Das verstehe ich nicht ganz:
man kann über die OBD-Diagnose auslesen, was allein (ohne die Verluste durch AC-Lader und zusätzliche Komponenten) in die Batterie geladen wird. (=ankommt)
Das was der Batterie später entnommen werden kann, weil z.b. ein Teil der "angekommenen" Energie in Wärme umgewandelt wird, kann man zu dem Zeitpunkt aber noch nicht wissen.
Ich meinte etwas anderes:
Die Energie, die über die Wallbox ins Auto geht, messe ich mit einem Shelly 3M. Nennen wir die Energie E_Wallbox.
Die Leistung, die das Batterieladegerät in die Batterie leitet, zeigt CarScanner unter „HV EV Battery Power“ als negativen Wert an. Daraus kann ich durch Multiplikation mit der Zeit die Energie errechnen, die das Ladegerät zum Laden der Batterie benötigt hat: E_Charger.
E_Wallbox minus E_Charger ergibt E_Nebenverbraucher (AC/DC Wandler, Lüfter, 12V Batterieladung, Kessy, etc.)
Die Energie, die dann tatsächlich in die Batterie geladen wurde, lässt sich über die Differenz vorher/nachher der gesamten kumulierten Ladung ermitteln: E_Batterie. E_Wallbox minus E_Batterie ergibt die Ladeverluste (auch wenn da streng genommen der Standby-Verbrauch des Fahrzeugs mit drin ist).
Was nachher wieder rausgeht aus der Batterie habe ich dabei nicht betrachtet. Bei meinen Messungen entstehen die größten Ladeverluste bei E_Wallbox minus E_Charger. Irgendwo einem Thread hatte ich dazu mal Kurven gepostet.
Die Messung des SOH halte ich für schwierig, weil die Zellen nur bis 96% geladen werden können. Das BMS kann eigentlich nicht wissen, wann genau 96% erreicht sind. Es müsste bis zur Ladeschlussspannung der Zellen geladen werden UND ein Balancing stattfinden. Dann Entladung mit sagen wir mal 18 kW (Durchschnittsverbrauch über das Jahr) bis die erste Zelle die unterste Spannung erreicht hat.
Mit „Messung“ meine ich etwas, das den Namen verdient.
Eine weitere Möglichkeit ist die statistische Auswertung. Ich sammel jetzt seit ca. 2 Jahren die CarScanner Daten. Sie liegen als CSV-Dateien vor (524 Fahrten). Die werde ich in eine SQL-DB einlesen und dann mal die Statistik sprechen lassen. Das ist die für mich passendste Variante, weil sie sich an den tatsächlichen, praktischen Daten orientiert. Mal sehen, ob im kommenden Winter Zeit dafür ist…