Beiträge von Stella

    Ich weiß nur nicht, warum er das Problem so sehr auf die Autos projiziert. Es ist doch viel mehr ein Problem der Ladeziegel, die das nicht richtig anzeigen. Perfekt wäre in meinen Augen ne ordentliche Fehlermeldung im Auto, die man aber quittieren/überstimmen kann. Dazu einen eindeutigen Hinweis im Handbuch, was beim Quittieren zu beachten ist. Man könnte z.B. im Handbuch bei dem Hinweis einen kryptischen alphanumerischen mehrstelligen Code angeben (den sich niemand merken wird), der zum quittieren der Meldung eingegeben werden muss. Dann könnte niemand behaupten, er hätte den Hinweis nicht gesehen. Oder einen Code über die App generieren lassen, der auch eindeutig mit dem Hinweis verknüpft ist.

    Darum geht es doch gar nicht, aber wir haben damals bei der Fahrt gelernt, dass die schöne Reichweitenplanung bei einem längeren Stau bei richtiger Kälte durchaus komplett über den Haufen geworfen werden kann. Und ich folge noch dieser Fahrt der Aussage nicht mehr, dass man mit einem E-Auto da besser gerüstet ist als im Verbrenner. Aber wie bereits geschrieben warten wir einfach mal den Winter ab. (Wenn wir einen bekommen).

    Dass man seine Ladeplanung dann vergessen kann, da stimm ich dir natürlich zu. Aber es ist ja nun auch nicht mehr so schlimm, dass man alternativlos auf den angepeilten HPC in 250km Entfernung angewiesen ist. Da muss man halt umplanen. Und Termine kann man mit so einem Ereignis eh knicken.


    Man muss hier unterscheiden zwischen "Ladeplanung hinfällig" und "Oh Gott, ein Stau, wir müssen alle sterben!"

    Letzteres wird aber gern von der Verpennerseite propagiert.

    Man muss sich jetzt auch nicht in den Schlüpper machen!

    Im tiefsten Winter fährt man weder auf Reserve mit dem Verbrenner auf die Autobahn, noch sollte man das jetzt mit dem E-Auto machen.
    Die Ängstlichen legen sich zusätzlich noch eine Decke ins Auto. Fertig! War schon immer so.

    Prinzipiell ist das E-Auto besser für lange Autobahnblockaden im Winter gerüstet als ein Verbrenner, aber wie immer ist der Einzelfall entscheidend.
    Jetzt sammeln wir erstmal im ersten Winter Erfahrungen - von der Zugspitze bis Flensburg und dann reden wir weiter.

    Kann mir bildlich folgende Headline in den Nachrichten vorstellen:

    "E-Auto-Fahrer erfriert bei nächtlichem Stau auf der Autobahn."


    In der letzten Nacht ist ein Fahrer eines E-Autos bei einem mehrstündigen Stau auf der Autobahn erfroren. Offensichtlich ist ihm die Energie in seinem Akku ausgegangen. Augenzeugen berichten:

    "Ich stand mit meinem Wagen im Stau direkt neben diesem Fahrzeug und ich konnte beobachten, wie der Fahrer von Stunde zu Stunde nervöser wurde. Irgendwann zwischen 3.00 und 3.20 Uhr ist es dann ruhig und dunkel in dem Auto geworden. Tragisch, dass dem Mann absolut nicht zu helfen war. Ich war allein in meinem Auto unterwegs und hatte es immer schön warm!"


    Ich meine, klar ist es nicht schön, in so eine Situation zu kommen. Aber denkt ihr wirklich, dass man euch im Notfall im Stich lassen würde?

    So, hab dann auch mal dem Auto die Winterschuhe angezogen. Dabei habe ich gleich mal die Gelegenheit genutzt, die Räder zu wiegen. Gewicht pro Rad:


    21" Betria mit Pirelli Scorpion SEAL:

    VA, 235: 30,5kg

    HA, 255: 31,7kg


    19" Borbet Z mit Bridgestone Blizzak LM005:

    VA, 235: 25,2kg

    HA, 255: 25,8kg


    Der Gewichtsunterschied summiert sich somit auf 22,4kg für den ganzen Radsatz. Mit dem Faktor 7 für ungefederte Massen hat das somit einen Einfluss wie 156,8kg gefederte Masse auf das Fahrverhalten. Das ist nicht ganz vernachlässigbar.