Meine (!) Hypothese (!): Der Motor meldet an das System das nur Erreichen der Endlage. Da das Aufwickeln sehr langsam geht, würde ein Ausfall des Motors erst nach einiger Zeit x erkannt. Da man mit dem Enyaq sehr schnell vom Zustand "Busruhe" in den Zustand "Fährt" kommt, kann es passieren, dass das Nicht-Funktionieren des Rollos erst erkannt wird, wenn man schon unterwegs ist. Jetzt müsste man irgendwie den Fahrer zwingen, schnell wieder anzuhalten. Das ist deutlich schwerer als von vornherein das Losfahren zu verhindern. Fährt man das Rollo nach Ende einer Fahrt hoch, hat man bei der nächsten Fahrt den Fehler schon im System, bevor es los geht.
Aber mal ganz ehrlich: Ist das wichtig? Der Motor hält bestimmt eine Größenordnung mehr Zyklen aus als jemals auch unter ungünstigen Umständen in einem Autoleben stattfinden.
Hm, wenn der deutlich länger hält, hat das Controlling geschlafen und dem Kunden ein zu gutes Bauteil zugestanden - das passiert dem VW-Konzern doch sicher nicht ![]()
Der Zeitversatz zwischen "Endlage nicht erreicht" vor Fahrt bzw. am Beginn der Fahrt dürfte auch vernachlässigbar sein. Selbst bei Volllast ab Start dürfte das System doch etwas länger brauchen in einen kritischen Temperaturzustand zu kommen, als das Rollo inkl. zulässigem Toleranzfenster nach oben brauchen würde und somit nicht detektiert würde, dass evtl. ein Defekt vorliegt. Und wenn dem System zu warm ist, kann ich den Fahrer ganz einfach durch reduzierte Leistung davon abhalten, noch mehr Wärme ins System zu bringen (kenn ich vom e-up, wenn beim dritten Ladestopp im Hochsommer die 45°C an der HV-Batterie erreicht werden und die Auffahrt auf die Autobahn dann nicht mehr ganz so dynamisch geht; nach ein paar Minuten Fahrtwind um den Unterboden sieht die Welt dann schon wieder besser aus
)