Beiträge von Enyaq2020

    Ich habe zuvor den Skoda Karoq gefahren, also gewissermaßen ein verwandtes Navi-System.

    Dort gibt/gab es eine Funktion "Automatischer Zoom", d.h. der Zoom-Faktor hat sich automatisch verändert in Abhängigkeit von der Position (z.B. innerorts anders als Autobahn). Wohlgemerkt nicht beim Navigieren selber, sonder bei der einfachen Karten-Anzeige. Diese Funktion finde ich sehr sinnvoll, kann sie aber im Enyaq nirgends finden. Gibt es so etwas? Und falls ja, in welchen Einstellungen könnte ich das finden? Ich gebe zu dass ich mich in der Vielzahl von Einstellmöglichkeiten immer wieder mal "verirre".

    Mein ENYAQ hat im Navi eine automatische Zoom-Funktion, die sich aktivieren und deaktivieren lässt — ich kann mir sogar vorstellen, dass das von Škoda bewusst so im Sinne von „simply clever“ gelöst wurde:


    • Aktiviert ist die automatische Zoom-Funktion immer dann, wenn die Schaltfläche „runder schwarzer Kreis mit dem Auto und den 4 Kompasspfeilen“ links unten nicht zu sehen ist.
    • Deaktiviert wird die automatische Zoom-Funktion, wenn ich ein klein wenig in die Karte hinein- oder heraus zoome — und dann auch die genannte Schaltfläche zu sehen ist.

    Aus meinen bisherigen Erfahrungen (aktueller Kilometer-Stand: 29.991 km — morgen geht es in die 30 ?) rechne ich bei nasser Straße (hierauf kommt es an) mit um die 10 % geringerer Reichweite und bei Gegenwind je nach Windgeschwindigkeit mit deutlich mehr. Ich habe bei einer konstanten Fahr-Geschwindigkeit von 110 km/h bei Starkwind gegen den Wind schon um die 50 % Mehrverbrauch gehabt als quer zum Wind — und mit dem Wind wird es dann gefühlt schon fast zum Rekuperieren.


    Ich denke, die Meisten von uns (mich eingeschlossen) müssen erst noch lernen, dass bei E-Fahrzeugen die Witterungseinflüsse wesentlich stärker im Verbrauch merkbar sind als beim Verbrenner. Das ist eigentlich wie in der See- und Luftfahrt.

    Sodele, heute konnte ich mal ein wenige testen:

    • Erste Fahrt:
      — Start aus der Tiefgarage mit einer Akku-Temperatur von 10 °C.
      — 110 km Fahrt über die Autobahn mit durchgängig 110 km/h bei einer Außentemperatur von 6,5 - 7,5 °C.
      => Die Akku-Temperatur steigt in den ersten beiden Dritteln der Strecke kontinuierlich auf 13 °C und bleibt dann konstant.
    • Zweite Fahrt:
      — Weiterfahrt nach einer 1-stündigen Frühstückspause ohne Ladevorgang.
      — 15 km Fahrt auf der Autobahn mit 130 km/h und anschließend 90 km Fahrt über Land mit einer Durschnittsgeschwindigkeit von rund 60 km/h bei einer Außentemperatur von im Mittel 6 °C.
      => Die Akku-Temperatur steigt während der Autobahnfahrt zügig auf 13,5 °C und fällt dann über ca. 45 km auf 11,5 °C und verharrt die restliche Zeit bei diesem Wert.
    • Erstes Laden:
      — Laden an 300 kW ARAL Puls bei einer Außentemperatur von 7 °C und Akkutemperatur von 11,5 °C.
      => Der SoC ist beim Start bei 26 % und die Ladeleistung beträgt 74 kW und erwärmt den Akku bis zum SoC von 40 % auf 20 °C.
    • Dritte Fahrt:
      — 160 km Autobahn mit verschiedenen Geschwindigkeiten bei Außentemperaturen von 6 - 8,5 °C.
      => Während rund 30 km mit 80 km/h in Baustellen sinkt die Akkutemperatur auf 18 °C.
      => Die anschließenden 60 km mit 130 km/h erwärmen den Akku auf 20 °C.
      => Die letzten 50 km fuhr ich mit 150 km/h und der Akku erwärmte sich auf 23 °C.
    • Zweites Laden:
      — Laden an IONITY bei 8,5 °C Außentemperatur.
      => Der SoC ist beim Start bei 5 % und bis zum SoC von 30 % lädt mein ENYAQ konstant mit 125 kW und der Akku erwärmt sich auf 38 °C.

    Das Schwierigste war für mich, den Akku wirklich warm zu fahren, weil dazu wirklich einige zig Kilometer mit 130+ km/h notwendig sind.

    Ich gehe nicht davon aus, dass mein ENYAQ "deutliche unter 0°C" bzw. "deutliche über 30°C" (wobei das deutlich ja noch zu definieren ist) nicht mehr funktionieren wird. Mir sind auch keine Ausfälle aus der Entwicklung des ENYAQ in den Klimakammern und an den Orten mit extremen Temperaturen auf dieser Erde bekannt.


    Technisch bedingt reduziert sich die Reichweite meines ENYAQ, wenn der Akku kälter ist als seine Wohlfühlen-Temperatur von m.W. um die 20°C. Da ich der Interesse halbe mit dem CarScanner die Werte mitschreibe, weiß ich, dass zumindest mein ENYAQ eine aktive Akku-Heizung hat, die funktioniert. Dass es dabei auch noch Einiges an Verbesserungspotential gibt, ist unbestritten.


    Ich gehe weiterhin guten Mutes davon aus, dass ich mit meinem ENYAQ gut aktiv fahrend durch den Winter kommen werde, wenn die Straßen ausreichend frei sein werden.