Beiträge von Selenium

    Gute 4 Euro weniger auf 100 km ist doch schon ganz ordentlich? Bei 15.000 km Jahresfahrleistung 600 Euro haben oder nicht haben...

    Ich schätze meine Ersparnis im Jahr auf 700€ - inkl. THG-Quote. Allerdings ist diese Zahl von vor der Information, dass der Ladesäulenanbieter meiner einzigen Zapfstelle die Preise ab April um 87% anhebt. Ich schätze also, dass der Kostenvorteil auf fast gar nichts zusammenschrumpfen wird.


    Ehrlich gesagt, immer wenn ich von den Kostenvorteilen der E-Mobilität höre oder lese, habe ich damit gerechnet, dass es am Ende des Tages teurer wird. Und damit habe ich mich auch längst abgefunden. Sollte es dann doch billiger werden, freue ich mich. Aber rechnen tue ich mit Mehrkosten statt Ersparnis.


    Dennoch sehe ich dem E-Auto mit freuden entgegen. In meinen Augen auch ein kleines Zugeständnis meinerseits an den Umweltschutzhype.

    1. Ist eine Garantieverlängerung um 2 Jahre bei 48 Monate Geschäftsleasing bei Skoda wirklich notwendig ? (Wie stellt sich der Konzern denn generell so an?)


    2. Gäbe es denn Preisunterschiede bei der 2 jährigen Garantieverlängerung bei Business im Vergleich zu Privat?


    2. Weiß auch jemand auf die Schnelle so Pi mal Daumen womit ich bei der Anschaffung von Ganzjahresreifen oder günstige Winterräder für den Enyaq 19" rechnen muss?

    Zu 1)


    In Anbetracht des Mängel-Treads hier im Forum ist es vielleicht nicht die schlechteste Idee eine Garantieverlängerung zu kaufen. Ich habe 2 zusätzliche Jahre genommen.


    Beim Passat habe ich das auch so gemacht und hätte sie mir rückblickend sparen können.


    Der Enyaq ist aber noch so neu und mit so vielen Bugs gespickt, dass ich dieses Wagnis mit 560€ ein wenig aus der Welt geschafft habe.


    Zu 2) Soweit ich weiß, gibt es keinen Unterschied.


    Zu 3) ich rechne pro Reifen mit 150€. Zuzüglich Montage 25€ und die Felge. 1000€ klingt für einen Satz günstiger Räder nicht zuviel (eher etwas wenig).

    Parken plus hat insgesamt 12 Sensoren anstelle von 8. War schon bei den anderen Skodas so, selbst mein alter Superb aus 2015

    Hat er das tatsächlich? Denn im bisherigen Parken Plus Paket gab es keinen Grund 12 Sensoren zu haben. Die Parkpiepser brauchen ja nur 8 Sensoren.


    Das neue Parken Plus, das braucht 12 Sensoren, weil der PLA hinzu kommt. Aber bisher... ? X/

    Verbauen alle deutschen Hersteller die gleichen HUDs?

    Nein. BMW, Mercedes und VW verbauen sicherlich unterschiedliche HUDs. Aber zumindest bei VW, Skoda, Seat wird es wohl aus dem gleichen Baukasten kommen. Und so viele Hersteller der zugrunde liegenden Projektionshardware wird es auch nicht geben. Zumal ich mir vorstellen kann (ohne das beweisen zu können), dass alle Hersteller bei dem gleichen namhaften Zulieferer einkaufen. Genauso wie Frosta die Tiefkühlkost für praktisch alle Handelsmarken liefert.

    Die Gegner sind meist nur Nachblabberer !!!!!

    Sie bringen irgend einen Nonsens gegen E Mobilität und wenn man Nachfrage aus welcher Quelle die Info stammte dann kommt meistens " Des hobe ghört ".

    Einfach alles nachblabbern

    Bei der Reichweite haberts am besten. Weil 300 od. 400 km ist zu wenig , aber wenn man fragt wann und wie oft sie mehr als 300 - 400 km am Stück fahren dann müssens extrem lang nachdenken.

