Beiträge von enopol

    ..nach Werkstattaufenthalt die Woche wurde mir vom Freundlichen mitgeteilt, dass der VW Konzern wohl auch gemerkt hat, dass im Winter der Verbrauch - vermutlich hauptsächlich durch die Akkuheizung - arg steigt und will das durch ein Softwareupdate demnächst umstellen. Man darf also hoffen, dass es im nächsten Winter etwas besser aussieht..

    Das ist ja quasi schon bekannt:

    Vorher wurde ab unter 8Grad der Akku beheizt und zukünftig erst ab unter 0 Grad und das, jedenfalls beim VW-ID.4. angeblich auch mit weniger Leistung.

    ich hatte vorher eine Behauptung aufgestellt, zu der ich jetzt, nach etwas Suchen, ein konkretes Beispiel liefern will:

    1. Gibt es durchaus Fälle, wo im selben Test ein Reifen mit besserem Energielabel beim Rollwiderstand schlechter abgeschnitten hat, als ein schlechter belabelter Reifen und

    2. sind die realen Rollwiderstände beim Test einer Reifengattung (also z.B. nur Winterreifen) z.Teil sehr unterschiedlich.


    Es geht für mein Beispiel um einen Ganzjahresreifentest für SUV-Reifen der Allrad-Bild 12/2019.

    SUV-Reifen-Tests sind in sofern für den Enyaq nicht schlecht, weil der Enyaq letztendlich eine SUV-Reifengröße fährt und SUV-Reifen sich bei einigen Herstellern durchaus etwas von deren üblichen Pkw-Reifen unterscheiden.

    Die genau passende Dimension ist es zwar nicht, aber die geteste Dimension (235/65-17) hat immerhin ca den gleichen Reifendurchmesser ( ca 74cm) und die gleiche Reifenbreite, wie beim Enyaq üblich.

    Letztendlich geht es dabei auch nicht um absolute Vergleichbarkeit zu Enyaq-Reifen (wobei es ja auch beim Enyaq nicht "die" Reifendimension gibt), sondern um auf zu zeigen, dass der gemessen Rollwiderstand deutlich von dem abweichen kann, was irgendwelche Label versprechen.


    Zusammenfassungg zu den wichtigsten Punkten bezüglich des Rollwiderstandes:

    Im Test waren 10 GJ-Reifen, ein (wie üblich) nicht näher bezeichneter Winterreifen und ein Sommerreifen.


    Der Rollwiderstand, der in der physialisch nicht korrekten Einheit kg/Tonne angegeben wurde, ging von 6,17 bis 8,52kg/T.


    auf die absoluten Werte und eine Umrechnung in Newton will ich dabei bewusst verzichten, denn es geht nur um die Unterschiede.


    Die besten Rollwiderstandswerte hatten 4 Ganzjahresreifen,

    dann kam der Sommerreifen,

    dann kamen wieder 4 Ganzjahresreifen,

    dann der Winterreifen und das Schlusslicht bildeten 2 Ganzjahresreifen.


    Es kann also beim realen Rollwiderstand kunterbunt, auch bei unterschiedlichen Reifentypen gemischt sein.


    Die hier im Thread gezeigten Kurven mit zwei unterschiedlichen Reifengattungen, würden bei Verwendung der im Test genannten Werte, völlig unterschiedliche Verläufe nehmen können.


    Ein Beispiel zu den Energielabels:

    Der Pirelli Scorpion Verde Allseason hat das Energielabel C mit dem vorletzten Platz und 8,46kg/T

    Nur der Toyo Celsius ist mit 8,52kg/T (also um gerade mal 0,06kg/T) schlechter, hat dafür aber immerhin auch das Label E......


    Der Nankang Cross Seasons AW 6 SUV hat ebenfalls das Label C, befindet sich beim Rollwiderstand mit 6,92kg/T aber auf dem Rollwiderstandsplatz 3 und daher 2 Plätze vor dem Sommerreifen.


