher nicht exorbitanten Motor- und Ladeleistungen die Batterie letztendlich nicht so schnell an Kapazität verlieren wird, um so besser.

    So ganz sicher bin ih mir bei bestimmten Dingen nicht:

    Zu den Zellen:

    In der VW-SSP 811213 (High-Voltage System ID.4, Stand 01/2021) werden sowohl die 62- als auch die 82kWh-Batterie mit prismatischen Zellen angegeben.

    Wieso wird da keine Pouch-Zelle genannt, bzw. gibt es den ID.4-GTX überhaupt mit einer 62kWh-Batterie?


    Von Audi habe ich ebenfalls schon eine Auflistung gesehen, wonach der Q4-Etron 50 (Allrad), die gleichen Zellen besitzt, wie die Hinterradantriebsmodelle.


    In welcher offiziellen Stellungnahme der/des Herstellers gibt eine Aufstellung der Batterien von aktuellen MEB-Fz mit unterschiedlichen Zellen?


    Beim Aufbau des Batteriekastens sehe ich es schon so, dass auch die Kühlung zum großen Teil über den Flüssigkeitskreislauf funktioniert, auch wenn der Kasten komplett aus Alu besteht.

    Die indirekte Wärmeübertragung über den äußeren Kasten zur Karosserie plus die nach unten zusätzlich abgedeckte Aluplatte, werden das m.E. nur zum kleinen Teil leisten können.

    heatschgern_ev, Tesla baut die Batteriekästen wohl durchaus so ähnlich und die sind daher auch nicht so schwer, wie die der deutschen Ingenieurskunst inkl. der zahllosen Schrauben (die sich auch im Antrieb befinden)

    ID.4, Enyaq und Co sind nun mal, gemessen an der Größe, Akku und bei nur einem Motor, recht schwer geraten uind ein Teil dieses Übergewichts, ist sicherlich dem Voll-Metall-Batteriekasten zu verdanken.

    Soweit ich es verstanden habe, hat VW dem Herrn Munro extra einige Komponenten zur Verfügung gestellt, damit er die beurteilen kann.


    Bei deiner Hausheizung wird, im Gegensatz zu den MEB's, es aber vermutlich (hoffentlich) nicht so sein, dass die Heizschlangen nur durch eine dünne Alu-/Kunststoffschicht nach unten von der Außenluft getrennt sind.

    Von daher, und weil die Batterie-Heizung deutlich schneller funktionieren muss, als übliche träge Hausfußbodenheizungen, wird die Temperatur der Heizschlange vermutlich deutlicher über der Zieltemperatur der Module liegen müssen.

    enopol du hast ja grundsätzlich Recht was die Temperaturdifferenz betrifft.

    Allerdings ist da nicht viel mit freiem Volumen. Die Module sitzen bündig zw. den Strangprofilen und den äußeren Rahmen der Batterie. Die einzige nennenswerte Menge freier Luftraum ist in dem Bereich wo die S-Box und das BMS inkl. Anschlussfeld liegt (bezogen auf den 80kWh-Akku) Beim 60iger und 50iger ist in der Tat mehr Platz, weil weniger Module verbaut sind. Nichtsdestotrotz ist nie viel freies Volumen zur Konvektionen verfügbar, da das verschenkter Platz für Zellen ist. Und im Moment ist bei den Herstellern noch die Devise so viel Energie wie möglich in den Bauraum zu bringen.

    Von unten wird über die Kühlung eine recht konstante Temperatur anliegen, da gehe ich nicht von viel Unterschied während der Fahrt aus. Und über die Anbindung ans Gehäuse geht nochmal einiges an Wärme weg. Und wenn ich mich nicht Irre, dann wird die Wärmeleitung über Metall (direkten Kontakt) schneller gehen als über Konvektion (weswegen der Boden im Fahrtwind auch nicht so schnell auskühlt).

    Schlussendlich hat hier wohl keiner die Temperaturprofile die Skoda während der Erprobung im Akkugehäuse gesammelt hat. Und nur mit denen werden sich unsere Annahmen 100% klären lassen ?.

    Schau dir mal die 2 Videos zum ID.4 Akku von Sandy Munro an. Dort geht es um den Aufbau des gesamten Batterieblocks und um dessen Optimierung.

    (angeblich könnte man beim großen Block 62kg Gewicht sparen, ohne die Sicherheit zu verschlechtern)

    Soweit ich es dort erkenne, ist der gesamte Batteriekasten wasser- und damit natürlich auch luftdicht und es gibt unterhalb der Bodenplatte noch ein Schutzschild, welches wohl 23kg wiegt und vermutlich aus Kuststoff gefertigt ist.

    Die Auskühlung über die Bodenplatte dürfte sich daher in Grenzen halten. Wirklich besser ist der Innenraum gegenüber der Außenluft im Schnitt letztendlich auch nicht isoliert.


    Um die Batteriemodule einigermaßen zeitnah erwärmen zu können, muss die Temperatur in der Heizschlange definitiv größer sein, als die Zieltemperatur der Module. Gemessen wird die Batterietemperatur zwischen den Modulen.