    Die Ladezeit von 30 - 40 min ist auch zu lang. Die meisten fahren zur Tankstelle tanken und stellen dann Auto beiseite um noch einen Kaffee zu trinken. Wir E - Fahrer stecken Auto an und können in der Zeit beruhigt Pause machen. Ohne Stress

    Als wenn E-Auto-Fahrer allesamt hoch gebildete und gegenüber Fehlinformationen und Fehleinschätzungen völlig immune Erleuchtete sind. Das ist so eine bornierte Einstellung: "die E-Auto-Fahrer habens gecheckt und die anderen sind alle unterbelichtet". :rolleyes:


    Ein Auto ist für die meisten Leute eine erhebliche Investition. Diese Investition soll möglichst alle Transportbedürfnisse abdecken, die man so hat. Warum soll man man ein 50000€ Auto (oder meinetwegen ein 15000€ Auto) kaufen, wenn man dieses dann alle Nase lang nicht nutzen kann. Es ist zu klein, kann nicht genug ziehen, kommt nicht weit genug, ist nicht schnell genug und so weiter... und das, wo es ja eine Alternative gibt. Irgendwo hört für die meisten Leute die Selbstgeisselung der Umwelt wegen auf.


    Viele Leute würden auch extrem lang nachdenken müssen, wenn man sie fragt, wann sie mal mehr als 50km am Stück fahren. Deshalb würde ich aber NIE UND NIMMER ein Auto mit nur 60km Reichweite kaufen. Einfach weil ich dann bereits beim Kauf absehen könnte, dass ich ständig Zusatzkosten für ein alternatives Transportmittel hätte (zumal die alternativen Transportmittel dann wahrscheinlich wieder Verbrenner sein würden). Für mich - und ich wette, für viele andere auch - reicht es eben nicht aus, dass irgendeine (!) Elektromöhre verfügbar ist. Damit ein Auto für mich in Frage kommt, muss es gewisse Kriterien erfüllen - genau wie im Übrigen ein Verbrenner auch.


    Um Dich mal beim eigenen Argument zu packen: Hast Du eine Quelle, dass die meisten zur Tankstelle fahren, tanken, dann das Auto beiseite stellen, um noch einen Kaffee zu trinken?! Oder war das nur Nachgeblabber?


    An den Tankstellen an denen ich so tanke, steht sicherlich immer mal einer rum, der einen Kaffee trinkt, während aber in der gleichen Zeit 20 Leute rein und gleich wieder raus eilen, um weiterzukommen. Dieses Argument halte ICH ehrlich gesagt für Nonsens FÜR E-Mobilität.


    Eigentlich geht es mir gar nicht darum, Verbrenner schönzureden, oder Umweltschutz zu diskreditieren. Ich möchte nur mal das Bewusstsein schärfen, dass die Welt in den meisten Fällen etwas größer ist. Nur weil ICH etwas auf eine bestimmte Weise tue, gestehe ich Anderen ihre Lebensweise, Einstellungen und Ansichten auch mal zu.


    Wenn die E-Mobilität DAS Heilmittel für die Probleme dieser Welt sind, dann wird sie sich durchsetzen. Einfach weil sie besser ist, kostengünstiger, bequemer und so weiter so fort... dann bedarf es weder Zwang noch Moralpredigten. Die Leute tun es aus ureigenem Antrieb.


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    Im Übrigen steige ich aufs E-Auto um, weil der Enyaq endlich ein Auto ist, dass mich absteits aller technischen Merkmale emotional berührt - ich fühle mich in dem Auto wohl, gut und sicher. Es ist endlich groß genug für meine Bedürfnisse, komfortabel genug, es bietet alle Komfort- und Sicherheitsmerkmale , und dank Förderung kann (bzw. will) ich es mir leisten. UND... es hat endlich eine Reichweite, die mir zusagt - obwohl auch ich nicht jeden Tag 529km fahre.

    SO sieht Resignation aus. 8|

    Ich sehe das ein bisschen... weniger idealistisch.


    Wenn es ums Klima geht, sehe ich durchaus Potenzial, wie man mit weniger Aufwand größere Effekte erzielen könnte. Aber nun gut, es ist wie es ist.


    Es gibt Gruppen, denen ist "leise" und abgasfreie Fortbewegung ganz gewiss kein Anliegen. Wem das Auto gar nicht laut genug sein kann, der wird sich gewiss nicht über leises E-Auto-Säuseln freuen. Ich bin gespannt, wann die ersten Außenbordlautsprecher für knalliges Verbrennergetöse sorgen (Porsche hat bereits ein passendes Patent dazu beantragt. Die Erfindung (!) ist: ein "außen angebrachter Lautsprecher")


    Der Abzug eines 750PS E-Autos ist genauso übersteigert, wie der eines 750PS starken Verbrenners (wobei die entsprechende Klientel das anders sehen wird). Wenn ich mit meinem 150PS Benziner die gleiche Beschleunigungszeit und erheblich mehr Top-Speed hinbekomme, wie mit dem jetzt bestellten 204PS starken E-Auto, dann reisst mich der "Abzug" jetzt nicht wirklich von den Socken. Trotzdem stimme ich zu - das Fahrgefühl eines E-Autos im Gesamten ist äußerst angenehm.

    allerdings hat der rigorose Zertifizierungszwang ja den Sinn dass das Auto einen unter Umständen nicht umbringt. Wobei man auch da eigentlich zwischen Systemkritische (Antrieb, Bremsen usw. ) und Rest unterscheiden könnte (Infotainment usw. )

    Weil um Millionen Beträge geht es auch in anderen Bereichen z. B. Banken wenn die IT mal ausfallen sollte.

