Beiträge von HAL01

    ……….Dennoch wird beim OPD der Anhaltpunkt, wie du geschrieben hast, vom Fahrer bestimmt und folgt nicht einem örtlichen Punkt. Die zweite Komponente ist eben die aktuelle Geschwindigkeit und die Verzögerung von x m/s², was nach physikalischen Gesetzen dann nach x Metern zur Geschwindigkeit 0 wird. Wie gesagt, das Fahrzeug wäre technisch in der Lage einen Bremsdruck aufzubauen und mit definierter Verzögerung bis zum Stillstand anzuhalten. ……….

    Wie ich schon schrieb. Bei OPD wird kein Bremsdruck aufgebaut. Weder Bremszylinder noch andere Komponenten der mechanischen Bremse kommen jemals zum Einsatz. Es wird rein nach dem physikalischen Prinzip der Wirbelstrombremse mit der E-Maschine gebremst, die im Schubbetrieb wie ein Generator wirkt.

    Und die Bremsleistung ist nicht bis zum Stillstand linear x m/s zum Quadrat. So muss zum Beispiel, die Bremsleistung kontinuierlich verringert werden, je näher man dem Stillstand kommt. Nur so ist der Vorgang komfortabel und es gibt keinen starken Anhalteruck. Macht man selbst beim Bremsen ja auch.

    Und das alles macht ein OPD bis zum Stillstand nicht ganz trivial.

    Und was ist jetzt technisch der Unterschied beim Anhalten und Wiederlosfahren zwischen dem TA und OPD? Für mich eben keiner und damit sind Soft- und Hardware in der Lage den OPD auch bis zum Stillstand zu bringen.
    Der Grund, dass Skoda (und viele andere europ. Fahrzeughersteller) das nicht im Programm haben, hat bestimmt andere Gründe. Wahrscheinlich Haftung und dass das OPD noch nicht so en Vogue in der breiten Masse ist.

    Da gibt es einige Unterschiede. Der gravierendste ist, pACC und TA werden über den Radarsensor vorne im Grill gesteuert und benötigen zum Anhalten und auch zum Wiederanfahren immer einen „Vordermann“.

    Das Anhalten, der Anhaltepunkt, wird über den Abstand zum Vordermann gesteuert und der wiederum vom Radar gemessen. Fährt z.B. ein anderes Auto adhoc in die Lücke, würde pACC und TA auch die Fußbremse nutzen.


    OPD benötigt keinerlei Sensoren und wird einzig und alleine durch den Fahrer, der das Gaspedal betätigt, gesteuert. Es gibt keinen vorgegebenen, vom Radar gemessenen, Anhaltpunkt, bis zu dem das Auto sanft stehen soll. Den Anhaltepunkt definiert der Fahrer, unabhängig von irgendwelchen Abständen, und gibt den quasi über das Gaspedal an das System weiter. OPD würde niemals die Fußbremse selbsttätig nutzen. Es sei denn, im Notfall, aber dann ist das macht das der Notbremsasssistent.


    Man könnte auch sagen, dass sind technisch gesehen unterschiedliche Regelvorgänge mit unterschiedlichen, beteiligten technischen Komponenten.

    Evtl. blöde Frage, aber was soll daran aufwendig sein? Ich kann doch die -1m/s² Verzögerung (keine Ahnung, wieviel es am Ende von "B" wirklich ist) einfach bis 0km/h weiter durchziehen. Das Bremssystem kann doch eh schon durch das Fahrzeug betätigt werden (s. Stauassistent) und im Anschluss geh ich einfach ganz normal in die "Fahrzeug halten" Funktion, wie bei einem manuellen Stopp bis 0km/h auch :/

    Aufwendig ist vielleicht das falsche Wort, es ist etwas tricky. Es muss programmiert werden, es sind mehrere Komponenten, mechanische, elektronische und Steuergeräte beteiligt, dann muss es getestet werden usw..


