Beiträge von Ulf007

    Äthiopien lässt keine neuen Verbrenner mehr zu, auch Indien steigt auf e-Mobilität um. Und Whataboutism hilft uns hier auch nicht weiter. Soll die EU gar nichts tun, wenn die anderen weniger tun oder müssen wir mehr tun weil z.B. China bei der E-Mobilität schon deutlich weiter ist?

    DAS ist ebenso "whataboutism" (schrecklicher Kampfbegriff, mit dem man Diskussionen abwürgen will). Wer sagt denn, dass wir hier nichts tun sollen. Wer? Damit wird der Angesprochene ganz schnell in die Ecke "Umweltsau" gestellt, nur weil man weiter überlegt als BEV, WP, PV, WKA, BEV, WP.....

    Weil wir es uns hier (zumindest ein Teil der Bevölkerung) leisten können, und weil in China und Äthiopien "par ordre de mufti" -sei es durch Förderung oder durch Verbote- der Umstieg eingeleitet wird, sollen Forschung und Entwicklung im konventionellen Bereich eingestellt werden? Neue Verbrennungsmotoren werden nicht in 20 Jahren vom Markt verschwinden.

    -zig, wenn nicht hunderte Millionen alte Autos weltweit kannst Du nicht in 10 Jahren durch BEV ersetzen. Auch nicht in 20 Jahren. Da sind wir schon recht arrogant hier in der BEV-Szene.

    Auch in Äthiopien wird folgendes passieren: Die besser gestellten können sich BEV leisten, die ärmere Bevölkerung reitet dann noch viel länger die ältesten Varianten des "toten Pferdes". Oder steigt wieder auf Eselskarren um. UND: Äthiopien ist beim Energiemix schon sehr weit, und will von den Ölimporten weg. Da geht es nicht primär um CO2-Ausstoß. Sondern um Abhängigkeiten. Und: Weiß irgendjemand, ob da nicht China -welches sich seit einigen Jahren in Afrika breitmacht, um Abhängigkeiten zu schaffen und sich Rohstoffe zu sichern- daran auch ein Interesse und einen Anteil hat?

    Äthiopien ist da ähnlich wie Norwegen. In Norwegen sind sie zwar sehr weit bei den BEV, Statoil (Equinor) ist aber weiterhin einer der größten (wahrscheinlich sogar der größte) Geldbringer des Landes. Das macht vieles leichter. Öl und Gas verkaufen, und damit das eigene Land "grüner" machen. Der norwegische Reichtum besteht aus verdammt viel Öl-Geld. Auch das wird oft unter den Tisch fallen gelassen. Ergänzung: Norwegen hat trotzdem nach Deutschland den zweithöchsten CO2-Ausstoß pro Kopf in Europa. /Ergänzung Ende

    In Indien wird es auf Grund der Größe und der Strukturen, auch der Einkommensdifferenzen noch viel länger dauern, bis da Schwung in den Umstieg kommt.

    Für diesen lange dauernden Übergang sind moderne Verbrenner allemal besser als das Weiterbetreiben des bisherigen Fuhrparks.

    Und nicht zuletzt: Warum schreit hier niemand: Böse USA, schließlich ist die nach China der größte CO2-Emittent. Und: Trotz der richtigen Bemühungen Chinas, BEV in den Markt zu bringen, STEIGT der Ausstoß dort trotzdem stark an. Auch das muss man bei der Lobhudelei ("China ist deutlich weiter....") auch mal sagen.

    Lohnen tut sich so etwas ganz und gar nicht. Wir haben bereits verloren. Das 1,5 Grad Ziel wurde schon verfehlt. So wird es auch weiter gehen, wenn wir so weitermachen mit der Ignoranz.


    Die Kosten und Folgen des Klimawandels werden uns noch sowas auf die Füße fallen. Der Klimawandel wird ebenso zu einem Exodus führen.

    Du wirst mit Weltuntergangsszenarien niemanden überzeugen. Deshalb muss man auch im konventionellen Bereich weiter daran arbeiten, die Emissionen zu senken. Klar sind das nur kleinste Beiträge. Aber die Alternative ist, die heutigen Verbrenner nicht mehr weiter zu verbessern. Der Wechsel auf BEV wird nicht in 5 Jahren passieren. Etliche werden noch Jahrzehnte laufen. Bis 2035 sind noch 11 Jahre, also noch mindestens eine Verbrenner-Generation. Und das gilt für die EU. Im Rest der Welt macht es noch viel mehr Sinn, Verbrenner immer sparsamer zu machen. Märkte wie Indien werden jetzt erst „massenmotorisiert“ mit modernen Autos. Und lieber einen modernen Skoda als einen alten Tata oder einen alten Ambassador auf den Straßen. Diesen Markt auf BEV umstellen dauert mehrere Jahrzehnte. Da MUSS man weiter entwickeln.

