Die Preisunterschiede hängen maßgeblich vom Netzbetreiber und der Beschaffung der Lieferanten ab. Aus der Ukrainekrise haben die Anbieter gelernt, dass sie nur auf Beschaffung und Vertrieb Preisgarantie geben und die restlichen Bestandteile, wie Netzentgelte, Umlagen und Steuern werden systemisch 1:1 durchgereicht bei der Abrechnung...
Dass überall die Arbeitspreise gesunken sein müssten liegt auf der Hand, da die Bundesregierung ja die Übertragungsnetzbetreiber mit 6,5 Milliarden bezuschusst. Dadurch sind deren Netzentgelte um 40% gesunken. Davon profitiert dann auch der Rest der Netzbetreiber, da der Großteil des Stroms in den Spannungsebenen noch immer von oben nach unten fließt und die Kosten auch so gewälzt werden. So wird jede kWh je nach Region um 1-3 Cent entlastet... günstiger ist das System der Energieversorgung aber nicht geworden ![]()
Viel Spannender sind bei den dynamischen Tarifen, wo Beschaffung an Börsenpreise gebunden sind, die unterschiedlichen Preise bei Nachbarorten... So kostet Tibber z.B. in meinem Arbeitsort konstant 10 ct/kWh mehr, als in meinem Wohnort, obwohl die Netzentgelte nur 3 Cent Unterschied haben. Die Umlagen und Steuern sind aber gleich... Warum schlagen sie dann aber auf der Beschaffung (nach Bördenpreis) konstant 7 Cent drauf?