Beiträge von Enyaq2020

    Aus meiner Erfahrung reicht es aus, auf einer Langstrecke die Abschnitte zu kennen, auf denen nur spärliche Ladepunkte stehen. Das lässt sich meiner Erfahrung nach mit den Apps von ABRP, Powerpass, EnBW, Moovility, Pump usw. gut machen. In allen anderen Abschnitten, in denen inzwischen alle 20-30 km ausreichend Ladepunkte verfügbar sind, lässt sich „auf Sicht fahren“.

    Auf einer meiner Standard-Strecken Großraum Braunschweig -- Großraum Stuttgart ist derzeit aus meiner Sicht noch der Strecken-Abschnitt A7 Kassel-Kirchheimer Dreieck eher unterversorgt, während nördlich von Kassel und südlich vom Kirchheimer Dreieck bereits relativ viele Lademöglichkeiten an der gesamten Strecke vorhanden sind.


    Wenn ich mir unbekannte Strecken fahre, dann nehme ich mir inzwischen im Vorfeld mal kurz (!) Zeit, meist mit der PUMP-App mir den mir unbekannten Streckenteil anzuschauen, wie es dort mit Ladepunkten aussieht. Dabei achte ich drauf:

    • Wieviele Ladepunkte gibt es am Standort?
    • Stehen die Ladepunkte je Fahrtrichtung zur Verfügung oder für beide Fahrtrichtungen?
    • Welche Leistungen haben die einzelnen Ladepunkte?
    • Wie ist die Belegung und Prognose?
    • Wie dicht liegt der Ladepunkt an meiner Strecke?

    Eigentlich ist das nichts anderes als früher mit den Tankstellen.

    Ich muss mich da übrigens mal selbst korrigieren, denn unter ME3 kann man nicht den Ankunfts-SoC einstellen, sondern die Ankunfts-Restreichweite in Kilometern. Is eventuell auch wieder etwas blöd gelöst, aber trotzdem sicher besser als aktuell.

    Die Mehrheit der ENYAQ-Fahrenden wird eher mit einer Restreichweite als mit Ankunfts-SoC etwas anfangen können. Letztendlich rechnen eigentlich alle den SoC sowieso in Reichweite um, denn auch von uns hier im Forum hat kaum jemand einen Nutzen vom SoC-Wert, denn auch dieser wird dann im Kopf eh wieder zu Reichweite.

    Ich liste mal meine Ladungen von einer 1.200 km-Fahrt am Mittwoch:

    • 20:46: 17 Minuten für 29,3 kWh == 1,7 kWh/Minute (SoC: 22 % -> 60 %; Batterie: 22 °C) (nur Laden)
    • 18:25: 32 Minuten für 46,3 kWh == 1,5 kWh/Minute (SoC: 23 % -> 85 %; Batterie: 22 °C) (nur Laden)
    • 11:25: 40 Minuten für 57,3 kWh == 1,4 kWh/Minute (SoC: 15 % -> 89 %; Batterie: 28 °C) (Mittagspause)
    • 08:09: 55 Minuten für 71,2 kWh == 1,3 kWh/Minute (SoC: 6 % -> 97 %; Batterie: 19 °C) (Frühstückspause)

    In der Liste sind die ersten beiden Zeilen reines Laden gewesen (CarScanner ist durchgelaufen), während die letzten beiden Zeilen mit einer Biopause verbunden waren. In allen Fällen war die Start-Leistung beim Laden 125 kW.


    Im Ergebnis sind es für mich nur kleine Abweichungen im Minutenbereich, ob ich mit sehr tiefem SoC oder nicht so tiefem SoC starte — wenn es mit 125 kW startet.

    Das Problem ist, dass man natürlich mit möglichst weit runtergefahrenem Akku an eine Ladesäule kommen will, um die maximale Ladegeschwindigkeit zu erreichen.

    Ich bin gestern insgesamt um die 1.200 km gefahren (werde dazu noch einen Bericht schreiben) und habe dabei insgesamt 4x an Schnellladern geladen. Nach dem ersten Laden und fahren mit 130 km/h blieb die Batterietemperatur hoch genug (29 °C), dass ich auch schon mit einem SoC von 23 % mit 125 kW laden konnte.