Hi!
Bei dem Verbrenner hast Du ja aber im Vergleich zum E-Auto eine Ölheizung mit ca. 60-70 % der KfZ-Leistung mit an Bord, die Du dauernd betreibst und die Energie dann einfach wegschmeißt. Bei den E-Autos hast Du diese "Verluste" nicht.
E-Autos sind nun mal keine Energieverschwender und da fällt im Vergleich zum Verbrenner jede Wh auf. Anteilig auf den reinen Energiebedarf für die Bewegung ist das bei dieser Antriebsart halt immer mehr. In absoluten Zahlen, kann ich mir vorstellen, dass die Unterschiede nicht groß sind.
Aber ich kann es auch nicht ganz nachvollziehen, was bei 22 kWh/100km schlecht sein soll. Zumal hier nicht klar ist, unter welchen Umständen diese anliegen: Kalte Temperaturen, Regen, Schnee, Kurzstrecke? Überland ist ja nur ein Faktor, der in die Rechnung mit einfließt.
Nichts für Ungut!
Alles anzeigen
Z.B.eine 15km-Strecke bei 0 Grad (Fz hat dann anfangs auch ca 0 Grad) kann ich mit dem Verbrenner (Benzin) mit nur leicht erhöhtem Gesamtdurchschnittsverbrauch gegenüber gemäßigten Temperaturverhältnissen (z.B.) 15 Grad) fahren.
Das habe ich extra vor kurzem mal getestet.
In dem Fall schmeißt man zumindest einen Teil der ansonsten definitiv sinnlos verpulverten Heizenergie des Kraftstoffs eben nicht weg.
Zusätzlich benötigte Heizenergie spielt beim Verbrenner halt nahezu keine Rolle.
Beim E-Auto wirken sich derartige Kaltstart-Kurzstrecken (eventuell mit notwendigen Vorheizen) in Relation zum optimalen Verbrauch deutlich heftiger aus und einen Teil der vom E-Auto in dem Fall genutzten Energie für reine Heizzwecke, geht dabei ja nicht mal für das unumgängliche Innenraumheizen, sondern leider auch für das dann notwendige HV-Batterie-Heizen drauf.
Leider ist das Stand der Technik
Diese Energie (auch für das Kühlen der HV-Batterie im Sommer) ist eine Verlust, den man sich nicht schön reden muss und man kann nur hoffen, dass das, wenn die Batterietechnik mal "ernsthaftere" Entwcklungssprünge gemacht hat, nicht mehr notwendig ist.
Wenn das E-Auto für längere Zeit am Stück fährt, wird der Mehrbedarf an Energie weniger, weil eben z.B. die Batterieheizung dann nicht mehr unbedingt nötig ist und weil der anfänglich, bei kalten Auto, benötigte Heizenleistungsbedarf sinkt, wenn die Innenraum-Temperatur nur noch zu halten ist. Wenn man zudem schneller unterwegs ist, ist die der Energiebedarf für die Bewegung relativ groß und die Heizzeit relativ gering. Dann fällt der Energiebedarf fürs Heizen beim Streckenverbrauch nicht so deutlich auf.
Insgesamt gesehen ist das mit dem Verbrenner aufgrund der ständig massenhaft verpulverten Heizenergie natürlich keine gute Sache, das sehe ich genau so und u.a. deswegen möchte ich auch E-Auto fahren, aber trotzdem ist es nun mal zwangsläufig so, dass der Winter beim Verbrenner keinen so deutlichen Energiemehrbedarf verursacht, als beim E-Auto.
Zudem spielt die dadurch geringere Reichweite beim Verbrenner ohnehin nahezu keine Rolle, während die deutlich veringerte Reichweite im Winter bei allen E-Autos ein relevantes Thema ist.
Sowohl WLPT, als auf NEFZ werden bei Temperaturen durchgeführt, wo das E-Auto keine Heizenergie bereit stellen muss und daher weichen die Verbrauchsangaben von E-Autos beider Messmethoden, bei tieferen Temperaturen besonders deutlich davon ab.
Das ist vor allem für den Verbraucher, besonders ärgerlich.