Beiträge von enopol

    Tut mir leid, verstehe ich überhaupt nicht. Was willst Du damit sagen? Daß die Werte aus CarScanner Müll sind oder was? Hauptsache gemeckert!!

    Das war (zufällig mal....) kein meckern und es war auch keine Kritik an deinen Werten.

    Werte, die man per Diagnosetool direkt auslesen kann, sind m.E. kaum zu kritisieren.....


    Es war lediglich eine Kritik an Fa. Aviloo.....bei der dein Carscanner-Wert vermutlich zu 103% SOH als Ergebnis geführt hätte.


    Diese macht/verkauft SOH-Tests, beschäftigt sich also mit Degradation.

    Mathias Speicher hat darüber vor einiger Zeit ein interessantes Video gemacht. Ich dachte, dass das hier noch in Erinnerung war.


    Kurze Zusammenfassung aus dem Gedächnis:

    Er hatte bei damals knapp 30000km und ohne besondere Schonung der Batterie (viel schnellladen, keine langsame fahrweise) laut Aviloo-Test immer noch einen SOH von rund 100%.

    Das kam ihm komisch vor und er entdeckte, dass Aviloo bei seiner 77kWh-netto-Batterie, lediglich 72kWh als Berechnungsbasis (=100% SOH) verwendet hatte....


    Interessant war es für mich zu sehen, dass es erst vor kurzem eine Elektro-Ladefibel gab, die einem AMS-Heft (Heft 18/2023) beilag, deren Inhalte vermutlich zum größten Teil von einem der Gründer der Fa. Aviloo stammen.


    In dem Heft gibt es einen Beitrag über die Gesundheit des Akkus, in dem die Daten von 5 E-Fz genannt werden.

    Da auf der selben Seite quasi eine Werbung für die Aviloo Akku-Analyse gemacht wird, gehe ich davon aus, dass diese Daten ebenfalls von Aviloo stammen.

    Die dort genannten SOH-Werte sind für meinen Geschmack zu positiv und passen daher tendenziell zu dem, was Mathias Speicher für sein Auto genannt hatte.


    mein Highlight in dem Beitrag:

    ein 6 jahre alter BMW i3 mit 53tkm Laufleistung, der mit 100% SOH angegeben wurde......

    ich sehe das so: wenn man die Eigenheiten der Strecke kennt, kann man sie "von Hand" sparsamer fahren, wenn man sich darauf konzentriert.


    Auf unbekanntem Terrain nutze ich lieber den Assistenten und erfreue mich an dessen Komfort, selbst wenn man ein kilowattstündchen drauflegt.


    Mir geht es bei unbekannten Terrain so, dass meine Sensorik und Datenverarbeitung bezüglich Verkehrszeichenerkennung dann ebenfalls grundsätzlich besser ist, als die meines Autos. Das konnte ich im Urlaub mit meiner auf einen Monat begrenzten pACC-Funktion ausgiebig testen.


    Gerade wenn ich eine Gegend nicht kenne, muss ich mich davon überzeugen, wie es richtig ist und dann würde ich mich bestimmt nicht auf das, was pACC macht, verlassen. Entweder fahre ich dann manuell oder ich lasse pACC machen, muss aber, zumindest außerhalb von Autobahnen, ständig damit rechnen, dass etwas nicht klappt.

    Im Endeffekt ist es dann für mich relativ egal. Eine besondere Hilfe ist pACC insgesamt betrachtet, nicht unbedingt.


    Auf Autobahnen ist das alles noch ok, weil dort gewöhnlich alles normiert ist und es bestimmte Schwierigkeiten, gar nicht gibt. Für Autobahnen halte ich pACC daher für hilfreich und dort wird vermutlich kaum ein Unterschied bezüglich verbrauchsmindernd fahren bestehen. Der Haupteinfluss auf den Verbrauch auf Autobahnen ist ohnehin die Wahl der Geschwindigkeit.


    Ich kann, um bei den genannten Beispielen zu bleiben, durchaus ein Ortsendeschild und das in 200m dahinter befindliche 70er-Schild gemeinsam erkennen und nahezu just in Time, noch vor dem Erreichen des Ortsendeschildes interpretieren......


    Zudem sind mir, im Gegensatz zu meinem Auto, z.b. die Aufhebungsregeln bei kombinierten Warn- plus Geschwindigkeitszeichen bekannt und ich neige nicht dazu, irgendwelche Schilder parallel laufender Straßen als Grundlage für meine Geschwindigkeitswahl heran zu ziehen.


