Genau und dann stimmt es entweder mit der Netto-Energieinhaltsangabe des Herstellers nicht oder die getesteten Akkus waren halt fehlerhaft.
Mehr bleibt dazu m.E. nicht zu sagen.....
Schließen wir mal fehlerhafte getestete Akkus aus, sonst wird die ganze Überlegung hypothetisch.
Dies setzt voraus, dass Aviloo unter den gleichen (Labor-)Bedingungen testet, wie der Hersteller. Davon abweichende Entladeströme und Temperaturen können (bzw. werden zwangsläufig) zu einem abweichenden Ergebnis führen. Das ist leider nicht ganz trivial und für jeden zu verstehen. Man kann einer Batterie mehr Energie entnehmen, wenn man sie über einen längeren Zeitraum mit weniger Strom belastet. Sie hat dann tatsächlich eine höhere Kapazität!
Da Aviloo die Testbedingungen des Herstellers nicht kennt, müssen sie ihr eigenes Testverfahren anwenden. Und wenn man die Werte dann nur innerhalb dieses Verfahrens vergleicht, wird ein Schuh draus. Man darf nicht die absoluten Werte des Herstellers mit denen von Aviloo vergleichen.
Wie hier schon mal in einem anderen Thread geschrieben, verhält es sich ähnlich wie beim WLTP-Wert. Der Hersteller gibt WLTP an, Aviloo testet RDE. Bitte nicht miteinander vergleichen, niemals!
Ich denke schon, dass die Degradationskurve der TU München realistisch ist. Man könnte etwas Brisanz aus dem Thema nehmen, wenn die Hersteller als Werksabgabe gleich auf den 90%-Wert gehen würden, auf dem sich die Degradation scheinbar eine Zeit lang stabilisiert. Vielleicht kommt das ja mal als Vorschrift.