Beiträge von enopol

    Wenn die Installation nicht wirklich in Ordnung ist, kann es "heiß" werden.

    Eine oftmals übliche 16A Sicherung wird eher nur dann auslösen, wenn der zugehörige Stromkreis von einem zusätzlichen Verbraucher genutzt wird.

    Die Zuleitungen selbst, sofern sie zumindest 1,5mm² aufweisen und unbeschädigt sind, werden auch bei 3,6kW eher nicht so warm (60-70Grad), dass man sich daran die Finger verbrennt.

    Was wirklich "heiß" werden kann, sind Kontakte. Einmal die, die man nicht sehen kann (in Verbindungsdosen) und meistens die einer Schuko-Dose.

    Das kann im schlimmsten Fall sogar zu einem Brand führen und das durchaus auch schon bei 10A (2,3kW).


    Zumindest den Einfluss der Anschlussdose kann man dadurch entschärfen, dass man eine neue Markensteckdose einbaut und dann sollte zumindest einer Ladung mit 2,3kW (10A) nichts im Wege stehen.


    Zum ADAC-Bericht:

    Die Verluste beim Laden an der Wallbox können ebenfalls heftiger ausfallen. z.b. bei den MEB, wenn es draußen wirklich kalt ist....

    Wenn man das Sparen zum Sport macht, Stichwort: Hypermiling, dann ist es sicher schon eine Hausnummer, sofern man möglichst viele Situationen, wo das E-Auto des Normalfahrers rekuperiert, vermeidet.

    Rekuperieren passiert normalerweise sehr häufig.


    Insgesamt (dazu gehört allerdings mehr, als nur Rekuperation möglichst zu vermeiden), ist es aber, wie hier im Forum beschrieben, möglich, mit einem iV80 im Jahresschnitt auf rund 14kWh/100km zu kommen und das dürfte ca 4kWh/100km weniger sein, als es der Durchschnitts-iV80-Fahrer zustande bringt.


    Ich selbst habe in meiner Praxis nahezu keine ernsthaften Anwendungsfälle fürs Rollen in N. Es ist mir zu anstrengend daran zu denken, zwischen N und D zu schalten und zudem bin ich nicht der einzige Fahrer des Fz......

    Wir wollen das Fz einfach nur komfortabel Fahren (übrigens auch mit voll genutzter Klimaanlage...) und sind mit den ca 17,5kWh/100km (laut Anzeige) als Mittel in fast 3,5 Jahren ganz zufrieden.

    Einen "Schaltwagen" wollte ich eigentlich nicht mehr... ^^


    N benutze ich daher nahezu nur für Waschstraßen und fürs Effizienz-verschlechternde morgendliche Entrosten der mechanischen Bremsen.

    (Antriebs-)Leistung wird sicher keine "flöten" gehen, da der Klimakompressor ja nicht vom Antriebsmotor versorgt werden muss (im Gegensatz zum Verbrenner-KfZ). Wie enopol dir akribisch vorgerechnet hat muss der streckenabhängige Verbrauch steigen, abhängig von der Geschwindigkeit.

    Aus persönlicher Erfahrung kann ich anmerken, dass trotz Kühlung des Innenraums, insbesondere auf langen Strecken, nach meinem Gefühl der Verbrauch weniger stark ansteigt als zu befürchten wäre. Ich denke es gibt hier noch ein paar gegenläufige Effekte:

    - wärmere Luft ist leichter und hat einen geringeren Widerstand

    - Der Reifendruck steigt (kaum einer wird den Reifendruck bei höheren Außentemperaturen regelmäßig kompensieren)

    - Die Batterie hat vermutlich einen geringeren Innenwiderstand, was die Effizienz des Antriebssystems steigert.

    - ???

    Was genau haben diese 3 Punkte mit dem Unterschied zwischen Clima off und Clima on zu tun?


    Wenn der Fahrwiderstand bei Wärme geringer ist, verringert das den Verbrauch des Motors, wenn der Reifendruck steigt, passiert das Gleiche und wenn die Batterie effizienter funktioniert, wirkt sich das letztendlich auf die Reichweite, aber nicht auf den Verbrauch aus.


    Wenn dem Klimakompressor bei Wärme z.b. 2kW E-Leistung zugeführt werden müssen, um eine bestimmte, vom Fahrer gewählte Innenraumtemperatur zu halten oder zu erreichen, bleiben das in jedem Fall exakt 2kW mehr, als der Antrieb selbst benötigen würde......daran ändern geringere Fahrwiderstände oder eine effizientere Batterie absolut nichts...

    Der Kompressor verbraucht dann nicht weniger.....


