Beiträge von enopol

    Bei Minusgraden kommt noch die Akkuheizung dazu, dann wird's offensichtlich ganz übel. Da sollte man bei Minusgraden wohl nicht probieren, die Akkugrenzen auszuloten und das Auto bei niedrigem Akkustand auskühlen zu lassen. Keine Ahnung, wie tief der angesprochene Akkuwirkungsgrad sinkt, aber offensichtlich tief genug, dass sich der Energieeinsatz in Form von Heizen lohnt.

    und vorher kam die Akkuheizung konsequent schon bei unter 8Grad plus dazu.....um die Fahrer nicht vollends mit einem noch größeren Kurzstreckenverbrauch zu vergraulen, hat man dann 0Grad gewählt.

    Unter 0 Grad Batterietemperatur kommt nicht so wahnsinnig oft vor....

    (8 Grad hatte man vorher sicherlich nicht "ausgeknobelt", sondern das hatte m.E. schon einen sinnvollen Hintergrund. Das schont halt die die Batterie, aber es macht den erheblichen Nachteil aktueller Batterietechnik zu deutlich)

    Ich fahre ohne TA und ohne Eco.

    und mit abgeschalteter Heizung, sobald du meinst, dass es warm genug ist oder habe ich das falsch verstanden?


    15,7kWh/100km ohne Heizung über die Dörfer schaffe ich bei 6 Grad definitiv auch.....


    14,3kWh/100km bei 80er Durchschnitt, also normalerweise mit AB-Anteilen, schaffe ich dagegen ohne Hilfe (Rückenwindanteil, leichtes Gefälle) auch ohne Heizung nicht.


    Dadurch dass du über die Dörfer, also vermutlich mit geringerem Durchschnitt als 80km/h deutlich mehr pro 100km gebraucht hast, als bei deiner längeren Fahrt mit ca 80er Durchschnitt, gehe ich davon aus, dass bei der längeren Fahrt "begünstigende" Umstände vorgelegen haben könnten.

    Das was du erklärt hast, ist m.E. auch richtig.

    das erklärt u.a. die geringere Leistungsfähigkeit der Batterie. Der Motor wird dann in der Leistung beschränkt.

    Der Innenwiderstand des Akkus steigt bei niedrigen Temperaturen, dieser muss überwunden werden was zusätzlich Strom braucht. Aus dem Grund gibt's bei kaltem Akku einen teilweise ausgegrauten grünen Balken


    Der erhöhte innere Widerstand erklärt aber die Frage/Bemerkung von Blaues Coupe in keiner Weise:

    Das würde ja bedeuten, dass die Akkuheizung auf Kurzstrecke ein gewaltiger Verbraucher ist, so zwischen 10 und 15 kWh auf 100 km. Oder weitergedacht: das ist eine Akkuheizung, die genauso viel verbraucht wie der Motor! Ich fall vom Glauben ab.

    dort geht es um die Energie, die der Batterie/100km entnommen wird und das geschieht halt offenbar auch bei kalter Batterie und dadurch erhöhtem Widerstand.

    Es geht aber noch weiter:

    Bei kalter Batterie und kaltem Fz wird der Batterie offenbar mehr Energie/100km entnommen, als bei warmem Fz.

    Wie willst du diesen Fakt mit dem erhöhten Innenwiderstand der Batterie bei Kälte erklären?

    Habe nicht gesagt, dass sich etwas „verflüchtigt“ (siehe auch meinen Beitrag an Blauescoupe) und wiederholen brauchst du dich nicht. Ich glaube wir lassen ab jetzt einfach immer dich Antworten, dann stimmt ja alles.

    Wir können gerne weiter diskutieren...ich habe keine Schwierigkeiten damit, mich mit technisch nachvollziehbaren Begründungen von meiner Meinung abbringen zu lassen.

    Der Eco-Modus ändert ja technisch nichts......das ist lediglich etwas für Leute, die größere Schwierigkeiten haben, permanent verbrauchsgünstiger zu fahren.

    Durch den Eco-Modus wird die Effizienz des gesamten Antriebs (inkl.Rekuperation) nicht verbessert.

    Einen Gang runterschalten, wie beim Verbrenner, geht auch nicht ;)

    Der Rollwiderstand wird nicht kleiner und der Luftwiderstand auch nicht.

    Hast also beim Video aufgepasst, schön.

    ich brauche dafür definitiv kein Video....

    Die Energie/Leistung verflüchtigt sich in diesem Fall nicht....

    Dir werden im Cockpit deines Autos Verbrauchswerte angezeigt, die sich ausschließlich auf das beziehen, was aus der Batterie heraus kommt.

    Was innerhalb der Batterie geschieht interessiert dabei nicht.

    Dass man dafür bei größerer Kälte mehr Energie in die Batterie laden muss, sich also der Batteriewirkungsgrad verschlechtert, ist zwar richtig, hat aber keinen Einfluss auf deine Verbrauch/100km-Anzeige.

