Stimmt, die Grundaussage bleibt aber die Selbe und die Berechnung mathematisch identisch, egal ob die bereitgestellt Energiemenge inkl. oder exklusive Ladeverluste ist. Aber ja das Ergebnis verändert sich natürlich
Wenn eine Berechnung in gleicher Weise erfolgt, hat das definitiv nicht automatisch zur Folge, dass mit den physikalisch korrekten Werten gerechnet wurde...das war schon in der Schule nicht anders....
Die geladene Energie kann nicht für die Reichweitenberechnung heran gezogen werden und so wird es auch beim WLTP nicht gemacht.
Das ist physikalisch Fakt und Wirkungsgrade müssen physikalisch selbstverständlich beachtet werden.
Ob ich die geladene Energie oder die entnehmbare Energie in eine solche Rechnung einsetze ist halt ein merkbarer Unterschied.
Sämtliche Verbrauchswerte die während der einzelnen Teilabschnitte des WLTP gemessen werden und womit die Reichweite bestimmt wird, sind Bordverbräuche und die einzige Stelle wo an Bord der "Verbrauch" gemessen werden kann, ist zwischen Batterie und Antriebselektronik.
Der eigentliche WLTP-Verbrauch wird auch beim WLTP, genau wie beim ADAC, dadurch gemessen, dass man die Energie misst, die nötig ist, die voll entladene Batterie auf zu laden und das geschieht am Ladeeingang des Fz. Dadurch kommen letztendlich auch die gut 10% Unterschied zwischen dem Verbrauch, der durch die Reichweite errechnet wird (beim iV80:14,4kWh/100km) und dem Verbrauch, der sich mithilfe der tatsächlich vom Fz benötigten Energie errechnen lässt (16,5kWh/100km) zustande.
Genau das hat der Gesetzgeber getan!
Ich finde nicht, dass die Ermittlung der Reichweite, so wie ich schrieb, vom Kunden eindeutig ein zu ordnen, also zu verstehen, ist.
Skoda schreibt einmal vom kombinierten WLTP-Verbrauch und einmal von der kombinierten WLTP-Reichweite.
Dass beides direkt nicht viel miteinander zu tun hat, s.o., kann der Kunde m.E. nicht verstehen. Da sollte Skoda durchaus eine kundengerechte Möglichkeit bieten, dass der Kunde von dieser Besonderheit in Kenntnis gesetzt wird.
Immerhin wird für beide Angaben der Zusatz "kombiniert" benutzt.
Man kann ja wohl kaum vom Kunden erwarten, dass er sich in die speziellen Gegebenheiten des WLTP-Tests für BEV(PEV) einliest, um verstehen zu können, dass trotz des Wortes "kombiniert" beide Werte nur indirekt miteinander zu tun haben.
Wenn Skoda (oder andere Hersteller) nicht mal das an Info liefern, sollte der Gesetzgeber daran definitiv etwas ändern.
Wenn man mit den Messmethoden nicht einverstanden ist, weil man z.B. meint, dass diese die Praxis zu wenig widerspiegeln, ist das eine Sache.
Wenn man dem Kunden dagegen 2 Werte ohne weitere Erklärung nennt, wo er aufgrund der Wortwahl davon ausgehen muss, dass diese direkt zusammenhängen, obwohl das real nicht der Fall ist, ist das für meine Begriffe eine gezielte Desinformation und so etwas sollte es grundsätzlich nicht geben.