Beiträge von enopol

    Zumindest mit 230V sollte das Ferienhaus doch ausgestattet sein.

    Dann wäre immerhin eine Minimal-Ladung möglich.

    Bis ca 0Grad wird die Traktionsbatterie während der Fahrt ständig beheizt. Das, inkl. der Innenraumbeheizung, kostet bei geringer Geschwindigkeit sehr viel Energie.

    Wenn du von der letzen externen Ladestelle 90km bis zum Ferienhaus brauchst und dann frühestens wieder nach weiteren 90km extern laden könntest, ist das bei dem großen Energiebedarf eine starke Einschränkung.


    Wenn es mal minus 30Grad werden (das ist in Mittelschweden vermutlich nur selten über Nacht der Fall), würde ich den Wagen stehen lassen.....

    Die Frostfestigkeit der Kühlflüssigkeit reicht eventuell dafür nicht aus.


    Wer in solchen Gebieten ein E-Fz besitzt, hat auch meist eine Garage.....


    Ich würde den Urlaub, allein um mir nicht wegen solcher Dinge Gedanken machen zu müssen, mit einem geliehenen Verbrenner, möglichst mit Allrad, antreten....soll ja Urlaub sein und keine Fahrt, wo es hauptsächlich darum geht, zu zeigen, dass es mit E-Auto auch irgendwie funktioniert.

    Sollte ich meine Gedanken zu diesem Projekt umsetzen, so ginge es mir in erster Linie um den Spaß an der Sache.


    Zum Einen, einen Aufbau so zu konstruieren, das er all meinen Vorstellungen entspricht.

    Zum Anderen zusagen, das habe ich geschaffen.

    Spaß an der Sache und die Tatsache, dass man etwas geschaffen hat, kann ich gut nach voll ziehen.


    Ansonsten:

    Es hat garantiert schon alles irgendwie gegeben, was als Camping-Anhängsel möglich ist.

    Die meisten Selbstbauprojekte und Aufsatzkabinen, sind, sofern sie feste Stehhöhe aufweisen, aerodynamisch eine Katastrophe. Leicht wird die Geschichte bei Selbstbau i.d.R. zudem nicht, wenn der gleiche Grundkomfort, wie in Standard-WoWa der Fall, vorhanden sein soll.


    Selbst wenn sie gut gerundet sind, was kaum ein Selbstbauer ernsthaft schafft, bleiben halt immer noch eine Gesamthöhe von ca. 2,5m und i.d.R. 2m Breite und genau das wirkt sich deutlich auf die Reichweite aus.


    Die nächste Kompromissstufe sind die festen WoWa mit absenkbarem Dach. Das spart gut 0,5m² Fläche im Fahrtwind, hat aber Nachteile bei Heizung, Akustik und Stauraum. Eigenkonstruktionen mit dieser Technik sind deutlich anspruchsvoller und daher deutlich seltener.


    Ungefähr bis zur gleichen fahrfertigen Höhe sind dann die fest aufgebauten "Knutschkugeln" oder sonstige flachere WoWa angesiedelt, in denen man halt niemals Stehhöhe (und manchmal keine echte Sitzhöhe...) hat.

    Natürlich ist damit die E-Reichweite nicht zu sehr eingeschränkt, aber dafür ist es der Wohnraum.

    Für einen etwas längeren Urlaub in Gebieten, wo nicht nur schönes, warmes Wetter ist, wäre das, zumindest für mich, nichts....


    Noch eine Etage tiefer und daher für die E-Reichweite noch besser geeignet, ist dann alles, was Klapp- oder Zeltanhänger heißt. Da hat man zwar, nach dem Aufbau..., i.d.R. Stehhöhe und Platz, aber alles andere ist nicht so optimal:

    Für Zwischenübernachtungen fast schon zu aufwändig, wenn es dann noch regnet und windig ist, wird der Auf- und Abbau eventuell zudem abenteuerlich.

    Kaum Platz für Zuladung, leben aus dem Koffer, kaum Isolierung.


    Für den üblichen Selbstbau mit relativ bescheidenen Mitteln bleiben daher fast nur "Kästen", entweder mit Stehhöhe und daher sehr großem Luftwiderstand oder "Kästen" aus der Kategorie feste, flachere Wohnwagen ohne Steh- und manchmal auch ohne ernsthafte Sitzhöhe.


    Für mich persönlich der beste Kompromiss:

    Ein möglichst aerodynamisch geformter Wohnwagen mit Hubdach und den könnte man nur mit viel Aufwand selbst bauen.

    Ich würde mit einem Auto vergleichen, welches mir ähnliche Fahrleistungen, ähnliche Innenraumgröße und einen ähnlich großen Kofferraum bietet.


