Mehr und mehr kann ich diese Winterverbrauch Diskussionen nicht mehr nachvollziehen. Hauptsache es funktioniert gut. Und das tut es doch grade beim Enyaq, sehr gut.
Heute um 7:20 hatte ich unsere e-Golf vorgeheizt, an der WB. Anschließend habe ich ihn 20 Minuten lang bei -11,5°C notdürftig vom gefroren Schnee/ Eis befreit. Schließlich musste der Ladestecker ja ab und die Klappe zu. Dann ging es um 7:50 los. Mit 70 km/h für 13km Bundesstraße. Dann 500km BAB mit 110km/h. Innen immer 19°C. Ich ziehe mich lieber warm an, als in den Pausen gleich zu frieren ?. Am Ende den Rest von 520km durch Gießen. Wir gönnten uns vier Ladestops (43, 48, 14, 43 Minuten und noch ca. 15 auf anderer Karte ?? = 163) und er zeigte am Ende ca. 18,2kWh/100km im Infotainment und verbrauchte ca. 19kWh über HPC und 100% an der WB . (Im Sommer hätte es die Strecke mit 15 kWh/100km gemacht).
Der Enyaq startete gegen 9:50 mit dem Rest der Familie (2+4). Um 16:45 kam der Golf an. Um 17:15 der Enyaq. Der Enyaq verlor 10 Minuten vor Hannover im Stau. Nach Ionity HPC Ladesäulen plus 77kWh von der WB, benötigte der Enyaq fast 30kWh/100km. Zwei Ladestops, 18 Minuten und 61 = 79. Gefahren mit 120 bis 130km/h auf der BAB bei 22°C. Im Sommer braucht es 22kWh/100km)
Fazit: Durch die mittlerweile hohe Dichte an Ionity Station an A7 und A5 ist auch der Golf nicht nur relativ Langstrecken, sondern dabei, wie beim täglichen Pendel zur Arbeit, wintertauglich. Im Dezember 2018, als wir ihn kauften, hatte man Mühe eine Strecke von Lübeck nach Hannover zu planen. Also ist für mich die Infrastruktur und Ladeleistung der Schlüssel. Nicht die Mehrverbräuche durch was auch immer.
Kompromisse muß man eingehen. Aber man bekommt so viel mehr zurück. Aber dafür habe wir hier einen anderen Gesprächsverlauf.
Ach ja, zum Enyaq. Wer aufmerksam ließt, erkennt, das er 1:45 schneller war. Das ist doch schon einiges bei 5:00 bis 5:30 reiner Fahrzeit.