Ich habe nach dem Modultausch tatsächlich den Akku dreimal hintereinander auf jeweils 0% nach Anzeige im mittleren Display heruntergefahren und dann an der heimischen Wallbox jeweils wieder auf 100% nach Anzeige aufgeladen. Zwischen diesen drei Aktionen wurde das Auto nicht geladen.
Die bei den Ladevorgängen vorher und nachher angefallenen Messdaten habe ich mit dem Carscanner protokolliert und verglichen. Es scheint tatsächlich so, daß der Akku erst nach mehreren vollen Ladezyklen seine volle Kapazität erreicht. Weiter ist wichtig zu wissen, daß die Anzeige "100% SoC" im Display in Wahrheit nur max. 95-96% SoC nach BMS sind und bei Anzeige "0% SoC" im Display immer noch ca. 5-6% SoC nach BMS vorhanden sind (das Auto fährt ja auch bei 0% SoC noch).
Bei dem letzten dieser Ladevorgänge an der heimischen Wallbox (mit extra Zähler) habe ich sage und schreibe 80,5 kWh in den Akku gepumpt. Mit 10% Ladeverlusten kommen davon noch über 72 kWh im Akku an, was man mit dem Carscanner aus der Differenz der Werte "gesamte kumulierte Ladung in kWh" nachher zu vorher verifizieren konnte. Der Rest bis 77 kWh Nettokapazität wäre dann die Sicherheitsreserve, an die man sowieso nicht herankommt. Diese Meßwerte (ein Tipp von ichderarnd) aus dem Carscanner sind vermutlich die genauest möglichen, um die geladene Menge an kWh zu bestimmen.
Ich habe jetzt eine nutzbare Akkukapazität von ca. 72 kWh erreicht und das scheint mir absolut o.k. zu sein. Wenn ich mal Zeit habe, werde ich die Daten meiner drei "Lern-Ladezyklen" zusammenschreiben und hier posten.
Zu der Schnellladeleistung kann ich noch nichts sagen, da seit dem Modultausch noch nicht am HPC gewesen.
P.S.:
Zur Erläuterung der Begrifflichkeiten hier anhängend noch einmal die Erläuterungen, die die Fa. Aviloo dazu bei ihren Messverfahren gegeben hat
Brutto Netto und tatsächlich nutzbare Energie.pdf