    Im Ausland kann ich auch Geschwindigkeitsschilder interpretieren, die mein Auto nicht mal als Geschwindigkeitsschild erkennt.


    Ich gehe auf einer unübersichtlicheren Straße auch wesentlich früher vom Gas, wenn ich ein langsames Fz weit vor mir sehe, als ACC.


    Von daher:

    wenn man einigermaßen konzentriert Auto fährt (was ja auch bei pACC wichtig ist, weil man sich darauf halt nicht unbedingt verlassen kann...), haben sämtliche Assistenten keine Chance.

    Bei meinem ENYAQ IV80 nach knapp 2 Jahren und 23.000 km Laufleistung sind's aktuell noch 74.400 Wh max. Energiegehalt des Akkus. Entspricht also einem SoH von 96,6 %, Das sind wohl sehr akzeptable Werte.

    und wenn du den Test mit Aviloo machst (s. Test-Video von Speicher), hättest du vermutlich einen SOH von 103%.....nach 4 Jahren könntest du dein Auto dann mit neuwertigem Akku verkaufen....

    Da darf dann gern der verantwortliche Fahrer eingreifen und den unteren linken Lenkstockhebel dreimal nach oben drücken.

    Dann beschleunigt der Enyaq auch auf 100km/h und wird nicht kilometerlang durch das pACC mit 70km/h bewegt.

    klar, alternativ kann man pACC auch gleich ausschalten und "unassistiert" fahren, weil die nächste Gelegengheit, wo wieder aufgrund falscher Geschwindigkeitsinformationen manuell eingriffen werden sollte/muss, auf Landstraßen/Stadtbereich nicht allzu fern ist....oder man nimmt die Geschwindigkeitsinfos und den Straßenverlauf raus...

    Dann bleibt aber vom pACC nur noch ein simpler ACC übrig, der gerade mal per Radar den Abstand und eine feste Maximalgeschwindigkeit halten kann.


    Hier ging es doch darum, ob es besser ist Assistenzsysteme aus zu schalten, wenn man den Verbrauch minimieren will.

    Kommt natürlich auf den menschlichen Fahrer an.....

    Da zumindest die Geschwindigkeitserkennung recht stumpf, teilweise fehlerhaft und ohne ernsthafte Voraussicht funktioniert, kann man diese Frage m.E. meistens bejahen.

    Man kann natürlich auch jedes Mal zusätzlich manuell eingreifen, wenn mal wieder etwas schief gelaufen ist, was dann aber kein Verdienst des Assistenten und, zumindest für meinen Geschmack, keine ernsthafte Hilfe ist.

    Dauerhaft war die Heizung m.E. nicht aktiv, sondern, soweit ich mich erinnere, anfangs offiziell bis ca 8Grad plus Batterietemperatur.

    Danach wurde das, zwecks Verbrauchsminderung, auf eine geringere Temperatur (offiziell meine ich: 0Grad) abgesenkt. Der Verbrauch bei Kaltstart plus Kurzstrecke war durch das Heizen schlichtweg zu heftig.....


    Ja, was willst du machen?

    Der PTC-Heater, der ausschließlich für die Batterieerwärmung zuständig ist, hat eine Maximalleistung von 5,5kW.

    Mit 5,5kW bekommt den 500kg Batteriebrocken sicher nicht in 2 Minuten von 15 auf 25Grad, falls das z.b. für das Vorkonditionieren vorgesehen sein sollte.

    Es braucht also seine Zeit und wenn die Ladeplanung im Navi klar ist, hat man die während der Fahrt ja auch.


    5,5kW maximal für zusätzliches längeres Heizen mit dem einzigen Zweck, den folgenden Ladevorgang ein paar Minuten schneller absolvieren zu können, ist halt energiefressender Unsinn, aber besser sind die Batterien, die bisher in unsere MEB eingebaut wurden halt noch (lange) nicht.

    Es kostet die gleiche Energie diesen Batteriebrocken von Temperatur A auf Temperatur B zu erwärmen, egal ob ich "nur" einen 5,5kW-Heater habe oder ein doppelt so leistungsfähiges Teil.


    In jedem Fall ist die Hardware für eine Vorkonditionierung komplett vorhanden. Man könnte die Vorkonditionierungszeit verringern, aber dann muss man die Leistung des Heater halt deutlich erhöhen.

    Ansonsten hat das Auto alles, um den Akku zu erwärmen.