Beiträge von Enyaq2020

    Ich habe gestern ein sehr interessantes Phänomen festgestellt. Wenn ich in D mit automatischer Rekuperation und aktivem pACC fahre und dann auf die Bremse trete, weil z.B. eine rote Ampel vor mir ist, dann bremst der anscheinend mit der mechanischen Bremse. Der blaue Rekuperationsbalken bleibt komplett vom ersten Moment bis zum Stillstand aus. Tippe ich kurz vorher den pACC am Hebel aus und bremse dann, rekuperiert er brav und kräftig.

    Soll das so sein oder ist das ein Bug???

    Ich tippe auch auf einen Bug, wenn in Deinem Akku ausreichend Platz war, den rekuperierten Strom überhaupt aufnehmen zu können.


    Zur Überprüfung kannst Du im Infotainment mal die Fahrdaten legen, die unterste Zeile bei den Daten zeigt den aktuellen Energie-Bedarf in kW/100km, beim Rekuperieren ist dieser Wert dann negativ. Damit lässt sich zusätzlich zu dem blauen Balken gut abschätzen, wie stark die Rekuperation ist.

    Ich bin am Sonntag eine Straße mit 21 % Steigung gefahren. Die Hochfahrt war klasse, bei der Runterfahrt musste ich mechanisch bremsen, weil auch bei nur halbvollen Akku die Rekuperation nicht ausreichend bremst.


    Mal schauen, ob ich herausfinde, bis zu welchem Gefälle eine konstante Geschwindigkeit nur durch die Rekuperation gehalten werden kann. Je nach Gesamt-Gewicht undGeschwindigkeit tippe ich mal so auf um die 16 % Gefälle.

    Ich lese in diesem und in anderen Foren immer wieder, dass pACC und/oder TravelAssist unbrauchbar seien, weil es für die Fahrenden immer wieder Situationen gibt, in denen diese eher störend als hilfreich sind. Ich sehe das nicht so „radikal“ mit der „absoluten Unbrauchbarkeit“ beider Systeme. Denn bei jeder Betätigung des Bremspedals schalten beide ab und ich habe jedesmal die freie Wahl, pACC zu aktivieren und ggf. den TravelAssist zuzuschalten.


    Es gibt für mich zusätzlich noch eine interessante „Light-Version“ des pACC, die ich gerne nutze, wenn ich pACC nicht aktiviert habe:

    Wenn bei meinem ENYAQ pACC eingeschaltet, aber nicht aktiviert ist (die Anzeige im Display und HUD zeigt die Geschwindigkeit, ist aber grau), dann funktioniert pACC dennoch beim Segeln: Bei jeder aus dem Navi erkennbaren Geschwindigkeits-Verringerung (z.B. zul. Geschwindigkeit wird reduziert, Zufahrt auf einen Kreisel, Zufahrt auf eine Kreuzung) oder bei durch die Kamera erkennbaren Geschwindigkeits-Verringerung „bremst“ das System sanft herunter auf die Ziel-Geschwindkeit, was ich durch Stromgeben auch aufheben kann.


    Nach rund 6.000 km habe ich meine Nutzungsprofile für den Einsatz von pACC undTravelAssist gefunden:

    - zu rund 10 % nutze ich „nur“ pACC-light (schmale Straßen, kurvige Straßen, enge Ortsdurchfahrten, usw.)

    - zu rund 90 % nutze ich pACC (Stadtverkehr, Überlandverkehr, Autobahnen) — und wenn mir danach ist, dann auch mit TravelAssist

    Ich habe mittlerweile mit der PowerPass-Karte deutschlandweit bei IONITY und ARAL rund 10x ohne Probleme laden können.


    An einer 22 kW-Säule im Zentrum von Glücksburg/Ostsee funktionierte die PowerPass-Karte nicht, da kam dann die EnBW-Karte zum Einsatz. Und an einer 22 kW-Säule in Flensburg (Ochsenmarkt) war es genau anders herum, da funktionierte die EnBW-Karte nicht und da habe ich dann wieder die PowerPass-Karte genutzt.

    Zum TravelAssist steht auf S. 184 in der Betriebsanleitung (11/2020):


    TravelAssist


    Verwendungszweck

    Travel Assist hilft, das Fahrzeug innerhalb der Fahrspur zu halten, und regelt gleichzeitig die Fahrgeschwindigkeit.


    Funktionsweise

    Travel Assist nutzt die Funktionen Lane Assist und ACC.


