Wenn man mit der Innenraum-Vorheizung so lange warten will, bis möglichst alle Oberflächen des Innenraums eine Wohlfühltemperatur erreicht haben, kann man eher lange warten.
M.E. ist das angesichts der, absolut gesehen, kleinen Akkukapazitäten kaum vertretbar.
Es gibt zudem Zonen im Auto, die man bei tieferen Außentemperaturen nie ernsthaft warm bekommt. Z.B. Türen unterer Bereich (im Bereich Fuß-Unterschenkel) und Fußraum neben den Türen.
Schneeschichten abtauen lassen, ist etwas, was man mit aktuellen E-Autos eher grundsätzlich unterlassen sollte....da mache ich beim Verbrenner nicht mal mit der Kraftstoff-Standheizung, obwohl Energie dort kein ernsthaftes Thema ist (0,1L für 10 Minuten...)
Zudem kostet langes Heizen viel Energie , weil man den Innenraum eines Pkw beheizt und der ist nicht sonderlich gut isoliert. D.h., wenn man lange vorheizt geht auch ein großer Teil der aufgewändeten Energie nutzlos nach außen. Dieses Prinzip kann mansich bei E-Autos nicht unbedingt leisten.
Insgesamt sollte man beim E-Auto auf langes Innenraumvorheizen daher verzichten.
Lieber kurz mit großer Leistung heizen plus Sitzheizung, Lenkradheizung und (Front-)scheibenheizung aktivieren.
Bei der Batterieheizung sieht das m.E. anders aus.
Die kann durchaus etwas länger mit geringerer Leistung (daher bevorzugt durch eine WP) beheizt werden, denn da reichen bereits ein paar Grad Erwärmung für eine bessere Ausgangssituation der Batterie und die ist relativ dicht gekapselt, so dass die Wärme nicht übermässig schnell an die Umgebung abgegeben wird.
Batterie- und Innenraumheizung bei der Vorheizung schlichtweg parallel laufen zu lassen, halte ich für einen Fehler. Das kostet m.E. zu viel Energie.