Ich habe einen Kollegen mit einem E-Auto. Mal sehen ob der eine Wall-Box Zuhause hat. Auch hier die Frage, wie der AG dann abrechnet. Wahrscheinlich muss ich ihm meinen kwh Preis nachweisen, oder?
Einfachster Weg (so habe ich es gemacht):
Wallbox selber beschaffen und installieren lassen. Wichtig: damit das Finanzamt die Abrechnung mit dem Arbeitgeber "absegnet" (oder Deine Stromkosten als Selbstbeteiligung, die den geldwerten Vorteil mindert anerkennt), muss die Wallbox einen Schutz vor unbefugtem Zugriff haben. Entweder per Zugangskontrolle, z.B. per RFID-Karte o.ä. oder sie muss an einem Ort installiert sein, zu dem der Zugang geschützt ist (in einer Garage, abgeschlossener Hof etc. Bei mir hängt sie unter dem Carport, daher mit Freischaltung per RFID. Außerdem muss ein MID-Zähler vorhanden sein, entweder in der Wallbox eingebaut oder extra in der Zuleitung zur Wallbox.
Dem Arbeitgeber habe ich nun eine Kopie meines Stromvertrags übermittelt, monatlich rechne ich die mit dem MID-Zähler ermittelten Stromkosten mit dem Arbeitgeber per Reisekosten-Abrechnung ab. Die Abrechnungen kann ich per Internet ganz bequem von meinem Arbeitsplatz auslesen und als PDF versenden.
Es gibt auch Kompettangebote, z.B. von EnBW, die der Arbeitgeber beauftragt und wo dann vom Anbieter die Wallbox bei Dir zuhause installiert wird und die Abrechnung dann komplett über den Anbieter läuft. Sind aber recht teuer und es ist eine Mindestanzahl an Arbeitnehmern notwendig, die abgerechnet werden.
Die anderen Anbieter hast Du, falls keine DKV-Säule in der Nähe ist? Die Kosten über die anderen Anbieter reichst Du bei Nutzung dann ein?
Es gibt keine DKV-Säulen. DKV ist ein reiner Dienstleister. Der rechnet pro Kilowattstunde den teuersten Ad-Hoc-Preis ab und haut noch einen Zuschlag drauf. Teurer laden als mit der DKV-Karte dürfte kaum möglich sein. EnBW und auch andere (z.B. VW) bieten einer Tankkarte vergleichbare Lösungen für Ladekarten wesentlich günstiger an. Mein Arbeitgeber hat sich aber noch nicht zu solch einer Karte durchringen können. DKV hat er nach der ersten Abrechnung vom Hof gejagt, jetzt lade ich (und die BEV-fahrenden Kollegen) meine privaten Ladekartenrechnungen per Reisekosten monatlich ab. Dies sind bei mir aktuell der EnBW-M-Tarif und der "kleine" Ionity-Tarif. Als Backup habe ich noch den PowerPass ohne Grundgebühr dabei, da dieser von der Akzeptanz bisher ungeschlagen ist.
Nachteil für den Arbeitgeber: er kann die Umsatzsteuer nicht zurückholen, da die Rechnungen nicht an die Firma gestellt werden sondern an mich als Privatperson. Soll aber nicht mein Problem sein. Mehr als ihn hin und wieder auf die oben genannten Alternativangebote hinweisen kann ich nicht.