    Der Bridegestone Weathercontrol A005 hat das Energielabel B und ist beim Rollwiderstand gerade 0,01kg/T besser als der Nankang.


    Ohne exakt weiter in Einzelheiten zu gehen (die bei anderen Test ja durchaus anders aussehen können), kann man daher wohl sagen, dass man sich auf Energielabels in der Realität nicht unbedingt verlassen kann.


    Dazu kommt, was ja auch schon angesprochen wurde:

    Alle 3 bezüglich des benötigten Felgendurchmessers unterschiedlichen, serienmässigen Räder des Enyaq sollen, unabhängig von der Bereifung, zu unterschiedlichen Fahrwiderständen führen.

    Die 19-Zoll-Räder sollen nach meinem Wissen angeblich den geringsten Fahrwiderstand verursachen.


    Wenn diese Erkenntnis zu der Erkenntnis, dass man anhand der Energie-Label nicht unbedingt merkliche Unterschiede beim Rollwiderstand ableiten kann, wie es hier im Thread in den angenommenen Grundaten der Fall ist (5,9 zu 8,4 ist ein erheblicher Unterschied....der Unterschied ist ziemlich genau so groß, wie der vom 1. Platz des GJR-Tests zum letzten Platz), kann man sich eine allgemeine Betrachtung der Räder/Reifen sparen, denn im individuellen Fall wäre es ein sehr großer Zufall, wenn die Annahmen stimmen sollten.


    Fazit:

    Der Sommer-Winter-Unterschied beim Fahrwiderstand durch die verwendeten Räder, hängt direkt mit der Wahl der konkreten Räder zusammen. da kommt es exakt drauf an, welchen Reifen und welche Felgengröße man genau gewählt hat.

    Eine allgemeine Einteilung mit den angenommenen deutlichen Rollwiderstands Unterschieden zwischen WR und SR, dazu noch ohne Beachtung der Felgendurchmesser, kann daher nicht zielführend sein.


    Das einzige, was man beim Sommer-Winter-Unterschied bezüglich des Fahrwiderstandes nicht individuell beeinflussen kann, ist der erhöhte Luftwiderstand bei kälterer Luft.


    Alles andere hängt von der individuellen Wahl der Räder, des Luftdrucks und, im Winter real nicht ungewöhnlich, der Frage wie und ob klimatisiert wird, ab.

    Ja sicher, verbessern kann man immer und es gilt eben auch noch 8 bis 10 Jahre Entwicklungsvorsprung und Erfahrungswerte zu Tesla aufzuholen.

    Da die MEBs alle mit heißer Nadel gestrickt wurden und allein deswegen einige Mängel aufweisen, sollte es daher eigentlich keine (fast) Empörung auslesen, wenn so eine völlig berechtigte Forderung gestellt wird.

    Offenbar hat VW es ja versäumt, selbst alles in der Praxis zu testen.

    Die 10-80% Ladung stand auf dem Plan und wurde/wird verbessert.

    Eine z.B. 35-80% Schell-Ladung, die durchaus, z.B. vor einer Reise mal Sinn machen kann, stand offenbar bisher wohl noch nicht so auf dem Plan....


    Von daher ist es von Vorteil, wenn VW auf Mängel von außen hingewiesen wird, wie es z.B. bei der Wärmepumpe der Fall war.

    Und auch die Verbesserung einer Schnellladung mit höherem Anfangs-SOC sollte hoffentlich keine 8-10 Jahre dauern, denn auch das ist letztendlich "nur" ein SW--Problem.

    Wird bei 10% SOC-Einstieg vorkonditioniert?


    Kannst du einen techn. Grund dafür nennen, dass bei 35% SOC und ansonsten gleichen Temperaturbedingungen, mit nur ca 2/3 der ansonsten möglichen Leistung geladen werden soll/darf?


