Beiträge von enopol

    In der Zeitschrift "Moove", 1/2022 sind ein paar SOH-Werte älterer E-Fz aufgeführt. Das ist schon eine relativ große Bandbreite.

    Nicht aufgeführt ist, wie die Akkus "behandelt" wurden....von daher kann man aus dieser Veröffentlichung auch nicht viel ableiten.


    Wenn es mal eine serienreife Akkutechnik gibt, wo der Akku kein Quasi-"Pflegefall" ist, wie in den meisten aktuellen E-Auto-Modellen immer noch der Fall, wäre es für mich deutlich leichter, mich für einen kleineren Akku zu entscheiden.

    Bis jetzt sind die Akkus aber nicht nur groß und schwer, sondern eben auch temperaturempfindlich und empfindlich, was die Ladung und Entladungsmodalitäten betrifft.

    Unproblematisch geht jedenfalls anders.....


    Da ich mich aber jetzt, entgegen jeder wirtschaftlichen Vernunft, für ein E-Auto entschieden habe, muss ich auch die aktuelle, noch in den Kinderschuhen steckende Akkutechnik zwangsläufig akzeptieren.

    Um deren Empfindlichkeiten etwas zu kompensieren, meine ich, dass es für mich die richtige Entscheidung ist, lieber den größt möglichen Akku zu wählen.


    Für Leute, die keine jederzeit nutzbare Wallbox o.ä. haben und daher quasi, wie früher mit dem Verbrenner, zum Tanken fahren müssen (mit dem Unterschied, dass das Tanken beim E-Auto viel länger dauert und deutlich öfters vorkommt...), ist es für mich überhaupt keine Frage, dass die sich aktuell immer den größten Akku bestellen sollten.

    Das ist prinzipiell eventuell richtig (der iV60 wird öfters schnell geladen werden müssen, was der Lebensdauer zusätzlich abträgilch ist), nur eben absolut ginge der iV80 dann bei einem angenommenen Verbrauch von 20kWh/100km von vorher 385km Reichweite auf 327km nach 10 Jahren zurück und wäre damit sogar nach 10 jahren immer noch über 10% besser, als ein neuer iV60, der im Neuzustand bei dem Verbrauch ja nur 290km zustande bringt.


    Nach 10 Jahren wäre der iV60 dann bei 232km Reichweite und im Winter (angenommen 25kWh/100km) bei einer meist realistischen Akkunutzung von 80-10% SOC nur noch bei 130km, während sich der iV80 Fahrer unter den gleichen, widrigeren Bedingungen nach 10 Jahren noch über 183km freuen kann, was immerhin 40% mehr an Reichweite ist.

    Also ich würde Satz sinngemäß anders übersetzen:

    Zur Innenraum Kühlung funktioniert die WP wie ein normales A/C System und kühlt den Innenraum über den Verdampfer (also Wärme geht in die Umgebungsluft) und/oder das H/V System durch Nutzung des "Chiller" (sprich die Wärme des Innenraumes wird zum heizen der Batterie benutzt, falls benötigt).


    Dass das H/V-System den Innenraum heizt lese ich da so nicht.

    Wenn die WP als normaler Kühlkompressor agiert, wird die Innenraumluft über den Verdampfer gekühlt. Das ist unstrittig.

    Die Wärmepumpe kann im Kühlkompressormodus zusätzlich oder allein die Batterie über den Chiller kühlen.

    Etwas anderes kann ich da nicht heraus lesen.


    Dass das HV-System den Innenraum heizt, steht dort nirgendwo und davon habe auch ich nichts geschrieben.


    ich habe geschrieben, dass die WP im Heizmodus (Der Außenluft wird dann Wärme entzogen) die HV-Batterie offenbar (leider) nicht allein oder zusammen mit dem Innenraum heizen kann. Das würde zwar Energie sparen, wenn die Batterie Heizbedarf hat, aber diese Möglichkeit steht m.E. nirgendwo in den 2 infrage kommenden SSPs.

    Gerade mit ABRP gespielt mein Hausstrecke 190km, davon 150km AB. Geschwindigkeit 140km, Start 100%, Ankunft 28% Wetter 10⁰C Regen oder Schnee. Enyaq80x 220Wh/km als Referenzverbrauch.

    Passt für mich.

    Weiß ich nicht so recht....

    Du hast 55kWh verbraucht (72% von 77kWh) und dabei insgesamt 190km zurück gelegt.

    ich komme da auf rund 290Wh/km.....und das ist auch durchaus realistisch, denn z.B. Herr Bloch von AMS hat für den normalen iV80 bei konstant 140km/h 28kWh/100km angegeben und das ohne Regen und Schnee.

    Abgesehen von festen Außentemperaturvorgaben usw, können sämtliche Zyklentests die Realität des einzelnen Fahrers nicht abbilden, weil sie immer jeweils nur ein bestimmter Test von unendlich vielen möglichen Zyklen-Tests sind.


    Dadurch sind die Zyklentests für den einzelnen Fahrer so gut wie nie mit seiner Verbraucs-Realität vergleichbar und das macht grundsätzlich viel Verdruss.

    Zudem besteht bei mir der Verdacht, dass diese Zyklen (immer noch) so gewählt sind, dass sie nahezu immer einen, gemessen an der normalen Realität, recht guten Verbrauch zur Folge haben sollen.

    Da stehen also eher die Interessen der Hersteller dahinter, als der Wunsch eine Vergleichbarkeit für den Verbraucher zu bewerkstelligen.