    Das würde ja bedeuten, dass die Akkuheizung auf Kurzstrecke ein gewaltiger Verbraucher ist, so zwischen 10 und 15 kWh auf 100 km. Oder weitergedacht: das ist eine Akkuheizung, die genauso viel verbraucht wie der Motor! Ich fall vom Glauben ab.

    Ein größtenteils rein rechnerischer Versuch der Erklärung des sehr großen Anfangsverbrauchs:


    Lassen wir mal die Akkubeheizung, Sitz- und Lenkradheizung und den "dramatischen" Einfluss von Winterreifen der Einfachheit halber bei Seite. Das spielt letztendlich, in dem Fall, alles kaum eine Rolle.


    Der höchste Verbrauch wird im Winter bei ausgekühltem Fz zu Anfang einer Fahrt angezeigt.

    Da geht es z.Teil lässig über 30kWh/100km.


    Laut einer meiner Winter-Carscanner-Aufzeichnungen fing die Inneraumbeheizung (z.Teil nur PTC, zum Teil PTC mit etwas WP-Einsatz) mit rund 6kW bei 1 Grad Batterie- und Innenraumtemperatur an.


    Fahrtbeginn:

    Zu Anfang steht das Auto noch, die PTC-Heizung läuft aber dann schon.

    Dann fahre ich langsam rückwärts aus dem Carport, dann fahre ich rund 500m in unserer 30er-Zone, um dann, mit 95%-iger Wahrscheinlichkeit, an der ersten Ampel für durchschnittlich 30sec zu halten.

    Danach geht es rund 800m mit max. 70 km/h weiter und dann kommt eine 2km lange Ortschaft mit einer zu 80% roten Ampel. usw.


    Wenn ich diese ersten ca 3,5km mit ausgeschalteter Klimaanlage ("Clima Off") fahre, fehlen laiut Carscanner rund 4 KW benötigter Zusatzleistung und ich war laut Anzeige bei ca 15kWh/100km.


    Bei der geringen Durchschnittsgeschwindigkeit verbraucht ein E-Auto sehr wenig Energie. Deswegen ist ja auch die WLTP-Stadtreichweite deutlich größer, als die Kombi-WLTP-Reichweite.


    Wenn ich für die Strecke 6 Minuten rechne, was schon schnell ist, wären das

    15kWh/100kmx3,5km= 0,53kWh für diese 3,5km.


    Wenn ich die durchschnittliche Heizleistung von 4kW auf dieser Strecke von 6 Minuten zusätzlich beachte, komme ich auf zusätzliche 0,4kWh für diese ersten 3,5km.


    Somit ergibt sich, inkl. Heizung, ein Gesamtenergiebedarf von 0,93kWh für die ersten 3,5km und das wiederum ergibt einen Durchschnittverbrauch nach den ersten 3,5km von rund 26,6kWh/100km und das war mit 6 Minuten noch günstig gerechnet.

    Das kommt mit der Realität zudem einigermaßen genau hin....


    Also:

    Man muss sich keineswegs in Kleinigkeiten (s.o.) verlieren.

    Ein sehr hoher Anfangsverbrauch lässt sich im Winter allein durch die Innenraumheizung bei durchschnittlich langsamer Fahrt (womöglich noch mit Standpausen bei Ampeln o.ä.) erklären.


    Und klar:

    Wenn anschließend eine längere Fahrt mit höherem Durchschnittstempo erfolgt, ist der Unterschied bei weitem nicht mehr so groß:


    1. sinkt die Heizleistung nachdem das Fz auf Innenraum-Solltemperatur gebracht wurde, auf ein relativ geringes Niveau (z.b. 1,5kW) und


    2. spielen diese zusätzlichen z.b. 1,5kW bei höherer Geschwindigkeit keine so große Rolle mehr.

    Bei 100km/h, die man mit z.b. 18kWh/100km ohne Klimagerätschaften fährt, wäre die Erhöhung dann halt nur noch 1,5kWh/100km. Trotz hohem Anfangsverbrauch , nähert man sich dann einem relativ günstigen Verbrauchswert.


    Man käme also durch die Heizung von 18 auf gerade mal 19,5kWh/100km und das bemerken viele, weil der Verbrauch eh immer schwanken kann, ohnehin nicht.

    Ist es nicht. Es war nicht ganz korrekt ausgedrückt, aber beim Laden- als auch beim Entladen steigt bei kalten Temperaturen der Innenwiderstand (jeweils positiv/negativ).

    Schau dir das Video oben oder/und die Literatur dazu an.

    ...aber das hat nun mal absolut nichts damit zu tun, wieviel kWh/100km der Antrieb vom Akku benötigt......


    Dein Fz könnte auch einen 30kWh-netto-Akku haben, der eventuell sogar im Sommer einen größeren Innenwiderstand hat, als der 77kWh-Akku im Winter.

    Auch dann wird dem Akku unter ansonsten identischen Bedingungen, die gleiche Energie/100km entnommen.