SAXI
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Einerseits einfach ne alte Karre und gut.
Zunächst: Habe folgendes Verständnis für Deine Situation, das war ja das ultimative Montagsauto. Mit einem kundenfreundlichen Umgang hätte man das vielleicht noch biegen können, aber kundenfreundlich und VW ist immer so eine Sache, das habe ich mit insgesamt 4 VW's über einige Jahre und ca. 500tkm erfahren.
Betreffend "alte Karre": 2020 kaufte ich einen Volvo XC70 2.5T, Baujahr 07, scheckheftgepflegt (Vorbesitzer ist ein Freund von mir), mit nur 75tkm.
In den gut 4.5 Jahren und 80 tkm, die er mich begleitet hat, habe ich Anlasser, Nockenwellenversteller, Buchse zum Differential hinten, und die Batterie getauscht. Zu machen gewesen wäre jetzt u.a. Auspuffanlage hinten (speziell der Topf), die elektrisch geregelten Stossdämpfer (muss als Einheit getauscht werden, Preis ab CHF 3'500), Scheinwerferreinigungspumpe. Das Ganze hätte für die CH-MFK ca. CHF 7'500 gekostet.
Sommer- und Winterreifen hätte ich auch ersetzen müssen.
Ich bin kein Schrauber. Eine "Hinterhofgarage" hätte das Ganze vielleicht für den halben Preis hinbekommen. Wobei es noch nicht sicher war, ob die Leitung zum Turbo leckt oder der Turbo selbst, da wären dann nochmals gut 2'000 dazugekommen. Und in dieser Situation läuft mir der Enyaq über den Weg. Den Volvo habe ich mit Information über die Situation gut verkaufen können.
Das Meiste am Volvo waren Verschleissteile. Die gingen auch ins Geld und Aufwand mit dem Auto gab's auch, auch wenn ich nie wirklich liegengeblieben bin. Natürlich war der in der Anschaffung nicht so teuer, aber die Gesamtbilanz ist jetzt nicht so toll, wenn man alles einrechnet. Dennoch: Wäre mir der Enyaq nicht über den Weg gelaufen, hätte ich das wohl machen lassen, denn vom Fahren her gab's am Volvo für mich nichts auszusetzen, mit Ausnahme des hohen Benzinverbrauchs und des grossen Wendekreises.
Der Citroen zuvor war noch wesentlich aufwendiger, und so hoffe ich, dass ich mit einem jungen Auto zuverlässiger unterwegs bin. Bislang war am Enyaq auf den ersten gut 8'000km nichts ausser einem Bagatellunfall, dafür kann er nichts. Die Hinterachse macht Geräusche, tönt nach Koppelstange. Und der Update auf 3.8 steht an.
Wenn Du Ruhe haben willst, ist ein junger Gebrauchter oder vielleicht ein Parallelimport die bessere Wahl. Der Lancia meiner Frau ist so ein Parallelimport: Auf ca. 124tkm in 11 Jahren Turbo auf Garantie, Stossdämper hinten, Batterie und Klimakondensator getauscht. Der Rest war Verschleiss und wurde während der Wartung erledigt. Das zuverlässigste Auto bislang, läuft und läuft. OK, für die nächstes Jahr anstehende MFK braucht er einen neuen Auspuff.
Und noch was: Für einen Alltagswagen würde ich mir die Rückkehr zum Verbrenner nochmals überlegen. Würde mir persönlich jetzt schon nach nur 8'000km schwer fallen und ich steige vom Lancia meiner Frau immer sehr gerne auf den Enyaq um.
Just my 2 cents. Viel Glück bei der Wahl, drücke Dir die Daumen und wünsche mehr Freude und Zuverlässigkeit mit dem "Neuen".