Das habe ich anders empfunden. Klaus Zellmer hat sehr offen kommuniziert und für mich nachvollziehbar erläutert, dass das im Zusammenspiel mit der Hardware (Anmerkung meinerseits: und im Gegensatz zu bspw. Tesla rund 40 Steuergeräten, die teilweise miteinander interagieren) limitiert ist. Ich finde das wesentlich besser, als den Kunden anzulügen - oder wie Du es sagst, versuchen den Schein zu wahren. Damit würden sie den riesigen Fehler machen, weiter eine Erwartungshaltung zu schüren, die nicht erfüllbar ist. So gesehen, hat Skoda schon über uns und unseren Mittelsmann Speicher gelernt. Also von mir und meinem mit 2.x ausgelieferten sowie auf 3.7 per Update gehievten Enyaq gibts ein Danke an Klaus Zellmer.
Für mich sind das scheinheilige Argumente und man ist meilenweit davon Entfernt was
a. man den Kunden suggeriert hat
b. die Kunden aufgrund von Tesla und anderen Mitbewerbern erwarten
Skoda wirbt sogar mit OTA:
https://www.skoda-auto.de/e-mobilitaet/software-update
"Es ist wichtig, die Software Ihres Fahrzeugs zu pflegen."
"Over-the-Air-Updates sorgen dafür, dass Ihr Fahrzeug über die Fahrzeugnetzwerkkonnektivität auf dem neuesten Stand bleibt. Die Updates sollen die Leistung Ihres Fahrzeugs verbessern und können neue Funktionen enthalten."
Sarkastisch könnte ich nun argumentieren, dass dann Fahrzeuge mit 4.x unsicher sind, sind ja nicht gepflegt. Die "Sicherheits" Argumentation im Video ist scheinheilig und vorgeschoben.
Skoda hat Schiss, dass ein echtes OTA fehlschlägt und man dann ein Teil der Fahrzeugflotte in die Werkstadt schleppen muß und wohlmöglich noch Bauteile tauschen muß.
Es dürften in der zwischenzeit deutlich über eine 250.000 Enyaqs unterwegs sein. Selbst wenn das Update nur bei 2% zu problemen führt bedeutet dass 5000 Kunden ohne Fahrzeug und ggf Hardwareaustausch etc
Die VW Gruppe hat ihre Software absolut nicht im Griff und das weiss ein Zellmer auch. Er ist da aber als Skoda CEO nicht für verantwortlich und er wird in so einen YT Video mit Sicherheit nicht die CARIAD Tochter an die Wand nageln. Sowohl Skoda als auch VW ist von der Truppe noch mindestens die nächsten 3-5 Jahre abhängig.
Trotzdem ist die Kommunikation bzgl. Lifecycle, Qualität und Updatepolitik für einen Weltkonzern wie VW unwürdig.
Ja, die neuste Version der Software im Auto ist deutlich besser geworden und mitlerweise "akzeptabel". Aber kein weiß welches Fahrzeug noch wann welches Update bekommt und ob ältere Fahrzeuge (Gen1) überhaupt noch irgendwelche Features erhalten. Zudem ist die Verfügbarkeit/Stabilität der MySkoda App (oder besser das Server Backend) ein Witz.