    Wie sich dieser fixe Mehrleistungsbedarf, den die Batterie zusätzlich stemmen muss und der definitiv in die Verbrauchsanzeige einfließt, dann auf den Verbrauch auf 100km auswirkt, hängt ausschließlich von der gefahrenen Geschwindigkeit ab.

    Im Extremfall, z.b. wenn du im Stau steckst und nur mit 20km/h im Schnitt vorwärts kommst, wird es halt heftig, denn dann führen die beispielhaften 2kW, die für die Kühlung drauf gehen, zu einem ziemlich genau um 10kWh/100km erhöhten Verbrauch in der Anzeige des Fz.

    So weit ich die Freunde des Hypermiling verstanden habe, wenden sie das Ausrollen in N an, um Rekuperation zu vermeiden, denn Rekuperation bedingt immer zusätzliche Verluste.

    Viel besser als rund 70% Wirkungsgrad wirds wohl, je nach Quelle, nicht.

    In D wird halt noch etwas rekuperiert.....wenn ich in N lediglich den Motor minimal bestromen muss, um das Drehfeld mit angepasster Geschwindigkeit (und daher ohne Bremsmoment) zu bewegen, ist das in Summe effizienter.

    In welchen Videos kannst du denn eine wirklich exakt vergleichbare Fahrt sehen, wo der einzige Unterschied darin besteht, dass einmal mit "Clima Off" (also kein Zusatzverbrauch durch Kühlung, Heizung oder Lüftung) und ein mal mit "Clima on" mit entsprechenden Einstellungen/Bedingungen usw. , gefahren wurde?


    Die Bedingungen ändern sich während einer realen Fahrt, selbst mit Tempomat, praktisch dauernd.

    Das stimmt, ist IMHO trotzdem effizienter als mit N Strom zuzuführen, um ungebremst zu segeln.

    Ich habe den Verdacht, dass du dir die Verhältnisse (Leistung bzw. Drehmoment) noch nie über OBD-Livedaten angeschaut hast.....

    Wenn du in D segelst wir minimal rekuperiert.....wenn du in N segelst, wird nahezu nicht rekuperiert. Wenn du in N "segelst" kannst du daher etwas weiter ausrollen...

    Kann ich die 12V Batterie mit einer Kühlbox soweit entladen, dass nichts mehr geht?


    Hätte erwartet, dass der Enyaq die 12V Batterie selbst nachlädt, wenn ich das in der App erlaubt habe?

    also ich kann es in der App nicht "erlauben" (MEB mit H-Kennzeichen... ^^ ).

    Ich habe so einen Test zumindest soweit mit meiner Peltierbox (also einer kontinuierlichen Strombelastung von ca 4A) gemacht, bis die Spannung an der Fz-Batterie bei 12V war. Tiefer wollte ich nicht......da es sich um eine Starterbatterie handelt, hätte, bei der geringen Strombelastung, deutlich eher nachgeladen werden müssen und das gilt m.E. natürlich auch für andere Arten der Entladung, für die das Fz quasi selbst verantwortlich ist.

    Dass auch das nicht immer klappt, ist durch die 12V-Probleme, die man hier im Forum nachlesen kann (unerklärliche Entladungen im Ruhezustand), belegt.

    Das Problem bei Fz-Akkus im eingebauten Zustand ist, dass jeder Fz-Hersteller "den" SOH" etwas anders feststellt, als ein anderer.

    Eine allgemein gültige Norm gibt es dafür nicht.

    "Den" SOH, der sich auf die Werksangabe des Zellen-/Batterieherstellers bezieht, so wie es z.b. bei jedem Starterakku der Fall ist, misst m.E. niemand.


    Im eingebauten Zustand gibt es halt am oberen und unteren Ende des Akku-Ladezustands unterschiedlich programmierte Sicherheitsreserven und zudem misst jeder Fz-Hersteller unterschiedlich.

    Dazu gibt es dann noch Firmen, die "den" SOH aufgrund eigener Erfahrungen feststellen und spätestens dann ist "der" SOH kaum noch untereinander vergleichbar.


    "Der" SOH, der durch den offiziellen Test von VW/Skoda bei einem MEB festgestellt wird, ist (war bisher) grundsätzlich geringer, als "der" SOH, der z.b. von der Fa. Aviloo festgestellt wird. Es gibt zudem auch noch andere Firmen, die "den" SOH wiederum anders messen.

    Der für die VW-Batteriegarantie relevante SOH-Test ist ausschließlich der Langzeit-Test von VW.


    Dazu hätte ich gerne mal eine Tabelle mit möglichst vielen unterschiedlich alten MEBs gesehen....