Beiträge von Jupp65

    Sorry, aber das ist eines der besten Argumente pro Verbrenner und kontra Elektro.

    Ich war kürzlich in den NL, dort gibt es ja ein solches Tempolimit (zumindst tagsüber). Daran gehalten haben wir uns, weil die Strafen drakonisch sind und wir als Fremde nicht wissen wo die Blitzer stehen. Überholt haben uns fast alle, teilweise mit deutlich höheren Geschwindigkeiten.

    Jeder sollte doch wissen, dass 150 mehr Energie verbraucht als 100 und jeder sollte wissen, dass Winterreifen usw den Energieverbrauch nach oben treiben. Das ist beim Verbrenner so und auch beim E-Auto. Beide haben dann eine kürzere Reichweite und beide müssen öfter Energie nachladen.

    Deshalb dann mit 90 und ohne Heizung hinterm Flixbus kann doch nicht die Lösung sein.

    Wo schreibe ich, man solle die Heizung auslassen und nur 90 fahren? Die Erfahrung zeigt, dass gerne um die 10 schneller als zHG gefahren wird in Deutschland. Wenn auf der BAB 130 angeordnet wird, kann man beobachten, dass eher so 140 gefahren wird, für die Meisten zeigt der Tacho dann irgendwas zwischen 145 und 150 an.

    Wenn wir also ein Limit von 100 auf der BAB hätten, würde sich eher Tempo 110 bis 115 einstellen als Tempo 90. Anzeige im Auto entsprechend 115 bis 120.

    Der Gedanke dahinter ist, dass eventuelle Knöllchen selten sind und so gering sind, dass sie nicht wirklich weh tun.


    Von 90 ohne Heizung sprechen nicht die Befürworter von Tempolimits, sondern deren Gegner, um die Befürworter lächerlich zu machen. Danke dafür. Das ist das Strohpuppenargument aus der Rabulistik, hat in einem freundlichen Forum Gleichgesinnter nix verloren.

    Die Beobachtung aus den NL zeigen genau das Beschriebene. Mag sein, dass die dort Lebenden auch noch etwas mehr über der zHG fahren, liegt an der Risikobereitschaft. Nur weil die ein Limit haben sind es ja keine Engel was dessen Befolgung angeht. Im Großen und Ganzen wird trotzdem langsamer gefahren als bei uns.


    Dass man sich selber ans Limit nur gehalten hat, weil man nicht weiß, wo die Blitzer stehen und es dort so teuer ist, lasse ich jetzt mal ohne Kommentar.


    Und zur Information, ich fahre bereits jetzt, da ich noch Verbrenner fahre, auf BAB nur Tacho 110 nur Landstraße Tacho 90. Ich komme trotzdem überall an, sterbe nicht an Langeweile und habe die Heizung auf 23°C Sommer wie Winter. Im Eny werd ich das genauso handhaben.

    Das stimmt. Soweit ich das sehe, ist das aber nicht nur ein E- Motor, sondern ein ganzes Paket in einem Gehäuse, in dem der Motor zwar die Hauptkomponente ist, aber nicht alleine. Da ist auch die komplette Motorsteuerung, sprich Umrichter, mit drin. Die Kühlung und die Kommunikation mit dem Rest des Fahrzeugs.


    Ich möchte jetzt nicht sagen, dass dieses Paket damit unzuverlässig ist. Die Komplexität erhöht die Fehlerwahrscheinlichkeit aber beträchtlich. Die Zukunft wird zeigen, wie weit VW diese Fehler ausgemerzt hat, bevor das Produkt zum Kunden kam und kommt.


    Immerhin sollten OTA-Updates mit Software 4.x kein Problem mehr sein. Sollten.....

    Ein Großteil des Fahrzeuggewichts ist der Sicherheit geschuldet. Ohne Sicherheitsfahrgastzelle, Airbags rundum, Seitenaufprallschutz in den Türen etc. pp wären die Autos sicher wieder leichter. Möchten wir das?

    Und gerade bei BEV spielen die Batterien eine gewichtige Rolle.