    Das könnte die Politik ändern......angesichts der Tatsache, dass die Politik nicht mal in der Lage ist, ein Tempolimit in D ein zuführen, das zudem in den Wahlprogrammen von 2 der 3 regierenden Parteien stand, habe ich allerdings Zweifel, ob eine verbraucherfreundliche Verbrauchsangabe jemals zustande kommen wird.


    Wenn Testergebnisse zudem nur mit Veränderungen am Auto (Luftdruck deutlich überhöht, abgeklebte Karosseriespalte o.ä.) möglich sind, die dem normalen Fz-Zustand nicht entsprechen, ist das m.E. schlichtweg Betrug. Ich dachte eigentlich, dass es so etwas beim WLTP nicht mehr geben soll.....Stichwort: verbraucherfreundliche Verbrauchsangabe....


    Mein Forderung wäre daher:

    Neben einem üblichen (Sommer-)Zyklustest, sollte es immer (nicht nur für E-Fz) einen zweiten Test mit Kaltstart und normaler Heizung bei geringen Minusgraden geben.

    Auch das Ergebnis eines solchen zusätzlichen Kaltzyklus wird man als Verbraucher nicht direkt nachvollziehen/verwerten können, aber man kann dann den Unterschied zwischen Sommer und Winter besser einschätzen und gerade E-Autofahrer hätten dann eine berechtigte Chance im ersten Winter, nach Sichtung der Verbräuche, keine Schnappatmung zu bekommen.


    Eine zusätzliche Forderung wäre eine sehr simple Verbrauchsangabe bei mittlerer Temperatur bei z.B. jeweils konstant 80, 100, 120 und 140km/h.


    Eine solche Angabe wäre

    1. für den Fahrer mittels Tempomat und Bordcomputer durchaus, auch wenn es in der Realität so gut wie keine ebenen Strecken und keine Windstille gibt, ausreichend gut nach vollziehbar

    und

    2. lassen sich damit Verbräuche über längere Strecken besser abschätzen, für die sich Zyklentests mit unter 50km/h Durchschnittsgeschwindigkeit und nur sehr kurzeitig gefahrener AB-Richtgeschwindigkeit kaum eignen.


    Es kann ja irgendwie nicht sein, dass man an solche, relativ simpel, von jedem zu ermittelnden Verbräuche im vorab eventuell nur durch die Presse erfährt, wie z.B. teilweise durch Hr. Bloch bei den AMS-E-Auto-Supertests.

    Das kann der Hersteller (zusätzlich) liefern und das sollte er auch liefern müssen.....


    Natürlich fällt es dem Hersteller schwer, neben seinem werbwirksamen WLTP-Verbrauch und der daraus resultierenden fantastischen Reichweite, z.B. auch den weniger werbewirksamen Verbrauch bei konstant 140km/h schreiben zu müssen, wo die WLTP-Reichweite ordentlich gestutzt wird.

    Die Frage ist nur, wie dieser Satz in SSP:


    Zitat

    During the cooling phase, the heat pump operates like a normal A/C system and cools the vehicle interior using the evaporator and/or the high-voltage battery

    via the “chiller.”

    da hinein passt.

    Dort steht m.E. sinngemäß, dass die WP (nicht der Fahrtwind) wie ein normaler Kühlkompressor, das Fz-innere über den Verdampfer und/oder die HV-Batterie über den Wärmetauscher kühlen kann.

    Demnach wäre letztendlich die aktive Kühlung der Batterie über die WP möglich. Ob das nun indirekt über einen Wärmetauscher der Fall ist hatte für mich keine Rolle gespielt.

    Vielleicht hatte ich dich da falsch verstanden.


    Eine Erwärmung der Batterie über den Wärmetauscher und daher indirekt über die WP, wird dagegen an keiner Stelle beschrieben.

    Ich werde mich definitiv nicht von den LKWs auf der Autobahn überholen lassen und auch nicht frieren oder schwitzen wenn ich etwas weiter fahre werde ich auf 100% Laden und wenn es dann doch nicht reicht muss ich eben einmal Laden . Die Strecke die ich meinte sind 1 mal 150 Km hin und nächsten Tag zurück also eigentlich nur 300 km die ich eigentlich auch im Winter ohne Laden schaffen möchte. Autobahnanteil 80 km mit 130 km/h der Rest Landstrasse mit 80 bis 100 km/h.

    Gut die Hälfte mit 130km/h.....das dürfte im Winter sehr schwer fallen...auch mit dem Coupe.

    Das glaube ich nicht, dass das der Fall ist. Ich denke dafür müsste aus meiner Sicht der Kuhlkreislauf der Batterie (Carscanner HV battery circulation pump flow) aktiv sein. Das ist bei mir nicht der Fall wenn nicht gerade der Akku aktiv geheizt oder gekühlt wird.

    Die Batterie wird (noch) ab Unterschreiten von 8 Grad erwärmt. Später ab Unterschreiten von 0 Grad.


    warum sollte die WP die Batterie auf unter 8 (bzw. 0)Grad kühlen?


    Die aktive Kühlung der Batterie geschieht meines Wissens während der Fahrt erst ab Überschreiten von 35Grad. Dann kann die WP, sofern es vorgesehen ist, gerne kühlen.

    Der Batterie PTC-Heizer tritt dann garantiert nicht in Aktion.


    Solange alles noch kalt ist, entnimmt die WP nur der Außenluft Wärme und führt diese dem Innenraum zu. Wenn sie das anfangs nicht ganz schafft, kommt der Innenraum-PTC-Heizer zur Hilfe.