    Das stimmt natürlich. Der rigirose Zertifizierungszwang hat schon seine Daseinsberechtigung. Allerdings ist es nicht selten nur ein Problem, die Behörden davon zu überzeugen, dass eine neue Technik nicht schlechter ist, als eine Althergebrachte. Da steht in den 40 Jahre alten Zertifizierungsrichtlinien, dass die sequenzielle Programmierung nach diesem und jenem Gesichtspunkt zu laufen hat. Das ist gut, solange man sequenzielle Programmierung einsetzt. Dass aber z.B. objektorientierte Programmierung seit 30 Jahren ebenso sicher ist, spielt keine Rolle, wenn der Zertifizierer sich auf die Hinterbeine stellt und sagt, "des ham wa schon imma so gemacht, des machen wa auch weiter so".


    Banken bewegen sich üblicherweise "nur" in der Risikoklasse der Vermögensschäden (also bis Ausfallwahrscheinlichkeit um 10^-4 oder 10^-5). Bei Autos kommen die Risikoklassen der "Personenschäden" hinzu, die gleich mehrere 10er Potenzen strikter bewertet werden (10^-5 bzw. 10^-6). Bei Flugzeugen, wo einem so ein 200t Brocken ins Gesicht fallen kann, puh... da wird es dann richtig aufwändig (10^-9). Seit ich weiß, wieviel Aufwand in der Flugzeug-Industrie zur Qualitätssicherung betrieben wird, steige ich ohne jede Bedenken in jedes moderne Flugzeug ein.


    Wie auch immer.


    Bei Tesla haben sie tatsächlich den Weg über "weniger Steuergeräte, dafür einen Zentralrechner" gewählt. Dadurch sinkt die Systemkomplexität, weil viele Schnittstellen wegfallen. Das ist einerseits clever und drückt die Kosten. Andererseits ist es ein hohes geschäftliches Risiko. Wenn ich mir ansehe, wie häufig es bei Tesla Updates gibt, bei denen Funktionen dazu kommen aber auch wieder entfernt werden. Das ist in meinen Augen eigentlich ein untragbarer Zustand für ein Auto, wenn Du von einem Tag auf den nächsten einsteigst und eigentlich nicht weißt, was das Auto heute kann, was es gestern noch nicht konnte UND (!) umgekehrt.


    Tesla setzt sich auch immer mal über so manches Zertifizierungskriterium einfach hinweg, frei nach dem Motto: "wir machen das einfach so, schliesslich sind wir Tesla" (siehe Scheibenwischerintervall-Schaltung). Ich nenne nur das Furz-Gehupe, das nachdem es ausgerollt war, von den amerikanischen Behörden wieder einkassiert wurde. Das ist in der Auto-Industrie möglich, weil die Zertifizierungsbehörden der Autoindustrie gewisse Selbstregulierungsprivilegien zugestanden hat. Aber Diesel-Gate, oder auch AutoPilot-Gate strapazieren diese Privilegien, sodass die Behörden wieder genauer hinschauen und dann eben eine machbare Sache wieder das Überzeugungsproblem bekommt.


    Das soll es mal gewesen sein. Ich bin etwas "abgeschwiffen". Eigentlich wollte ich nur zeigen, dass die Auto-Industrie jetzt die Konsequenzen eines teilweise selbstgemachten Problems ausbadet. Andererseits konnten sie eine solche Lieferkettenproblematik nicht voraussehen. Aus der Sicht von vor 5 Jahren, ist der Rezertifizierungsaufwand das größere Risiko gewesen, im Vergleich von (voraussehbaren) Ausfällen in der Lieferkette. Heute wissen wir, dass das vielleicht eine Fehleinschätzung war. Aber hinterher ist man immer schlauer.


    Allen wartenden wünsche ich viel Geduld. Ich bin mir sicher, dass die Autoindustrie alles versucht, um den Kunden nicht länger warten zu lassen, als irgendwie möglich. Und wenn es nicht um des Kunden Willen ist, dann doch mindestens um deren Geschäftswillen.