    Was besser wäre mit einem Tempolimit wäre die Auslegung des Antriebs. Der müsste nicht mehr für hohe Geschwindigkeiten ausgelegt und könnte somit für 0 bis 100 oder von mir aus 0 bis 130 optimiert werden. Was dem Verbrauch und der für die gewünschte Reichweite nötigen Batteriegröße zu Gute käme. Auf dem Wege könnte man wieder etwas leichter werden.

    Ein guter Teil der Fahrzeugentwicklung und Leistungssteigerungen war ja dem Wunsch geschuldet, jede Familienkarre mit dem cw-Wert einer altdeutschen Schrankwand und nur geringfügig kleinerem Querschnitt mit über Tempo 200 über die Autobahn prügeln können zu müssen. Ich wurde schon mitleidig belächelt, weil meine Hybriden bei 170 bzw. 180 abgeregelt waren. Bei vielen BEV ist ja wenigstens schon bei 160 Schluss, warum VW mit dem neuen Motor wieder 180 zulässt, ist wohl der deutschen Autophilosophie geschuldet. Im Ausland interessiert das keine Sau.


    Aber das ist ne eigene Diskussion, die Reichweite und Verbrauch des 80x zwar berührt, aber nur ganz ganz sachte.

    Ich frage mich da, ob verschiedene Stundensätze genommen werden für Arbeiten an Verbrennerfahrzeugen oder BEV. Für BEV brauchen die Mitarbeiter spezielle Schulungen und ggf. Schutzausrüstung, die beim Verbrenner nicht anfallen.


    Aber bitte nicht vergessen, man bezahlt keine Monteurstunde, sondern Werkstattstunden. Wurde ja schon erwähnt, wird aber scheinbar gerne nicht so ernst gesehen. Dabei ist das ein himmelweiter Unterschied.

    Ich kenne das so, dass es mehrere Ebenen von Fehlern gibt.


    Einmal die, die sporadisch auftauchen und nach ein paar Systemstarts automatisch gelöscht werden, wenn sie nicht noch mal auftreten in der Zeit.

    Und dann die, die nicht automatisch gelöscht werden, wenn sie einmal aufgetreten sind, damit sie beim nächsten Service noch sichtbar sind und ggf. Maßnahmen nach sich ziehen.

    Und dann noch die, bei denen dann auch Warnleuchten im Cockpit angehen und einen Werkstattbesuch einfordern und ggf. bis dahin eine eingeschränkte Funktionalität mit sich bringen.

    Schließlich dann noch die Fehler, die einen zum Anhalten zwingen und die Weiterfahrt verbieten.


    Fehler der niedrigsten Prioritäten sind also oft nicht ernst zu nehmen.


    Denke mal, beim VW-Konzern ist das auch nicht anders.

    Typisch deutsches Problem. Hätten wir Tempo 100 auf der BAB gäbe es diese Diskussion in der Form gar nicht.

    Ich fahre bereits mit dem Verbrenner freiwillig nur Tacho 110, was in etwa 100 Echte bedeutet bei meinem Fahrzeug. Mit dem Eny werd ich dann wegen geringerer Tachovoreilung so 105 Tacho einstellen. Ich fahre lieber mit 22°C im Innenraum bequem warm etwas langsamer als mit 130 und 20°C oder weniger unbequem kühl.


    Ist aber alles Geschmackssache, sagte der Affe, als er die Seife fraß.

    So ist es. Eine Klimaanlage kann dann auch wärmen und eine Wärmepumpe dann auch kühlen, wenn ein Umschaltventil für die Durchströmungsrichtung vorhanden ist. Grob gesagt. Die Steuerung muss es natürlich schalten und regeln können, das ist aber das kleinste Problem.

    Zudem ist bei WP im Eny ein anderes Medium vorhanden, dass eben bei tieferen Temperaturen nen ordentlichen Wärmehub hinbekommt. Leider sind dafür wohl auch höhere Drücke notwendig, so dass das gesamte System massiver gebaut werden muss. Das sind alles gerechtfertigte Mehrkosten.