Beiträge von BigBlue007

    Ich habe mal Media-Saturn wegen 437 verklagen müssen. :) Hat sich zwei Jahre hingezogen. Bei einem Streitwert von weniger als 2000,- hatten die einen Gutachter bestellt, der alleine 2500,- gekostet hatte. Habe am Ende vollumfänglich gewonnen; Media-Saturn hat alles bezahlt. Und das war nicht der einzige Fall. Ich habe alle gewonnen - freilich auch, weil ich recht genau weiß, wann es sich lohnt zu streiten und wann nicht. ;)


    Deswegen verstehe ich diese "das steht doch in den AGB, da kannste nix machen" - Haltung nicht. Das ist einfach nur Unsinn. Das nächste Argument, was dann oft kommt, ist, dass jemand sagt, dass ihm seine Zeit zu schade ist, um sich juristisch auseinanderzusetzen. Ich denke mir dann immer, dass derjenige EIGENTLICH eher sagen will, dass er keine Ahnung von sowas hat... ;) Aber selbst, wenn's anders wäre - ich zumindest könnte nicht damit leben, wenn ich immer wieder das Gefühl hätte, dass mich eine Gegenseite über den Tisch gezogen hat. Da investiere ich dann gerne ein wenig Zeit (und soo viel ist es i.d.R. nicht). Wenn ich irgendwann mal vor der großen Pforte stehe und sagen müsste "Jo, also ich bin zwar ständig beschissen worden, aber ich hatte viel Freizeit" - das wär' nix... :D :D

    Wer das nicht will, fährt einen 1990er Golf

    Nee. Wer das nicht will, beschäftigt sich mit seinen Rechten und setzt diese durch... ;)


    AGBs sind am Ende des Tages nichts anderes als Wünsch-Dir-Was-Listen. Wenn da Dinge drinstehen, die gegen geltendes Recht verstoßen, dann sind diese Dinge unwirksam. Und eine Regelung, nach der ein Anbieter nach eigenem Gutdünken Dinge wegnehmen kann, die zum Vertragsbeginn vorhanden waren, ist dies fast immer.


    Natürlich reicht es i.d.R. nicht, in so einem Fall einfach zum Anbieter zu gehen und zu sagen, dass man damit nicht einverstanden ist. Man muss dann auch Willens und in der Lage sein, seine Ansprüche notfalls vor Gericht durchzusetzen.


    Ob sich das in einem Fall wie dem, um den es hier ging, lohnt, steht natürlich auf einem anderen Blatt. Mir geht's eher um die grundsätzliche Haltung, so von wegen "...in den AGBs steht...", und "...wer das nicht will, fährt einen 1990er Golf...". Diese Einstellung ist hierzulande extrem weit verbreitet, was für mich persönlich völlig unverständlich ist, denn deutsche Gerichte sind eigentlich sehr verbraucherfreundlich.

    Tatsächlich ist das mit dem Verklagen sogar ganz erheblich einfacher und auch billiger, als die meisten Leute denken... ;) Die allermeisten Leute hierzulande (wird anderswo aber wahrscheinlich auch nicht anders sein) haben so gar keinen Bock, sich mit juristischen Dingen auseinanderzusetzen, kennen daher ihre Rechte nicht, und lassen sich lieber über den Tisch ziehen, als sich juristisch zur Wehr zu setzen.


    Dabei hat man als Verbraucher gerade hierzulande eigentlich sehr sehr gute Karten, weil unser Rechtssystem in vielerlei Hinsicht durchaus verbraucherfreundlich ist. Das ist aber den Wenigsten klar, dann kommen noch Sorgen vor vermeintlichen Kosten hinzu, RSVs haben viele Leute ebenfalls nicht. Und das alles führt dazu, dass sich viele viele Leute einfach viel zu viele Dinge gefallen lassen.


    Und wie gesagt kommt es in den meisten Fällen ja gar nicht zu einer gerichtlichen Auseinandersetzung, weil die Gegenseite oftmals spätestens dann einlenkt, wenn sie erkennt, dass sie es mit jemandem zu tun hat, der a) seine Rechte kennt und b) auch bereit und in der Lage ist, diese durchzusetzen.


    Wenn es in allen Fällen, wo ich der Gegenseite die Pistole auf die Brust gesetzt habe, tatsächlich zu Verhandlungen gekommen wäre, hätte ich wahrscheinlich schon 20x vor Gericht gestanden. So war es bisher genau 3x, und ich habe immer vollumfänglich Recht bekommen. So wie in den anderen 17 Fällen auch, nur dass es da halt auch ohne Gericht und Anwälte ging.


    Wenn ich sowas erzähle, höre ich gerne und oft, dass anderen Leuten dafür ihre Zeit zu schade ist. Was sie eigentlich sagen wollen, ist, dass sie nicht die nötige Ahnung haben, um sich zuzutrauen, jemandem ein paar eloquente Mails zu schicken. :) Aber selbst wenn es tatsächlich ein Zeit-Thema wäre - ich investiere lieber ein wenig Zeit, als auch nur EIN EINZIGES MAL zu akzeptieren, dass mich jemand übervorteilt und ich etwas nicht bekomme, das mir eigentlich zusteht. Das würde mich viel mehr wurmen als etwas investierte Zeit. Aber da tickt natürlich jeder anders... ;)

    Naja, das steht halt auch erstmal einfach nur so in diesem Artikel. Und es steht auch dabei, dass noch unklar ist, ob die Kunden tatsächlich zahlen müssen.


    Wenn das Ganze in D passieren würde und man damit vor Gericht zieht, würde man den Fall je nach den konkreten Umständen (z.B. ob noch Garantie oder gar Händlergewährleistung besteht) sehr wahrscheinlich gewinnen. Weil die Gegenseite das auch weiß und Firmen i.d.R. vermeiden möchten, das Präzedenzfälle zu ihren Ungunsten entstehen, wird man dem Kunden, bevor es soweit kommt, das Update dann lieber kostenlos anbieten.

    Nee, würde mir nie einfallen. Ich ging davon aus, dass das tatsächlich nur ein Plastikcover ist, das gewechselt werden kann, ohne dass der komplette Airbag ausgebaut werden muss. Tatsächlich denke ich das auch weiterhin, denn diese Abdeckung (nicht speziell die mit dem Skoda-Schriftzug) wird von diversen Händlern als Einzelteil für 20,- bis 30,- verkauft.


    Ich werde bei meinem nächsten Besuch beim Freundlichen diesen einfach mal fragen, ob er da was tun kann. :)

    Moin,


    weiß zufällig jemand, ob sich die Airbagabdeckung des alten Lenkrads mit dem Skoda-Logo gegen die neue mit "Skoda"-Schriftzug ersetzen lässt? Die Lenkräder an sich sehen ja identisch aus, so dass man meinen sollte, dass die Abdeckung von der Form und den Maßen her identisch ist.

    Ja, das geht sicher irgendwie. Aber da muss man halt wieder basteln. Das ist ja das Schöne an Alexa, dass es solche Dinge schon fertig gibt. Genau so wie z.B. "Alexa, wann kommt die nächste Müllabfuhr?". Das geht mit keiner Siri und keinem Google Assistant...