Kurzes Fazit zur Probefahrt des EQB. Mercedes hat hier sicher kein schlechtes Auto gebaut, aber die Verbrennerplattform fordert für mich dann zu viele Kompromisse.
Für so ein großes Auto ist mir der Kofferraum zu klein. Auch der erhöhte Boden ab den Vordersitzen ist ein absolutes k.o.-Kriterium. 3 Leute haben hinten probegesessen, keiner schaffte es dort bequem zu sitzen und mit den Oberschenkeln Kontakt zur Sitzfläche zu bekommen. So möchte ich keinen Erwachsenen länger als 15 Minuten transportieren.
Fahren ließ er sich ansonsten entspannt.
Bei Infotainment und Assistenten hatte ich schon kaum mehr Lust zu testen.
Allerdings fiel mir auf, dass im Gegensatz zum Enyaq, die Geschwindigkeit erst ab dem Schild übernommen wird. Machte sonst aber einen flüssig funktionierenden Eindruck und wird ja an vielen Stellen gelobt.
Reichweite wurde mir bei 100% Ladung etwa 290km angezeigt. Erreichbar wären lt. Anzeige wohl 350km gewesen (bei zurückhaltender Fahrweise und runtergedrehter Heizung?).
Mir persönlich waren auch zu viele Knöpfe auf dem Lenkrad. Vielleicht gewöhnt man sich daran, wenn man will.
Was mir gut gefiel war die sehr gute Kopffreiheit. Der Innenraum wirkte ebenfalls sehr hochwertig. Auch die verschiebbare Rückbank, mit in der Neigung verstellbarer Rückenlehne fand ich gut. Die Teilbarkeit der Rücklehne von 40/20/40 finde ich ebenfalls praktisch.
Insgesamt kommt das Auto für mich daher eher nicht in Frage. Die obigen Punkte würden mich zu sehr stören. Das große Plus sind verschiedene sofort verfügbare Fahrzeuge. Wenn ich aber bedenke, dass bei diesen Autos die fast 60k Listenpreis haben, fast durchgängig das Assistentenpaket (z.B. mit ACC) und die Smartphone-Anbindung nichtmal enthalten ist…
Da stimmt für mich das Preis-/Leistungsverhältnis dann einfach nicht.
Interessant was die Qualität angeht: In beiden Scheinwerfern war Feuchtigkeit.
Also scheint auch bei Mercedes nicht nur glänzendes Gold geliefert zu werden.
Sofern der Händler keine brauchbaren Alternativen bieten kann, muss ich mich wohl weiter umsehen.