    Da ich über zwei SUPERB die letzten 10 Jahre mit den Assist-Systemen von Škoda „mitgewachsen“ bin, bin ich nun beim ENYAQ überhaupt nicht auf die Idee gekommen, dass der TravelAssist außer den mir bekannten Geschwindigkeits-Zeichen auch Rote Ampeln, Stop-Schilder, Vorfahrt-Beachten-Schilder o.ä. beachten können sollte.

    Aber es gibt alleine hier im Forum nun mindestens 2 mir bekannte Fälle, in denen neue ENYAQ-Fahrende davon ausgingen, dass der TravelAssist sehr wohl solche wesentlichen Verkehrszeichen richtig beachtet und umsetzt. Und außerhalb dieses Forums dürften das noch einige zig Personen sein.


    Das macht mich etwas nachdenklich in zwei Richtungen::/

    • Zum einen könnte damit generell das Gefährdungspotential steigen, wenn zunehmend von Fahrzeugen etwas erwartet wird, was diese nicht leisten können.:/

    • Zum anderen könnten die Hersteller bei Assistenzsystemen sich berufen fühlen, beim Einschalten auch noch Sicherheitshinweismeldungen einzubauen, die wiederum dann nur im Stillstand quittiert werden dürfen.:/


    Ich bin gespannt — und wünsche uns allen auf alle Fälle unfallfreies Fahren mit unseren ENYAQs.:)

    Im SUPERB bin ich bereits seit Jahren eher zurückhaltend gefahren, weil ich für mich die Erfahrung gemacht habe, dass schnelleres Fahren oft (aber nicht immer!) mich mehr stresst, als es mir Zeit-Vorteile bringt. Und mit dem langsameren Fahren hatte ich die letzten Jahre eine Reichweite um die 1.100 km. Meine Geschwindigkeiten auf Autobahnen oder vergleichbaren Straßen waren dabei bei einer Fahrtstrecke bis ca. 150 km meist 120 km/h und bei längeren Fahrstrecken meist 130 km/h, selten mehr. Als ich mich dann Mitte 2020 für den ENYAQ entschieden hatte, passte das ganz gut.


    Mit dem ENYAQ fahre ich nun auf Autobahnen oder vergleichbaren Straßen mehr oder weniger ähnlich, wobei ich hier nun immer auch noch die Reichweite im Hinterkopf habe. Da ich fast überwiegend weite Strecken fahre (z.B. 150 km hin und zurück, 360 km einfache Fahrt, 700 km einfache Fahrt) fahre ich meist am Anfang der Strecken zurückhaltender, um dann ggf. gegen Ende etwas „Strom zu geben“ — doch meist mache ich das dann doch nicht, weil mir das Cruisen mehr Spaß macht.


    Und mit dem ENYAQ gibt es gegenüber dem SUPERB für mich einen tollen Nebeneffekt: In den knapp 6 Wochen bin ich inzwischen knapp 6.000 km gefahren - und im Gegensatz zum SUPERB bin ich immer relaxed aus dem ENYAQ ausgestiegen. Das Fahren im SUPERB, das mir immer auch sehr viel Spaß gemacht hat, war demgegenüber für mich wesentlich anstrengender.

    Für mich ist bei der Klimaanlage dies der schnellste (und einfachste) Weg:

    • Taste <Clima> (oder so ähnlich) in der Tastenreihe über der PhoneBox drücken
      => im Infotainment öffnet sich das Menü für die Klimaanlage
    • Zur weiteren Einstellung wähle ich dann in der linken Leiste <klassisch> (oder so ähnlich) aus.


    Ich habe eine 3-Zonen-Klima-Anlage, dort kann ich dann über einen Tab <vorne> und <hinten> auswählen.


    Generell empfehle ich, immer auch selber in die Betriebsanleitung (online bei Stillstand, PDF) zu schauen, denn ich entdecke dort immer wieder Hinweise, auf die selber so noch nicht gekommen bin oder/und die ich bisher noch nirgends wahrgenommen habe.:)

    Bei der Diskussion um die Möglichkeiten und Grenzen eines LaneAssist und/oder SpurhalteAssist und/oder TravelAssist halte ich mich raus, denn hierzu gibt es in verschiedenen Formen aus meiner Sicht heftigste Diskussionen.


    Für mich ist der TravelAssist eine von mir sehr gerne genutzte und ausreichend sicher funktionierende Unterstützung beim Fahren auf den meisten Straßen, die ich befahre (ca 90 %). Bei Straßen, die schmal sind und/oder sehr kurvig sind und/oder schlechte Markierungen haben, weiß ich um die Grenzen das TravelAssist für mich, so dass ich diesen dann eher nicht einschalte.