Beiträge von Stella

    Langstreckenfahrer


    Nein, die Radmitte ist an der Achse des Fahrzeugs "befestigt" und hat die Geschwindigkeit des Fahrzeugs. Der Reifen steht unten auf dem Boden und hat dort die Geschwindigkeit null. Die Lauffläche oben am Rad hat die doppelte Geschwindigkeit des Fahrzeugs. Ein Stein im Profil (als Beispiel) wird somit mit jeder Umdrehung von 0m/s auf doppelte Fahrzeuggeschwindigkeit beschleunigt und dann wieder auf null abgebremst.

    Grundsätzlich bin ich auch eher Fan des passiven Systems. Alle Sensoren dafür sind sowieso verbaut und man wertet die vorliegenden Daten für diese Funktion nur etwas anders aus.

    Ein aktives System hat den Vorteil, dass man den tatsächlichen Reifendruck ablesen kann. Meine Sommerräder auf dem Enyaq hatten die Macke, dass sie einen erhöhten Druck von 3,0bar nicht lange halten konnten. Das ging dann schleichend auf so 2,7bar zurück, gleichmäßig an allen Rädern, ohne dass tatsächlich etwas defekt war. Das kriegt ein passives System nicht mit.

    Also auf der linken Spur in einer langen Baustelle würde ich den TA generell ausschalten. Da bringt der keine Vorteile. Rechte Spur ja, aber links nicht.


    *Mit-dem-Enyaq-darf-man-sowieso-nicht-auf-der-linken-2-Meter-Spur-fahren-Kommentare in 3...2...1* 😋

    "Kratzer mit der Zange reinhauen", dramatischer ging es nicht?

    Ne ne, da ist schon was dran. Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine Fachwerkstatt das nicht mit diesem Abzieher macht. Allein schon deswegen, weil es damit viel schneller und einfacher geht als mit einer Zange.

    Bevor ich den Golf GTE hatte, kannte ich diese Dinger gar nicht. Ich weiß noch, dass ich den ersten Räderwechsel damals unverrichteter Dinge abbrechen musste, weil ich diese Kappen partout nicht runterbekommen habe. Wenn die richtig stramm draufsitzen, leiden die auf jeden Fall, wenn man da mit einer Zange dran geht. Hatte mir dann aus dünnem Metalldraht was zurechtgebogen, was letztlich so funktionierte wie der Abzieher. Was hab ich diese Kappen verflucht. Beim Octavia, den wir gebraucht gekauft hatten, hatte der Vorbesitzer diese Dinger wohl schon entsorgt. Beim Golf habe ich sie dann auch erstmal weggelassen. Als der Enyaq kam und da ein Abzieher dabei war, habe ich die Kappen dann auch wieder verwendet. Da ich diese bei meinen vorherigen BMW aber gar nicht hatte und daher nicht kannte und sich mir der Nutzen auch nicht erschloss, hab ich nur gedacht "Wer denkt sich denn so ne K_cke aus?".

    Man darf auch nicht vergessen, wo die einzelnen Käufer des Enyaq herkamen, für wie viele verschiedene Anwendungsfälle der Enyaq letztlich gewählt wurde, einfach weil es noch kaum Alternativen gab. Für manche gibt es heute immer noch keine. Der eine suchte eigentlich einen Kombi, der andere einen Minivan (Touran), einen Van (Sharan) oder "Kastenwagen" (Caddy, Yeti). Es gab damals noch keinen ID.7, noch keinen Elroq, noch keinen ID.BUZZ, noch keinen Kia EV9. Und wer seinen Langstrecken-Passat gegen ein BEV tauschen wollte, landete auch nicht selten beim Enyaq. All diese Leute suchen nun nach vollkommen unterschiedlichen Alternativen zum Enyaq. Alternativen, die ihren ursprünglichen Anforderungen vielleicht mehr entsprechen als es der Enyaq tut. Und für viele wird es nun ein ID.7, Elroq oder ID.BUZZ. Und der ursprüngliche Langstrecken-Passatfahrer findet nun auf dem Markt deutlich langstreckentauglichere Alternativen mit großer Batterie und hoher Ladeleistung.

    Der Erfolg des Enyaq hängt auch damit zusammen, dass er viele dieser unterschiedlichen Anforderungen ganz gut unter einen Hut bekommen hat. Die Anforderung an eine sehr gute Langstreckentauglichkeit ist nicht das einzig wahre Kriterium, welches es nun zu erfüllen gilt, weil sonst Game-over ist. Wer heute einen Langstreckendiesel ersetzen will, landet nicht mehr unbedingt beim Enyaq. Vor vier Jahren war das noch viel eher der Fall. Heute wäre aufgrund des breiteren Angebots überhaupt die Wahl eines SUV dafür zu überdenken.