    Ohne Weiterentwicklung hätten wir durch die immer schwereren Autos einen massiven Verbrauchsanstieg.

    Hab im Winter selbst mit unserm nur halb so großen Akku im i3 mit heizen oder nicht heizen viel gewinnen können, wenn es mal eng wurde, das einzige was wirklich was bringt ist langsamer fahren oder gar runter von der AB.

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    Es gibt hier ältere Beiträge -auch von mir-, die Erfahrungswerte darlegen dass auch auf längeren Arbeitswegen (bei mir je nach gefahrener Strecke knapp 34 bis 40 km) im Winter DEUTLICH geringere Verbräuche erzielen lassen. Ohne Heizung schaffe ich es, den „Mäusekino-Verbrauch“ auf Sommerwerte (Mit Heizung bei um 0 Grad nicht unter 19,5 kWh/100km, ohne Heizung auch mal 13,5 kWh/100km.) zu bringen. Bei gleichem Durchschnittstempo. Dass die Gesamtreichweite trotzdem stärker sinkt als im Sommer liegt an der Akkuchemie.

    Spaß macht das nicht, es wird arg kalt im Auto nach 30-35 Minuten im Kühlschrank.

    Wieso verdammt er den Citygo?

    Er hat es doch erklärt: Das Ding hat kein (oder nicht genug) Geld verdient. Dauerhaft die Dinger querzusubventionieren kannst Du Dir nicht leisten. Spätestens die Eigentümer treten Dir da gewaltig auf die Füße. Auch wenn das dem Kunden nicht gefällt.

    Außerdem wurden die Dinger erst zum Ende der Produktionszeit richtig erfolgreich, auch wegen der Förderung. Sonst waren die für einen Klein(st)wagen schon teuer in der E-Variante. Und damit eher etwas für Enthusiasten. Viel hat sich daran heute nicht geändert.

    BEV muss man sich leisten wollen (und können). Auch das „Elroq-Beispiel“ (Preisgleich) ist nur eines für Werbesprüche. Mit einem Karoq zum gleichen Preis kann man im Familien-Alltag doch schon mehr anfangen.

    Dass er stolz darauf ist dass der Passat, eigentlich DIE „Vertreter-Karre“, nun aus Tschechien kommt, VW also das Filetstück seiner Palette abgibt, ist für mich nachvollziehbar. Das muss man sich auch verdienen.


    UND: Warum soll man am Verbrenner NICHT weiterentwickeln? Wenn die Dinger effizienter werden, spart auch das CO2 ein. Also lohnt sich das auch für die Umwelt.

    Außerdem würde ohne Weiterentwicklung der Gewinn je Verbrenner noch höher ausfallen, damit wiederum das Interesse an einem Verschwinden vom Markt geringer.

    Ich finde aus wirtschaftlicher Sicht den Ansatz: „Wir bauen, was der Kunde kauft“ durchaus verständlich. Was und wem würde es nutzen, wenn die deutschen Hersteller (oder auch Škoda) alle keine Verbrenner mehr bauen würden? Der Umwelt? Eher nicht. Dann kauft der Kunde eben Japaner (Mazda baut recht effiziente Autos, sogar einen schönen Sechsender gibt es da.), Franzosen oder Italiener, oder sogar US-Ware (wo die Verbräuche meist noch höher liegen). Auch China würde sich über die Lücke freuen. Mit Verknappung oder Verboten holt man die Menschen nicht ab.


    Es ist tatsächlich eine Bubble-Sicht, wenn man sich primär mit der BEV-Welt („Geladen“, „Electric-Viking“) auseinandersetzt. Dass man dann vom Glauben abfällt ist die direkte Folge der recht einseitigen Sicht der Dinge, die man dort präsentiert bekommt. Nur wirft man das denen nicht vor.

    Ein CEO der Beides am Markt hat, und seine Sicht der Dinge erklärt, wird „zerrissen“…

    Gerade bei neueren Bosch mit "modernerem" Display wird man so nett aufgefordert, das Rad jährlich zum Service zu bringen.

    Und viele Händler codieren das nicht raus, sondern hoffen auf Werkstattumsatz.

    Viele bringen das Rad wegen der Serviceanzeige regelmäßig zum Händler.


    Was der Autowerkstatt recht ist, nimmt der Fahrradhändler auch gern mit.


    Wir haben vor 15 Jahren einmal ein "manuelles" Trecking-Rad meiner Frau in die Werkstatt gebracht, "erster Service gratis bei uns". Nimmt man doch mit....

    Nach dem Service klappte bei der ersten Fahrt der (verstellbare) Lenker auf der Bergabfahrt nach unten.... Die Deppen haben den Lenker lose "geschraubt".

    Antwort auf meine persönliche Beschwerde beim Chef des Ladens: "Kann mal passieren, schönen Tag."

    Die selbe Arroganz wie in großen Autohäusern.