    Davon, dass der Enyaq so schwer ist, wie ein großes SUV, habe ich nichts....mit schweren Fz zu vergleichen ist daher nicht sinnvoll.

    Man sitzt im Enyaq zwar etwas höher, aber man hat bezüglich der Höhe nicht mehr Platz, da beim Enyaq auch der Fußboden wegen der Batterie entsprechend höher gelegt ist...

    oder anders herum:

    Der Enyaq musste zwangsläufig etwas höher geraten, weil halt die Batterie ca 15cm aufträgt und die Innenhöhe sonst zu gering wäre. Der Batteriekasten ist für die Innenraumnutzung toter Raum.

    Von daher sind Vergleiche mit sonstigen höheren Autos, wie z.b. einem Touran, nicht unbedingt sinnvoll und auch ein Kodiaq hat einen deutlich größeren Kofferraum.

    Mit ca 200PS-Verbrennern zu vergleichen ist auch nicht immer sinnvoll, denn nahezu alle Verbrenner mit "um die" 200PS beschleunigen schneller als der Enyaq, sofern es keine wirklich größeren SUV o.ä. sind.


    heraus käme bei mir daher z.b. ein Skoda Octavia Combi.

    Ein aktueller Octavia mit 150PS-Diesel beschleunigt fast so schnell (8,8sec) , wie ein 180 oder 204PS-Enyaq und hat ca die gleiche Innen- und Kofferraumgröße.

    Er fährt 225km/h Spitze und darf mit Frontantrieb 1,6T bei 12% ziehen.

    64 Octavia 150PS-Diesel ab 2021 verbrauchen im Durchschnitt, laut spritmonitor, 5,25L/100km

    100 Skoda Enyaq iV80 verbrauchen im Durchschnitt, laut spritmonitor, 20,83kWh/100km.


    Diesel kostet bei uns aktuell 1,90€/L . Mein Haushaltsstrom kostet mich aktuell 0,35€/kWh.


    100km kosten beim Octavia in D daher momentan im Schnitt 9,98€

    100km kosten beim iV80 momentan im Schnitt 7,29€ bei 0,35€/kWh.

    Ab 0,48€/kWh ist der Octavia daher günstiger zu betanken, als der IV80 zu laden.

    Kommt halt auch drauf an, wo man fährt.....und wo man lädt.

    Etwas weiter östlich (Österreich) kostet Diesel ca 1,75€/L und das nahezu an allen Tankstellen und ohne Abo....

    Bei 4,6L/100km also 8,05€/100km

    Entsprechend umgerechnet würde das bei 18,2kWh/100km E-Auto-Verbrauch rund 44C/kWh entsprechen.


    Zumindest an vielen öffentlichen Ladestationen wird man diesen Preis kaum bekommen.....

    Finde es spannend das solche "Problemchen" bis zum RS noch immer vorhanden sind, obwohl es den Enyaq bis dato schon fast zwei Jahre am Markt gab.

    und leider kann man, wenn man ungünstige Umgebungssituationen hat, bei den MEB alternativ nichts machen.....


    Bei meinen vorherigen Fz, bei denen es mit der Feststellbremse bei ungünstiger Witterung und längerem Stand im Carport ansonsten immer geknackt hatte/hätte, konnte ich alternativ zur Feststellbremse einen Gang einlegen oder auch mal einen Keil bemühen oder eine "echte" Parksperre aktivieren.

    Nunja, wenn ich 30 Minuten Ladepause habe suche ich mir den Ort, an dem ich warten muss, etwas sorgfältiger aus als wenn ich nur 3 Minuten nachtanken müsste.

    Jede Medaille hat zwei Seiten.

    Der ausgesuchte Ladeort mit höheren Anforderungen an das Umfeld beim Zwischenladen, kostet dann im Zweifel halt mehr km und entsprechend mehr Fahrtzeit.


    Das Problem hätte ein Dieselfahrer, wenn überhaupt Tanken zwischendurch nötig wäre, da kaum Wartezeit tot zu schlagen wäre, eher selten..

    Völlig richtig!


    Real, also im der tagtäglichen Nutzung müssen WLTP-Werte nicht erreichbar sein, sondern bei exakt nachgestelltem WLTP-Testzyklus. Der jedoch ist sehr praxisfern.

    Sie müssen unter den Bedingungen des WLTP real erreichbar sein.....dass diese Realität der eines normalen Fahrers entspricht, sagt niemand.


    Gibt halt Leute, die sogar im Jahresdurchschnitt weniger verbrauchen, als es das Auto beim WLTP erreichen müsste, wie z.b. zerosurfer (13,7Kwh/100km laut BC-Anzeige im Jahresdurchschnitt, also ca 15kWh/100km Fz-Verbrauch, vergleichbar WLTP)