    Es geht für mich nicht darum, wie VW es bisher gelöst hat, denn da ist ja bekanntlich einiges schief gelaufen, wenn man z.B. an die anfängliche Regelung der Wärmepumpe denkt.


    Wenn keine techn. Gründe entgegen stehen, sollte VW sich halt darum kümmern, dass so ein deutlicher Nachteil für den Kunden, nicht vorkommt. man kann doch nicht einerseits eine Ladezeitverkürzung von 38 auf 29min (mit Peak von 135kW) als tolle Verbesserung verkaufen und dann derartige Ladeszenarien, bei denen durchaus mal mit 35% SOC gestartet wird, aus dem Focus verlieren.

    Welcher Kunde wird es wohl verstehen, dass er quasi unbedingt recht tief (ca 10%) entladen muss, damit er in Summe eine kürzere Ladezeit hat, als wenn er von 35 auf 80% laden will?

    Mit einer Startleistung von 65kW wird man von 35 bis 80% zwangsläufig nicht mit den o.angekndigten 29min (von 10-80%) mithalten können.


    VW lädt die Akkus der MEB ja grundsätzlich nicht übermässig schnell und vor dem Hintergrund sollten die gut 100kW, wie bei der "vollständigen" Ladekurve, auch beim Einstieg mit 35% SOC möglich sein.


    Ich halte das daher für eine völlig berechtigte Forderung, genau wie die ehemalige Forderung, die WP so zu regeln, dass man im Endeffekt auch dadurch Energie sparen kann.

    Oder einfach warten, bis das eigene Auto da ist, man seine eigenen Erfahrungen gemacht hat und dann erst jammern... ?

    Hellsehen, was mein bestelltes Auto bertrifft, kann ich nicht.....aber an der Reaktion in den letzten Beiträgen meine ich erkennen zu können, dass 65kW bei 35% SOC-Einstieg bisher nicht als ungewöhnlich beurteilt werden.

    Von daher kann es ja nur besser werden. Entweder mit SW3.0 oder höher.

    Was genau hat das mit Jammern zu tun?

    60-65kW hat man bei vollständigen Ladekurven mit 125kW-Lademöglichkeit der MEBs und 35% SOC normal, sofern die Temperatur stimmt usw., eher gar nicht.

    Meine Meinung:

    Wenn bei einem Ladeanfang mit 35% SOC nur maximal 65kW möglich sind, obwohl die (übliche) Ladekurve ab z.B. 10% bei 35% noch locker über 100kW anzeigt, ist das definitiv schwach und technisch sehe zumindest ich auch keinen Grund, warum das so sein müsste.

    Wenn die SW 3.0 diesen (weiteren) Mangel nicht beheben sollte, muss man wohl mindestens auf 3.1 warten.....

    Verstehe ich das richtig? Die Akkuheizung lädt , wenn der Enyaq nicht angestöpselt ist? Aber woher weiß er, wann ich abfahren will, wenn ich keine Abfahrtzeit angegeben habe? Sollte man also immer eine Abfahrtzeit angeben, auch wenn ich nur mal kurz um die Ecken ziehen will, um den Akku zu schonen?

    Wenn du los fährst, weiß er wann du ab fährst.....


    Dass man die Akkuvorheizung bei angestöpselter Wallbox vor der Fahrt nicht schlichtweg manuell einschalten kann, ist schon schwach. Vielleicht wird das ja mit SW 3.1 behoben....

    Mindestens alle 2 Tage wirst du auch mit dem 80er laden müssen. Zumindest im Winter und dann nur mit jeweiliger Vollladung.

    Mit 10-80% Laden (also relativ schonend. Stichwort: viele Jahre fahren...) werden 340km auch beim 80er eher sehr selten funktionieren.

    wenn du also ohnehin, aus Sicherheitsgründen und um die Batterie zu schonen, grundsätzlich täglich laden müsstest, könnte es auch der 60er sein.