Es bleibt ja nach wie vor der Fakt, dass der Wirkungsgrad eines Elektromotor definitiv um einiges höher ist, als der eines Verbrenners. Dazu kommt, dass Elektromotoren den höchsten Wirkungsgrad sehr nah an ihrer Leistungsgrenze haben. Durch das kurze Beschleunigen wird also deutlich effizienter Energie zugeführt, als bei der so genannten Beharrungsfahrt, da bei letzterer die Effizienz schlechter ist. Beim Segeln muss 0 Energie zugeführt werden und durch geringere Verluste der E-Maschine im Vergleich zur deutlich verlustbehafteren Verbrennermaschine, segelt ein E-Antrieb auch deutlich länger. Außer man würde die Verbrennermaschine beim Segeln auskuppeln. Aber auch dann braucht sie wieder mehr Energie, um ja nicht auszugehen.
Es geht nicht darum, dass der E-Motor einen wesentlich besseren Wikungsgrad hat, als der Verbrenner, sondern sowohl bei Verbrenner, als auch bei E-Antrieb darum, wie groß der Effizienzunterschied der Motoren bei gleichmäßiger relativ geringer Last (Konstantfahren) und deutlich höherer Last (z.B. in der Beschleunigungsphase bei Sägezahnfahren) ist.
Es wird ja nicht E-Fz mit Verbrenner verglichen, sondern E-Fz mit E-Fz und Verbrenner mit Verbrenner. Das Fz bleibt gleich, nur die Fahrweise ändert sich.
Wenn der Wirkungsgrad des E-Motors grundsätzlich hoch ist (sagen wir mal in jedem Fall über 90%), dann kann der Unterschied in der Effizienz aufgrund unterschiedlicher Fahrweise nicht mehr groß sein.
Von daher ist es beim E-Auto wahrscheinlicher, als beim Verbrenner, dass sich Sägezahnfahren nicht lohnt.
Außerdem lässt sich der E-Motor mit seinen Schleppverlusten in der Rollphase nicht vom Getriebe trennen, was zusätzliche Bremswirkung bedeutet.
Beim modernen Verbrenner kann man den Motor vom Getriebe trennen und ihn abschalten. Das sind dann weniger Verluste.
Warum MUSS man den gleichen Weg in der gleichen Zeit zurücklegen?
Was willst du denn vergleichen?
Wenn du die Effizienz einer besonderen Fahrweise heraus stellen willst, müssen die Bedingungen schon gleich sein.
Wenn du per Sägezahnfahren z.B. auf einen Schnitt von 95km/h kommst, wäre es Unsinn, die Effizienz bei anderer Fahrweise bei einem Schnitt von 100km/h zu vergleichen.
Dass man bei 95km/h Schnitt weniger Energie braucht, als bei 100km/h hat erst einmal absolut nichts mit der Fahrweise zu tun.
Um den Einfluss der bekannten Tatsache, dass man bei weniger Durchschnittsgeschwindigkeit weniger Energie benötigt, aus zu schließen, kann nur mit identischer Durchschnittsgeschwindigkeit verglichen werden. Ansonsten wäre das keine explizite Aussage zur Wirkung einer anderen Fahrweise.