    Im Prinzip ist es so ähnlich wie wenn man mit der Fußbremse bis zum Stillstand bremst und dann übernimmt Autoholt. Das ganze soll möglichst sanft ohne Anhalteruck geschehen. Wenn man mal auf seinen Fuß beim Betätigen der Bremse bis zum Stillstand achtet, dann merkt man, dass man die Bremse bis zum Stillstand nicht linear betätigt, zumindest wenn es keinen Anhalteruck geben soll. Beim OPD ist aber nicht die Fußbremse beteiligt, sondern das Gaspedal. Man muss es so justieren, dass ganz sanft angehalten wird. Gerade die allerletzten Zentimeter sind da entscheidend. Und OPD ist ja nicht linear, durch stärkeres oder schwächeres Lupfen des Gaspedals steuert man die Stärke der Verzögerung. Also ich kann schnell oder Langsam bis zum Stillstand anhalten und immer soll es ganz sanft, ohne einen Ruck sein. Ich halte das von der Regeltechnik, die da ablaufen muss, schon für anspruchsvoll. Der jetzige Modus B geht ja nur bis 5 Km/h runter, meiner Meinung nach sind gerade die letzten 5 Km/h bis zum Stillstand, regelungstechnisch anspruchsvoller, sofern es richtig gut werden soll.


    Wenn man OPD richtig gut macht, die Stärken eine E-Autos richtig nutzt, ich kenne das vom Ioniq 5, dann kann man die Stärke der Verzögerung beim OPD im Menü noch in drei Stufen beeinflussen. Und die Paddle am Lenkrad werden zusätzlich mit einbezogen. Man kann dann z.B. durch Ziehen und Gezogenhalten des entsprechenden Paddle am Lenkrad auch bis zum Stillstand anhalten. Das fand ich beim Ioniq 5 immer klasse, man rollt auf eine Ampel zu und zieht dann am Paddle bis man steht. Das ist dann sozusagen, „OPD on Demand“, bzw. im Fahrmodus D, ohne dass man das Auto komplett im Modus OPD hat.


    Aber dann wird es halt wirklich aufwendiger.

    Um die Diskussion abzuschließen. Du verwechselst den Stauassistenten bzw. Travelassist mit echtem One Pedal Driving.


    OPD bis zum Stillstand kann auch der Enyaq Facelift nicht. Das hätte mich auch gewundert, weil das schon einen tiefgreifende, technische Änderung wäre, über die längst berichtet worden wäre.


    Diese Änderungen, damit Fußbremse, Autohold, Gaspedal, Fahrmodus optimal für OPD bis zum Stillstand zusammenarbeiten, ist ziemlich aufwendig. Das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum der Enyaq das nicht kann, wie z.B. die Ioniq Modelle von Hyundai, die das wirklich absolut perfekt beherrschen. Skoda spart einfach daran.


    Und richtiges OPD würde auch nicht einfach so im Fahrmodus D stattfinden, sondern in Modus B. Wenn in Modus D, dann nicht ohne irgendeine andere Einstellung oder eine bestimmte Zusatzeinstellung, z.B. über die Schaltwippen.

    So hat jeder seine persönliche Strategie. Ich hole mir alle zwei Jahre ein neues Leasingfahrzeug, dafür aber eher in der Preisklasse vom Enyaq.


    Dafür bin ich immer in einer Garantiezeit, habe nie Reparaturen oder teure Inspektionen zu zahlen. Komme sogar mit einem Reifensatz hin.


    Und ich fahre technologisch immer ein aktuelles Modell.


    Und Spaß macht es auch, alle 2 Jahre ein neues Auto zu bekommen‘ :)

    Liege ich ungefähr damit richtig, dass der Grundpreis des EQE SUV ungefähr zweimal so hoch ist wie der Einstiegspreis des Elroq ?


    Und der Abstand zum Enyaq dürfte, bei gleicher Ausstattung, bei ca. 25.000 Euro, bei der hier vorgestellten Ausstattung, z.B. mit Luftfederung und Allrad, auch wohl bei 30.000 Euro liegen.

    almenjaq Also Du fährst ganz normal in D, wichtig, ohne Tempomat, ohne Travel Assist, ohne Stauassist z.B auf eine rote Ampel oder ein stehendes Auto zu. Dann bremst Du ab, in dem Du das Gaspedal lupfst und nicht die Fußbremse benutzt. Und nur durch das Lupfen des Gaspedals, ohne die Fußbremse auch nur zu berühren, kannst Du vor der roten Ampel komplett anhalten, also bis zum kompletten Stillstand ?